Wie schützen Banken ihre Online-Kunden?

Online-Banking sicher gestalten

Kurzkommentar von Lothar Michel, Business Development Manager bei Promon AS, über die perfiden Methoden von Cyberkriminellen und wie sich Finanzinstitute davor schützen können

Lothar Michel, Promon

Lothar Michel, Business Development Manager bei Promon AS

Jeden Tag tätigen Millionen Deutsche an ihrem PC, Laptop oder sogar mit ihrem Smartphone oder Tablet Online-Banking-Transaktionen. Dabei haben auch oft Hacker ihre Finger im Spiel. Herstelleruntersuchungen haben in einem Fall bereits einen Schaden von knapp einer Million Euro festgestellt, bei der das Geld in illegalen Kanälen versickerte. Meist wird der dadurch entstandene Schaden noch von den Banken selbst getragen, soweit dem Kunden nicht grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann.

Was aber tun die Banken überhaupt, um ihre Kunden zu schützen? Relativ wenig – schaut man sich einmal die Webseiten zum Thema Sicherheit auf den jeweiligen Online-Banking-Angeboten der Finanzinstitute an. Dort wird meist vor der Eingabe von sensiblen Informationen auf der (unverschlüsselt übertragenen) Startseite des Internet-Bankings gewarnt und empfohlen, stets ein aktuelles Antivirus Programm zu nutzen.

Wie aber kommt es nun zu diesen Schäden? Hacker arbeiten mit Spyware, Trojanern und Keyloggern, um an den Antivirus- und Firewall-Programmen vorbei Zugriff auf die Transaktionen zu bekommen, um so kleine und größere Beträge abzufischen. Das geschieht meist über sogenannte „Man-in-the-Browser“- oder „Man-in-the-App“-Angriffe. Aktuell warnt beispielsweise die European Network and Information Security Agency (Enisa) vor dieser Art von Angriffen. Die Organisation forderte kürzlich Banken dazu auf, davon auszugehen, dass die Endgeräte der Kunden infiziert sind, denn klassische Antivirensoftware schützt längst nicht mehr zuverlässig vor den immer perfider programmierten Trojanern. Aktuelle Untersuchungen bescheinigen den Herstellern von Antivirensoftware Erkennungsraten von unter 40 Prozent bei den derzeit am weitesten verbreiteten Trojanern Zeus und Spyeye.

Die Banken selbst tun also derzeit nicht genug, um ihre Online-Banking-Kunden zuverlässig vor Trojanern, Spyware und Keyloggern zu schützen. Abhilfe können Lösungen wie Promon Shield schaffen, die diese Angriffe proaktiv verhindern kann, bevor Hacker Schaden anrichten und sensible Informationen wie Passwörter und Zugangscodes mitlesen.

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