KAP führt Virtualisierungs-Management-Software ein

Open Source für das RZ

Die Finanzholding KAP Beteiligungs-AG entschloss sich für die Einführung einer ­Virtualisierungs-Management-Software auf Open-Source-Basis. Unterstützung erhielt das Unternehmen hierbei von IT-Novum.

Hauptsitz, Bildquelle: KAP

Der Hauptsitz von KAP in Fulda – hier ist auch das Tochterunternehmen Mehler ansässig.

Die KAP Beteiligungs-AG gehört mit 3.200 Mitarbeitern zu einer der größten Finanzholdings in den Bereichen Textil und Automotive in Europa. Zur KAP gehört u.a. das Tochterunternehmen Mehler, das auf die Herstellung technischer Textilien wie z.B. Schutzwesten spezialisiert ist.

Da der Wettbewerbsdruck im Textilbereich extrem hoch ist, strukturierte der Konzern vor kurzem nicht nur seine Produktionsstätten neu, sondern beschloss auch, sein Rechenzentrum (RZ) einer grundlegenden Umstrukturierung zu unterziehen. Ziel war es, das Datacenter auf offene und flexible Lösungen zu migrieren, um in Zukunft leichter auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Im Zuge dessen sollten bestehende Virtualisierungslösungen von VMware abgelöst werden.

Zu Beginn des Evaluierungsprozesses testet KAP gemeinsam mit den Beratern von IT-Novum mehrere Virtualisierungsprodukte. Unter den evaluierten Systemen befanden sich proprietäre Lösungen wie auch Open-Source-Systeme – mithilfe der Berater entschied man sich für die Open-Source- Infrastruktur- und Virtualisierungs-Management-Software „oVirt“.

In einem Zuge stellte KAP das gesamte Rechenzentrum auf offene IT-Lösungen um. „Eine partielle Migration kam für uns nicht in Frage“, sagt Huiqian Qu, IT-Verantwortliche der KAP AG, zum Projektverlauf. „Uns war klar, dass nur eine vollständige Umstellung die gewünschten Resultate bringen würde.“

Für das System-Monitoring führte KAP das nagios-basierte „Open IT Cockpit“ ein, das die IT-Infrastruktur, Services und Anwendungen überwacht. Im Service-Management-Bereich wurde auf das Ticketsystem OTRS gesetzt, über das der Konzern Incidents und Changes verwaltet. Und auch für die Verwaltung und Zuteilung von Speicherressourcen wurde mit der Storage- und Cloud-Lösung „Open Attic“ eine neue Software eingeführt.

Lizenzkosten gespart

Alle virtuellen Maschinen laufen nach der Migration auf der neuen Virtualisierungs-Management-Software auf Open-Source-Basis. Das schließt auch die notwendigen Entwicklungsumgebungen mit ein. KAP setzt damit nicht mehr auf kostenpflichtige VMware-Produkte, sondern auf eine reine Open-Source-Lösung ohne Lizenzkosten. In der neuen Architektur verfügt das primäre Speichersystem über 360 Laufwerke. Dadurch ist gespiegelter Speicherplatz in Höhe von 144 Terabyte nutzbar.

Zusätzlich werden die gehosteten Produktionssysteme auf einen zweiten Standort mit einem weiteren Open-Attic-System gespiegelt. Die Cluster-Management-Möglichkeiten der Lösung halfen dabei, die Data Stores aufzusetzen und die Hochverfügbarkeitskonfiguration einzurichten. „Hilfreich bei der Einrichtung war zudem die Möglichkeit, Snapshots aufzunehmen“, so Huiqian Qu. Damit konnten die virtuellen Maschinen zu jedem Zeitpunkt konsistent gehalten und Änderungen zurückgenommen werden, wenn sie sich als falsch herausstellten.

Von Vorteil war laut den IT-Beratern auch, dass sich die Storage- und Cloud-Lösung nahtlos in die Virtualisierungs-Management-Software integrieren lässt. Dadurch verfügt KAP nach der Migration über eine offene Datacenter-Landschaft, die konsequent auf offene Lösungen setzt und deswegen durchgehend integriert ist. „Die Vorteile von offenen Lösungen haben für uns den Migrationsaufwand mehr als wettgemacht“, berichtet Qu. „Durch die Tool-Auswahl haben wir nicht nur Kosten gespart, sondern auch das RZ in einem Zug durchgehend integriert. Auch wenn es am Anfang natürlich einige Schwierigkeiten gab, waren doch die Vorteile vom ersten Tag an deutlich spürbar.“

 

Die KAP Beteiligungs-AG ...
... ist eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft, die als strategische Finanzholding seit Jahren am Markt tätig ist. Mit einem Umsatz von 418,7 Millionen Euro (2012) beteiligt sie sich an mittelständisch geprägten Unternehmen vorwiegend aus dem Textil- und Automobilbereich, die aus unterschiedlichen Gründen eine neue Eigentümerstruktur suchen. Die Beteiligungsunternehmen produzieren und entwickeln u.a. für die Automobilindustrie, Medizin- und Antriebstechnik sowie Techniken für alternative Energien. Konzernweit sind 3.200 Mitarbeiter beschäftigt.
Im Internet: www.kap.de

 

Bildquelle: KAP

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok