Kyocera auf der Gartner ITxpo

Output-Anbieter mit Managed Document Services

Im Rahmen der Gartner ITxpo in Barcelona erläuterte der Output-Spezialist Kyocera das Konzept seiner Managed Document Services. Künftig sollen ­Anwenderunternehmen ihr Dokumentenmanagement dank guter Beratung effizienter gestalten können.

Stefan Dylka, Kyocera

Stefan Dylka, General ­Manager Global Services Division bei Kyocera, will künftig mit Geschäftsprozessberatung im Output­management punkten.

Eröffnet wurde die Präsentation mit einer Prognose des Analystenhauses Gartner, nach der die Menge gedruckten Papiers weltweit in den kommenden Jahren  sinken werde. Sollte diese Vorhersage eintreffen – was aus ökologischer Sicht wünschenswert wäre –, würde der Markt für alle Output-Hardware­produzenten naturgemäß noch enger. Und da die Preise für Hardware in der jüngeren Vergangenheit gemeinhin gefallen sind, wäre es wohl fatal, sich allein auf die Herstellung von Druckern und Multifunktionsgeräten zu verlassen.

Abheben können sich Anbieter nur noch über die Qualität der Produkte und über weiterreichende Services. Hinsichtlich Qualität verweist Kyocera auf die Langlebigkeit seiner Produkte, bezüglich Serviceleistungen sieht man sich als Beratungsdienstleister im Geschäftsprozess- und Content Management denn als Technologielieferant.

Eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung dieses Vorhabens spielen die Vertriebspartner. Stefan Dylka, Leiter der Global Services Division bei Kyocera,  legte in seinen Ausführungen großen Wert darauf, dass Kyocera zwar den Kontakt zu den Unternehmen herstellen, die Erbringung der eigentlichen Dienstleistungen jedoch allein den Partnern obliegen werde. In regelmäßigen Treffen mit den Entscheidungsträgern in den Anwenderunternehmen sollen deren Anforderungen an das Dokumentenmanagement ausgelotet werden, woraufhin speziell geschulte Mitarbeiter der Kyocera-Partner diese dann umsetzen sollen.

Dabei gehen die Verantwortlichen des japanischen Herstellers nicht davon aus, dass alle entwickelten Service-Ansätze global Anwendung finden werden. Vielmehr setzt man darauf, dass standardisierte Service-Basis-Pakete von den lokal ansässigen Partnern gemäß den jeweiligen Gegebenheiten adaptiert werden. Flexibilität sei dabei das wesentliche Kriterium, mit dem man sich von den Mitbewerbern abheben will. Dabei spielt das Engagement der Partner eine große Rolle, die sich das Prozess-Know-how aneignen müssen.

Nicht nur Druckerflotten verwalten

Perspektivisch geht es um die Verbesserung all jener Geschäftsprozesse, die mit Dokumenten- und Output-Management in Verbindung stehen. In den höchsten Ausbaustufen geht es dann um weit mehr als das Verwalten der Druckerflotte. Wohin die Reise geht, zeigt der Anwender Knorr-Bremse. Der Konzern ist ein internationaler Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge und beschäftigt über 20.000 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 4,3 Mrd. Euro erwirtschaften. Mit der Weiterentwicklung und Expansion des Unternehmens wuchs auch der Druckerbestand in den einzelnen Niederlassungen. Die Druckerflotte wurde zunehmend komplexer, es waren Systeme vieler verschiedener Anbietern im Einsatz.

Die bestehende Drucker- und Kopiererinfrastruktur wurde durch rund 900 Multifunktionsgeräte von Kyocera ersetzt, um eine standardisierte Output-Umgebung zu schaffen. „Proofs of Concept“ vor Ort, Workshops sowie Projektmanagementsitzungen wurden zwecks einer reibungslosen Umstellung durchgeführt. Ferner wurde eine Software namens Fleetmanager installiert, der die zentrale Steuerung und Überwachung des gesamten Gerätebestands vom Münchener Hauptsitz des Unternehmens aus ermöglicht. Durch den Einsatz von Kyocontrol, durch die sich Nutzer vor dem Druck-, Kopier- oder Scanvorgang zunächst per ID-Karte authentifizieren müssen, wurde überdies die Dokumentensicherheit gesteigert. Das Beispiel belegt, dass sich Output-Anbieter in Zukunft wesentlich breiter aufstellen müssen, als lediglich Geräte anzuschließen und die umliegenden Prozesse außer Acht zu lassen.

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