Personalmanagement

Personalwesen aus der Cloud

Im Interview erklärt Dana Lautenschläger aus dem Personalbereich von Conrad Electronic SE, warum man sich für eine cloud-basierte HR-Software entschieden hat und wie sich dies auf die Zusammenarbeit im Unternehmen auswirkt.

  • Personalwesen aus der Cloud

    Im Interview: Dana Lautenschläger aus dem Personalbereich von Conrad Electronic

  • Personalwesen aus der Cloud

    Bei Conrad Electronic hat man sich für eine cloud-basierte HR-Software entschieden.

IT-DIRECTOR: Frau Lautenschläger, wie trägt die Personal-Software SAP Success ­Factors zur Digitalisierungsstrategie von Conrad Electronic bei?
D. Lautenschläger:
Ziel unserer Digitalisierungsinitiative war es, mithilfe von modernen Systemen unsere Arbeit schneller und effektiver zu gestalten sowie das Unternehmen für die Zukunft aufzustellen. Gleichzeitig wollten wir den Betrieb vereinfachen und verschlanken, indem wir nur eine begrenzte Anzahl von Systemen verwenden – auch im HR-Bereich. Mit der eingesetzten Personallösung können wir den kompletten Mitarbeiterlebenszyklus in einem System vereinen – vom Recruiting über Einstellungsmaßnahmen und Fortbildungen bis hin zur Karriereplanung – und bilden unsere gesamten HR-Prozesse digital ab. Auf diese Weise sind für uns neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Personalabteilung und im gesamten Unternehmen entstanden. So konnten wir etwa durch die Schaffung einer Schnittstelle zur Lohnbuchhaltung die Prozesse harmonisieren und Mehrfacherfassungen reduzieren. Die kurzen Innovationszyklen von SAP bringen uns immer wieder neue Anpassungen. Damit gelingt es uns, Projekte in kurzer Zeit umzusetzen und die Internationalisierung von Conrad voranzutreiben. Digitalisierung bedeutet, dass wir uns in einem ständigen Transformationsprozess befinden.

IT-DIRECTOR: Ihr Unternehmen verfolgt einen Mobile-first-Ansatz. Wie kann dieser Ihr Omnichannel-Geschäftsmodell unterstützen?
D. Lautenschläger:
Mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones, haben für unsere B2C-Kunden enorme Bedeutung im Einzelhandel. Für die Kunden nimmt das ­mobile Gerät quasi eine Mittlerrolle zwischen der Online- und Offline-Welt ein und dient als nahtlose Verknüpfung des stationären Ladens mit dem Internet. Und auch bei B2B-Kunden sehen wir, dass die Bedeutung von Mobile immer mehr zunimmt. Deshalb haben wir einen Mobile-Shop mit allen für unsere B2B-Kunden wichtigen Funktionen eingerichtet. Für unser Geschäftsmodell ist es nicht nur zwingend notwendig, mobile Lösungen miteinzubeziehen, sondern auch, bei unserer Arbeit in den Kanälen „von Mobile ausgehend“ zu denken.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

IT-DIRECTOR: Wie profitieren die Mitarbeiter vom digitalen Wandel im Unternehmen?
D. Lautenschläger:
Durch die Digitalisierung des Personalwesens wollen wir ein attraktiveres Arbeitsumfeld schaffen. Mobile und Cloud-first bedeutet, dass unsere Mitarbeiter von überall und jedem Gerät aus arbeiten können. Zudem hat dieser Ansatz dazu beigetragen, dass sie sich in flexiblen, interdisziplinären Teams statt in isolierten Abteilungen organisieren, was zu einer verbesserten Arbeitskultur und effizienteren Arbeitsprozessen beigetragen hat. Über die Google G Suite sind Personaldaten und Funktionen jederzeit und überall für die Mitarbeiter zugänglich. So werden ihnen viele Vorgänge erleichtert. Außerdem stärkt der einfache Zugriff auf HR-Lösungen die Chancengleichheit im Unternehmen: Jeder hat die gleichen Möglichkeiten, sich beispielsweise auf offene Stellen zu bewerben und am Talent Management teilzunehmen. Und auch die Personalplanung ist so einfacher möglich, z. B. dank einer neuen Karriere-Website und eines globalen Talent-Pools.

IT-DIRECTOR: Welche Herausforderung gab es bei der Implementierung Ihrer aktuellen Personal-Software?
D. Lautenschläger:
Wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren in fast allen Geschäftsbereichen mit SAP zusammen und haben deshalb auch für die Digitalisierung im Personalwesen auf diesen Partner gesetzt. Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und 17 Ländergesellschaften in Europa. Diese internationale Struktur in einem einheitlichen System abzubilden, war und ist keine leichte Aufgabe. Zudem standen wir bei der Implementierung des ersten Moduls von SAP Success Factors Recruiting unter Zeitdruck, da der Vertrag für die vorherige Lösung endete. Gemeinsam mit dem Hersteller und unserem Partner Promerit haben wir es geschafft, das Tool in vier Monaten einzuführen.

IT-DIRECTOR: Warum ist Ihnen eine Cloud-first-Strategie so wichtig? Worin liegen die Vorteile cloud-basierter HR-Lösungen?
D. Lautenschläger:
Von unserem Cloud-first-Ansatz profitieren unsere Kunden ebenso wie die Mitarbeiter. Deshalb haben wir uns entschieden, die HR-Software über die SAP-Cloud-Plattform zu beziehen. Mithilfe der Cloud-Lösung können wir ein besseres Angebot für unsere Kunden bereitstellen und unsere Mitarbeiter sind flexibler: Sie können von überall aus arbeiten und haben immer und jederzeit Zugriff auf alle wichtigen Daten und Funktionen. Standardisierte Werkzeuge in der Cloud ermöglichen zudem eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen, da allen Beteiligten immer die gleichen aktuellen Informationen vorliegen. Und auch unsere Ländergesellschaften sollen davon profitieren: Nach dem Rollout in Österreich haben wir gerade mit der Implementierung in der Schweiz begonnen.

Bildquelle: Conrad Electronic SE

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