BASF und TU Berlin gründen „Baslearn“

Pfeiler der Künstlichen Intelligenz

BASF und die Technische Universität Berlin haben eine enge Zusammenarbeit im Bereich „Maschinelles Lernen“ vereinbart. Ziel des gemeinsamen „Berlin based Joint Lab for Machine Learning“ (Baslearn) ist es, für grundlegende chemische Fragestellungen z.B. aus der Prozess- oder Quantenchemie praktikable neue mathematische Modelle und Algorithmen zu entwickeln.

ML als Pfeiler von KI

Maschinelles Lernen gilt heute als ein wesentlicher Pfeiler der Künstlichen Intelligenz (KI).

Diesem Ziel wollen sich die beiden Partner in den kommenden Jahren gemeinsam widmen. Als ein wesentlicher Teil der Kooperation unterstützt die BASF in den kommenden fünf Jahren die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, Professor für maschinelles Lernen und Sprecher des „Berlin Center for Machine Learning“ an der TU Berlin, mit insgesamt über 2,5 Millionen Euro.

Maschinelles Lernen gilt heute als ein wesentlicher Pfeiler der Künstlichen Intelligenz (KI). Ziel ist es, durch die Analyse von großen Datenmengen Muster und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und Modelle zur Vorhersage zu entwickeln, die sich anhand ihrer Ergebnisse selbstständig optimieren. Systeme zur Spracherkennung oder für autonomes Fahren sind Anwendungsbeispiele aus dem Alltag für solche maschinellen Lernverfahren. „Letztendlich ähneln die mathematischen Modelle dieser Alltagsbeispiele denen, die im digitalisierten Labor notwendig sind“, erklärt Dr. Hergen Schultze, bei BASF Leiter der Forschungsgruppe „Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“.

„Für Maschinelles Lernen gibt es keine fertige Software“, so Dr. Bruno Betoni, bei BASF verantwortlich für Baslearn. „Unser Ziel ist es, neue Grundlagen des Maschinellen Lernens für ganz konkrete Anwendungen in der Forschung zu entwickeln.“ Die Expertise auf diesem Gebiet sei an der TU Berlin sehr groß, so Betoni weiter. Er sei überzeugt, dass die Zusammenarbeit beide Partner einen wichtigen Schritt voranbringt. „Die Kooperation bringt uns enorme Vorteile“, sagt auch Müller: „Wir bekommen durch die Zusammenarbeit Zugriff auf eine große Menge realer, hochkomplexer Daten und können damit neuartige Algorithmen entwickeln. Die wissenschaftlichen Fragestellungen bei der BASF sind überaus interessant und vielschichtig. Solche Herausforderungen aus der Praxis ergeben neuartige grundsätzliche Forschungsfragen für das Maschinelle Lernen, die man sich als Theoretiker am grünen Tisch kaum ausdenken könnte.“

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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