Rückblick auf die Internet Security Days 2018

Praktische IT-Security im Mittelpunkt

Rund 600 Sicherheitsexperten diskutierten auf den diesjährigen Internet Security Days in Brühl darüber, wie es gelingt, Synergien für eine vertrauenswürdige und sichere Digitalisierung zu schaffen.

  • Internet Security Days 2018 in Brühl

    Rund 600 Sicherheitsexperten nahmen an der diesjährigen Veranstaltung teil.

  • In ihrem Vortrag „Bluff me if U can“ sprach Ivona Matas, Known_sense, über die Psychologie der Manipulation.

    In ihrem Vortrag „Bluff me if U can“ sprach Ivona Matas, Known_sense, über die Psychologie der Manipulation.

„Vertrauen in die IT- und Datensicherheit sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die digitale Transformation gelingt“ – mit diesen Worten eröffnete Eco-Vorstand Prof. Norbert Pohlmann die Internet Security Days 2018 und stellte zunächst die Themenschwerpunkte der zweitägigen Veranstaltung vor, darunter Cybercrime, Zukunftstechnologien, Rechte und Normen sowie Tipps, Tricks und Best Practices für den Unternehmensalltag.

Hierzu hatte der Veranstalter zahlreiche Sprecher aus Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen, die auf der Hauptbühne oder vor kleinerer Runde in separaten Räumlichkeiten interessante Vorträge hielten. Als Keynote-Sprecher referierte etwa Dr. Karsten Nohl, Geschäftsführer der Security Research Labs GmbH, über die Herausforderung, das richtige Maß an Security zu schaffen, ohne Innovationen auszubremsen: „Legacy-Anwendungen sind in IT-Projekten praktisch unvermeidbar. Sie machen es uns schwer, Security-by-Design zu schaffen“, so der Krypto-Experte.

In einer weiteren Keynote des ersten Veranstaltungstages sprach Prof. Dr. Gina Rosa Wollinger, Professorin für Kriminologie und Soziologie an der FhöV in Köln, über Kriminalitätsstatistiken in Deutschland und insbesondere den Deliktbereich „Cybercrime“. Hinter „Bluff me if U can“ verbarg sich wiederum ein spannender Vortrag von Ivona Matas, Known_sense, über die Psychologie der Manipulation. Die Therapeutin rückte „Social Engineering“ in den Fokus und erklärte, warum wir immer wieder auf falsche Informationen hereinfallen, auf alles klicken und Passwörter weitergeben. Daran anknüpfend sprach Sascha Herzog von der Nside Attack Logic GmbH über die „Schwachstelle Mensch: Moderne digitale Angriffe gegen Mitarbeiter“, während Lukas Grunwald von der DN-Systems Enterprise Internet Solutions GmbH in seinem Vortrag der Frage nachging, wie verwundbar Cloud-Lösungen sind.

Neue Workshops im Programm


Ein Programmhighlight des zweiten Veranstaltungstages stellte die Paneldiskussion zum Thema „DSGVO“ u.a. mit Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz a. D., dar. An einer weiteren Paneldiskussion zum Thema „Cybercrime und Cyberwar – wie schützt der Staat die Wirtschaft?“ nahmen u.a. Vertreter von BSI, BMWi und des LKA Nordrhein-Westfalen teil.

Neben den Vorträgen und Diskussionsrunden konnten die Teilnehmer im integrierten Ausstellungsbereich auch persönlich mit verschiedenen Sicherheitsanbietern in Kontakt treten und ihre Fragen loswerden. Zudem stand 2018 mit dem Schwerpunkt „Tipps, Tricks & Best Practice“ der Praxisbezug stärker denn je im Vordergrund. Und ein neues Workshop-Programm mit limitierter Teilnehmerzahl vermittelte erstmals parallel zu den Vorträgen praktisches Know-how.

Zum Abschluss der diesjährigen Internet Security Days gab Markus Hartmann, Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Köln, in seiner Keynote einen Überblick über die Herausforderungen der Strafverfolgung von Cyberkriminalität. „Ein zentraler Baustein jeder Cybersicherheitsstrategie ist die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden“, so der Oberstaatsanwalt.

Bildquelle: Eco e.V. / Julian Huke

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