Künstliche Intelligenz „as-a-Service“

Produktionsprozesse auf Knopfdruck

Individuelle Kundenwünsche berücksichtigen, ohne dass die Effizienz in der Produktion leidet? Möglich machen dies per IoT (Internet of Things) vernetzte Maschinen und eine Künstliche Intelligenz, die Produktionsprozesse in Echtzeit optimiert.

Produktionsprozesse auf Knopfdruck

Dank der Kombination von IoT und Künstlicher Intelligenz rückt die wirtschaftliche Fertigung kleiner Serien zusehends in greifbare Nähe.

Per IoT vernetzte Maschinen sind ein wichtiger Trend in der industriellen Produktion. Das Ziel: immer schneller und individueller produzieren, um den Wünschen der Kunden gerecht zu werden, ohne dass die Auslastung sinkt. Um Maschinen und Anlagen möglichst effizient einzusetzen, statten Unternehmen ihre Produktionshallen mit Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Ein bereits erprobter Anwendungsfall für KI in der Werkshalle ist Predictive Maintenance. Für die vorausschauende Wartung überwachen Algorithmen die Maschinen und erkennen, wann ein Verschleißteil ersetzt werden muss. Jetzt machen KI-Lösungen sich auch bei der Produktionsplanung nützlich.

Mit KI als Planungsassistent: Losgröße 1 fast zu Serienkosten

Von einer Einzelfertigung zu Kosten, die fast im Bereich von Serienproduktionen liegen, konnten Konsumenten und produzierende Betriebe lange nur träumen. Dank der Kombination von IoT und Künstlicher Intelligenz rückt die wirtschaftliche Fertigung kleiner Serien zusehends in greifbare Nähe. Denn von einer KI gesteuert lassen sich Maschinen auf Knopfdruck und in Echtzeit für bestmögliche Produktionsergebnisse organisieren. In der Metallindustrie und dem Automobilsektor sind bereits entsprechende KI-Lösungen im Einsatz. aiXbrain zum Beispiel bietet Software, mit der Unternehmen ihre Produktionsplanung zunehmend selbstlernend automatisieren können. Dafür setzt die Software des aus der RWTH Aachen hervorgegangenen Startups auf den jeweiligen Status Quo der Fertigungsprozesse auf. Das System lernt kontinuierlich aus den Entscheidungen des Produktionsplaners und analysiert parallel die realen Fertigungsdaten. Selbst zur Planung verwendete Insellösungen können angeschlossen werden. Ebenso vor- oder nachgelagerte Prozesse, von der Sekundärbedarfsplanung bis hin zu Anwendungen aus der SAP-Welt. Statt die Feinplanung von unmittelbar anstehenden Produktionsprozessen also wie bisher zeitaufwändig und mit hohem manuellen Einsatz durchzuführen, schlägt die KI dem Planer vollautomatisch den bestmöglichen Produktionsplan aus Millionen von Alternativen vor.

Digitale Automatisierung Ende-zu-Ende gedacht

Um Produktionsbetrieben ihre KI-Software als vollintegrierte Ende-zu-Ende Lösung anzubieten, setzt aiXbrain auf die Industrial-IoT-Kompetenz von QSC. Der IT-Dienstleister ist auf Lösungen für Cloud-Computing, SAP und IoT speziell für den Mittelstand spezialisiert. Neben der Wahl und Integration der geeigneten Cloud-Technologien verfügt der Anbieter auch über selbst entwickelte Edge-Devices wie Gateways, die speziell für die rauen Produktionsbedingungen in der Werkshalle konzipiert sind. Per Edge-Computing bringen sie die Rechenpower direkt an die Maschine, um Sensordaten in Echtzeit zu verarbeiten.

Mit entsprechenden Verbundlösungen steigern Unternehmen gleichzeitig ihre Flexibilität und Effizienz in der Produktion kleiner Serien: Abläufe lassen sich vollautomatisch planen und anpassen und Maschinen werden optimal ausgelastet.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Pro

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