So will man Kosten sparen

Samson lagert das Rechenzentrum aus

Der Mess- und Regelspezialist Samson hat sich für die Auslagerung von ­Rechenzentrumsinfrastrukturen zu einem Dienstleister in unmittelbarer ­Nachbarschaft entschieden, um Kosten zu sparen und für niedrige Latenzzeiten zu sorgen.

Rechenzentrum

Ein weiteres Entscheidungskriterium für Colocation war die räumliche Nähe zwischen dem externen RZ-Betreiber und dem Anwender.

Das Unternehmen Samson steht für technische Wertarbeit und Innovationskraft. Diese Werte sorgen für ein kontinuierliches Wachstum des Anbieters für Mess- und Regeltechnik in Einsatzfeldern, die von Heiz- und Klimaanlagen bis zu Anwendungen in der Großchemie reichen. Parallel zu diesem Wachstum steigt auch die Bedeutung von Daten und IT-Infrastrukturen bei dem Produktionsunternehmen. So genügte am Stammsitz in Frankfurt am Main das zweite redundante Rechenzentrum den gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit nicht mehr. Der Raum war nicht für diesen Zweck ausgelegt, sodass er nur unzureichende Schutzvorkehrungen bot. Daher sollte er durch eine sichere, effiziente und skalierbare Lösung ersetzt werden, da in Frankfurt auch die zentrale IT für alle weltweiten Standorte betrieben wird.

„Für uns stellte sich die Frage, ob wir ein neues Rechenzentrum bauen, eine Art Container-RZ kaufen oder einen externen Provider nutzen“, erinnert sich Uwe Löffler, Leiter IT und Organisation bei Samson. „Die Antwort war schnell gefunden, da die ersten beiden Varianten für uns schlichtweg zu teuer waren. Stattdessen erhielten wir von dem Colocation-Anbieter Interxion ein Angebot, über das wir nicht lange nachdenken mussten. Im nächsten Schritt haben wir eine Fläche angemietet, die für vier Racks ausreicht und sich bei Bedarf schnell erweitern lässt.“

Der Vorteil bei dieser Lösung ist, dass sich das Unternehmen nicht mehr um Bau und Betrieb des Rechenzentrums kümmern muss. Der RZ-Betreiber stellt eine redundante Stromversorgung, effiziente Klimatechnik sowie die physikalische Sicherheit inklusive der Zutrittskontrollen zur Verfügung. Dabei sind hohe Skalierbarkeit, Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit gewährleistet. Samson behält weiterhin das Management und den Betrieb der Server in der eigenen Hand. Entsprechend kann der RZ-Betreiber nicht auf die gespeicherten Daten oder Anwendungen zugreifen. Für Samson entstehen somit keine Zusatzkosten für die Verwaltung der Server und bei den virtuellen Sicherheitsmaßnahmen ändert sich nichts.

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„Für uns war es wichtig, dass die User praktisch keinen Unterschied zwischen den Servern in unserem eigenen und im externen Rechenzentrum bemerken“, erklärt Uwe Löffler. „Daher sind sie in beiden Lokationen völlig identisch aufgebaut. Die Server bei Interxion nutzen wir sozusagen als paralleles Rechenzentrum. Hier liegen auch alle kritischen Anwendungen, auf die unsere Zentrale und die weltweiten Niederlassungen zugreifen. Die Daten werden ständig synchronisiert und parallel genutzt. So dienen diese Server nicht primär der Datensicherung, sondern der Redundanz, um hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten.“

Standortvorteil für Frankfurt


Ein weiteres Entscheidungskriterium für Colocation war die räumliche Nähe zwischen dem externen RZ-Betreiber und dem Anwender. Der Anbieter erstellte auf dem bei Samson angrenzenden Grundstück sein achtes Rechenzentrum in Frankfurt (FRA8), sodass beide Lokationen durch eine dedizierte Glasfaserleitung verbunden werden konnten. Dadurch entfiel die Notwendigkeit eines Netz-Providers, was monatlich eine fünfstellige Summe spart. Der Umzug des Servers zum Dienstleister war nach der entsprechenden Vorbereitung an einem Wochenende erledigt. „Wir haben den Server-Umzug intern nur als ,Wartungsarbeiten‘ angekündigt“, so Uwe Löffler. „Nach dem Live-Schalten funktionierte alles einwandfrei, sodass niemand die Umstellung bemerkte. Selbst Kunden in Asien und arabischen Ländern, die am Wochenende arbeiten, bemerkten keine Pro-bleme, da in dieser Zeit unser primäres Rechenzentrum die Last alleine tragen konnte. Im Vergleich der beiden Lokationen erkennen wir keine Unterschiede bei Übertragungszeiten oder Performance, da wir die gleiche Hardware und identische LAN-Leitungen nutzen. In Zukunft können wir die zahlreichen Netz-, Internet- und Hosting-Provider in der Community des RZ-Anbieters nutzen. So können wir nicht nur auf einen anderen Provider wechseln, sondern auch Anwendungen wie Storage hosten lassen.“


Die Samson AG ...

... steht für das gesamte Produktspektrum des Messens und Regelns einschließlich moderner Automationssysteme. Ihr Einsatzfeld reicht von der Heiz- und Klimatechnik bis zur Anwendung in der Großchemie. Das Unternehmen ist überall da aktiv, wo Dinge im Fluss sind: Dämpfe, Gase, chemische Substanzen. Stammsitz des Unternehmens ist seit 1916 Frankfurt am Main. Mit 4.000 Beschäftigten, über 50 Tochtergesellschaften und mehr als 200 Vertretungen ist die Gruppe auf allen Kontinenten vertreten.


Bildquelle: Thinkstock/iStock

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