Eco-Kongress im Kölner Rheinenergie-Stadion

Schatten-IT dank Cloud Computing

Im Rahmen des Eco-Kongresses diskutierten die Teilnehmer vergangenen November in Köln über das Problem der Schatten-IT in Zeiten von Cloud Computing und das Potential von Smart-Home-Lösungen.

Rheinenergie-Stadion

Im November gastierte der diesjährige Eco-Kongress im Kölner Rheinenergie-Stadion, der Heimspielstätte des Traditionsvereins und Erstligisten 1. FC Köln.

Zum zweiten Mal in Folge lud der Internetverband Eco zu seinem Jahreskongress ins Kölner Rheinenergie-Stadion ein. Geboten wurde ein interessantes Programm mit verschiedenen Gästen, darunter beispielsweise Raùl Krauthausen, Gründer der Aktionsgruppe „Sozialhelden“, oder Prof. Dr. Metin Tolan von der TU Dortmund, der gleich zu Beginn der Veranstaltung in seinem Vortrag über die in rund 726 „Star Trek“-Episoden eingesetzten Technologien des 23. Jahrhunderts referierte. Dabei kam er u.a. zu folgendem Fazit: Während die laut den Filmemacher in Zukunft liegenden Datenmengen und Speicherkapazitäten mittels Big Data, Machine2Machine (M2M) und dem Internet der Dinge schon heute Realität sind, werden Teleportationen à la „Beam me up, Scotty“ auch in ferner Zukunft kaum möglich sein.

In einer weiteren Themenrunde ging es dann unter dem Motto „Physicalization vs. Virtualization“ wieder um Handfestes aus der IT. Dabei unterstrich Viktor Hagen, selbsternanntes Mainframe-Urgestein und Evangelist bei Cisco Systems, die Gefahr von Dropbox, Skype & Co. für die Unternehmens-IT. Denn viele Mitarbeiter laden die kleinen Helferlein aus dem Netz, um damit ihre Produktivität zu steigern, ohne sich jedoch Gedanken um etwaige Einfallstore für die Unternehmenssicherheit zu machen. Laut Hagen gehe es vor diesem Hintergrund vor allem darum, die „Public Cloud“ sicher in die eigenen virtuellen Strukturen einbinden zu können. Dies könnte man etwa dadurch realisieren, indem man für jeden Mitarbeiter eine eigene, sichere Identität auch für öffentliche Cloud-Dienste installiert.

Beginn der Smart-Home-Ära

Nicht zuletzt brachte eine anschließende Podiumsdiskussion zutage, dass sich immer mehr Anbieter auf Technologien rund um das „Smart Home“ konzentrieren, auch um sich auf dem künftigen Wachstumsmarkt entsprechend positionieren zu können. Denn laut Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices beim Eco-Verband, müssen die Anbieter nunmehr die richtigen Entscheidungen treffen: „Wir stehen in den Anfängen der Smart-Home-Ära. Bis 2020 werden weltweit mehr als 50 Milliarden Geräte online und steuerbar sein – von der Heizung bis zum Kühlschrank.“

Neben Consultant Dr. Bernd Kotschi diskutierten Rockethome-Gründer Yüksel Sirmasac und Prosyst-Gründer Daniel Schellhoss über aktuelle und kommende Entwicklungen der Smart-Home-Technik. Dabei setzen Energieversorger, Stadtwerke sowie Unternehmen aus den Bereichen Haustechnik, Healthcare, Consumer Electronics und Telekommunikation bereits auf entsprechende Lösungen – von der Steuerung von Hauselektronik über Energiemanagement bis hin zu Haussicherheit. Überdies arbeitet auch die Automobilindustrie an alltagstauglichen Möglichkeiten, Fahrzeuge und Eigenheime zu verbinden.

Bis zum großen Durchbruch müssten Anbieter den Diskutanten zufolge jedoch noch einige Hürden überwinden: So seien zwar erste Produkte seit einiger Zeit erhältlich, werden jedoch nur zögerlich angenommen. Insbesondere die Komplexität des Marktes, fehlende Standards und mangelnde Transparenz lassen den Absatz solcher Lösungen derzeit noch schleppend ausfallen. Dr. Kotschi ist überzeugt, dass sich dies in den nächsten zwei Jahren jedoch ändern wird: „Insbesondere Usability und bedarfsgerechte Funktionalität von Smart-Home-Software werden entscheidend sein – die Lösungen müssen sich nahtlos in den Alltag der Nutzer integrieren. Anbieter, die auf modular erweiterbare Gesamtangebote setzen, werden die besten Chancen haben.“

Bildquelle: Rheinenergie-Stadion

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