Mit wenigen PCs 230 Benutzerarbeitsplätze geschaffen

Schüler haben einen Computer für sich

Der Computer im Klassenzimmer ist zu einem wesentlichen Teil der Schulbildung geworden. Sowohl der Einsatz digitaler Medien im Unterricht als auch die individuelle Ausbildung am Computer soll das Lernen über das Internet fördern.

  • Die Schulverwaltung Lünen hat bereits 2008 mit der Implementierung einer Virtualiserungslösung in Schulen begonnen.

  • In einigen Grundschulen wurden Computerräume mit bis zu zwölf zentral verwalteten Arbeitsplätzen ausgestattet, in weiterführenden Schulen mit bis zu 30 Plätzen.

Laut einer Studie1 ist der kompetente Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien heutzutage unerlässlich. In einem internationalen Langzeitvergleich wurden Computer-Kompetenzen von Jugendlichen gemessen und die schulischen und außerschulischen Rahmenbedingungen dafür erfasst. Bereits vor Abschluss der Studie stellte sich jedoch heraus, dass Schüler in Deutschland den Umgang mit digitalen Medien nicht gewohnt sind. Nahezu 80 Prozent der Schüler in den weiterführenden Schulen lernen demnach in den Kernbereichen Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften nahezu ohne neue Medien. Bezogen auf die schulische Nutzung digitaler Medien liegt Deutschland in der Sekundarstufe international im unteren Drittel. Rund die Hälfte der Grundschüler in Deutschland berichten zudem, dass sie nie mit digitalen Medien in der Schule lernen. Als Gründe werden zum einen die zurückhaltende Einstellung vieler Lehrer genannt, die oft nicht genügend Kompetenz in neuen Medien vorweisen können, so dass der Einsatz von Computern auf den Informatikunterricht beschränkt wird. Zum anderen liegt es an der mangelhaften Ausstattung der Schulen, die nicht genügend Kapazitäten für eine Fächer übergreifende Nutzung bietet.

Der steigende Bedarf an Computerarbeitsplätzen für Schüler aller Altersstufen stellte auch die Schulverwaltung in Lünen bereits 2006 vor eine Herausforderung. Die Zahl der benötigten Arbeitsplätze vieler Grund- und weiterführender Schulen nahm kontinuierlich zu. Platzprobleme und ein hoher Verwaltungsaufwand für die einzelnen Standorte erforderten die Einrichtung einer neuen, kostengünstigen Infrastruktur, die dem Bedarf der Schüler, Lehrer und der IT-Koordination gerecht werden konnte. Die Lösung sollte eine einfache, zentrale Verwaltung aller Systeme sowie Updates ermöglichen.

Konsolidierung schafft Kosteneinsparungen


Für Anwendungen mit vielen Nutzern und wenig Platz in den Räumen bietet sich die Desktop-Virtualisierung an, die den gleichzeitigen Zugriff auf einen Computer von mehreren Arbeitsplätzen aus erlaubt. Unzureichend genutzte PCs werden so besser ausgelastet und die Kapazität mit wenig Aufwand erhöht. Über den Distributor Tarox erhielt die Stadtverwaltung Lünen das Angebot einer Desktop-Virtualisierungslösung von NComputing, die einfach zu bedienen, zuverlässig und kompatibel mit den vorhandenen Anwendungen war. Bereits Anfang 2007 wurden erste Gespräche über den Einsatz des vSpace Server von NComputing geführt und ab 2008 erfolgte die schrittweise Implementierung der Virtualisierungslösung an mehreren Grund,- Haupt- und Realschulen, Gymnasien sowie Gesamt- und Förderschulen.

In den Grundschulen stattete die Schulverwaltung die Computerräume für Kurse mit bis zu zwölf zentral verwalteten Arbeitsplätzen und in den weiterführenden Schulen mit bis zu 30 Plätzen für selbständiges Arbeiten an den Computern aus. Die Volkshochschule nutzt die Räume zusätzlich abends für Computerkurse. An 13 verschiedenen Schulen in Lünen wurden schrittweise L300-Client-Geräte für insgesamt 230 Arbeitsplätze installiert. Der L300 lässt sich einfach konfigurieren und benötigt keine komplizierte Server-Infrastruktur. Das Gerät empfängt automatisch Aktualisierungen von bereitgestellten vSpace-Servern. Der geringe Leistungsbedarf und der Formfaktor erlauben die Montage an einem Bildschirm oder auf einem Tisch. Mit der Möglichkeit zur Verbindung von bis zu 100 L300-Benutzersitzungen mit einem einzigen vSpace Server bietet diese Kombination eine einfache und leistungsfähige Desktop-Virtualisierungslösung zu einem Drittel der Kosten herkömmlicher Alternativen. Weiterhin installierte die Schulverwaltung U170-Zugangsgeräte, bei denen der Anschluss an den gemeinsam genutzten Computer über ein USB-Kabel erfolgt, das das Gerät auch mit Strom versorgt. Schließlich nutzen zwei Schulen X550-Geräte, die jeweils bis zu elf Arbeitsplätze versorgen können.

Durch den Einsatz mehrerer Desktop-Virtualisierungslösungen in den Schulen ergaben sich für die Schulverwaltung Lünen erhebliche Einspareffekte. Statt neue Hardware anzuschaffen, konnte die Leistungsfähigkeit vorhandener PCs besser ausgeschöpft werden. Der Aufwand für die Installation hat sich im Vergleich zu vorher auf ein Drittel reduziert und der Energieverbrauch sank dank der Reduzierung der Zahl der PCs von 350 auf nur noch fünf Watt. „Durch die höhere Kapazität können wir die Räume nun auf Klassenstärke ausstatten, so dass auf einen Schüler ein Arbeitsplatz kommt; früher mussten sich zwei Schüler einen Platz teilen“, erläuterte André Heine, IT-Koordinator der Schulverwaltung. „Die Desktop-Virtualisierung sorgt auch für eine bedeutende Reduzierung der Hitze in den Computerräumen. Das kommt den Lehrern und Schülern natürlich gerade im Hochsommer zugute.“ Insgesamt ermöglichten die virtuellen Desktops und die zentralisierte Verwaltung eine Erweiterung des Angebots für Schüler und Lehrer, ohne mehr Aufwand für die Wartung zu produzieren. Ein virtueller Arbeitsplatz kann viel schneller eingerichtet werden als einzelne PCs und die IT-Verwaltung kann von einem Server aus auf alle Arbeitsplätze zugreifen.

Auch von den Lehrern erhielt die IT-Verwaltung viel positive Rückmeldung. „Die Akzeptanz durch die Lehrer ist uns sehr wichtig, denn noch immer hängt viel von ihrer Bereitschaft ab, sich mit den neuen Medien intensiv zu beschäftigen“, fügte Heine hinzu. „Dafür wollten wir ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen.“ Die Schulverwaltung plant bereits die Ausstattung weiterer sieben Schulen mit L300-Zugangsgeräten, um in naher Zukunft das Ziel einer Komplettausstattung der Schulen zu erreichen. Dann wird man auch die Nutzung eines zentralen vSpace Management Centers in Erwägung ziehen.

1ICILS 2013 (International Computer and Information Literacy Study)
www.ifs-dortmund.de/1852.html

 

Schulverwaltung Lünen


Die Schulverwaltung stellt den zentralen Service für alle Schülerinnen und Schüler (derzeit 9.584) an 24 Schulen mit 27 Standorten in der Stadt Lünen bereit. 

Zu den Aufgaben der Schulverwaltung gehört neben der Schulentwicklungsplanung und Schulorganisation, die Sicherung der räumlichen, sächlichen, personellen und finanziellen Voraussetzungen für die Schulen. Das beinhaltet u. a. die Bereitstellung von Lehr- und Unterrichtsmitteln sowie von Schuleinrichtungen, die Gewährung von Lernmittelfreiheit und Schülerfahrkosten.

http://ncomputing.com

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