Weltweite Studie von TCS

Schwellenländer beim Cloud Computing führend

Laut einer weltweiten Studie von Tata Consultancy Services, kurz TCS, soll die Anzahl von Cloud-Anwendungen 
in Unternehmen bis 2014 um durchschnittlich 18 Prozent steigen.

Großunternehmen in Lateinamerika und im Asien-Pazifik-Raum sind aktuell die größten Nutzer von Cloud Computing-Angeboten. Unternehmen in Europa und den USA verhalten sich hingegen eher zurückhaltend, wenn es um die Verlagerung von Anwendungen in die Cloud geht. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt eine Studie von Tata Consultancy Services, in der weltweit leitende Führungskräfte und IT-Verantwortliche in über 600 Großunternehmen befragt wurden. Die Studie deckt unter andere, auf, dass der Anteil von Anwendungen aus der Cloud im Hinblick auf die Gesamtzahl von Anwendungen nach wie vor sehr niedrig ist. Unternehmen in Lateinamerika und im Asien-Pazifik-Raum, so ein weiteres Ergebnis, nutzen Cloud-Anwendungen wesentlich stärker in Bezug auf die Gesamtzahl ihrer Geschäftsanwendungen.

Im Durchschnitt beziehen Unternehmen in Lateinamerika nahezu zwei Fünftel (39 Prozent) ihrer Anwendungen aus der Cloud. Der Asien-Pazifik-Raum folgt mit über einem Viertel (28 Prozent). Im Gegensatz dazu nutzen weniger als ein Fünftel (19 Prozent) der US-amerikanischen Unternehmen Anwendungen, die in der Cloud gehostet werden. In Europa liegt der Anteil der Unternehmen bei nur knapp über einem Zehntel (12 Prozent).

Laut TCS hat man Studie mit dem Ziel durchgeführt, Faktoren aufzudecken, die Firmen dazu bewegen, ihre im Unternehmen vorgehaltenen oder neue Anwendungen in die Cloud auszulagern. Ebenfalls sollten Wettbewerbsvorteile aufgezeigt werden, aus Cloud Computing erwachsen.

Natarajan Chandrasekaran, CEO und Managing Director von Tata Consultancy Services kommentiert: “Cloud Computing ist aus der modernen IT-Welt nicht mehr wegzudenken. Cloud-basierte Anwendungen sind bereits ein wesentlicher Bestandteil der IT-Infrastruktur großer Unternehmen. Die sich unmittelbar daraus ergebenden Vorteile sind zu bedeutend, als das sie ignoriert werden könnten. Es gibt ein außerordentliches Wachstumspotenzial sowohl in entwickelten Industriestaaten als auch in Schwellenländern. Wir sind davon überzeugt, dass Cloud Computing Unternehmen dabei helfen kann, in vielen Bereichen neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen.“

Die Studie will aufzeigen, dass es für den Erfolgskurs von Cloud Computing entscheidend sein wird, den Sicherheitsbedenken der Unternehmen effektiv zu begegnen. Während Unternehmen weltweit angaben, dass die Nutzung der gebotenen Cloud-Möglichkeiten für sie die derzeit größte Herausforderung darstellt, stehen Unternehmen in den USA und Europa der Cloud nach wie vor skeptisch gegenüber vor allem aus Angst vor Sicherheitslücken.

Obwohl Cloud-Anwendungen bereits viel genutzt werden, seien westliche Unternehmen besonders vorsichtig in Bezug darauf, welche Anwendungen sie in „Public Clouds“ auslagern. Nur ein Fünftel (20 Prozent) der US- und europäischen Unternehmen wären ernsthaft bereit, ihre unternehmenskritischsten Anwendungen in „Public Clouds“ zu verlagern. Immerhin zwei Drittel der US- (66 Prozent) und nahezu die Hälfte der europäischen Unternehmen (48 Prozent) würden Kernanwendungen in „Private Clouds“ transferieren. Bei Anwendungen mit Kundendaten sinkt die Akzeptanz von Cloud-Angeboten. Unternehmen sowohl in Europa als auch den USA sind kaum bereit, diese Daten in die Cloud zu stellen.

Ein weiteres Ergebnis: Interessanter Weise falle der größte Teil der Cloud-Budgets auf Lösungen für Anwendungen für den Kundenkontakt. In den vier Regionen belegen Marketing, Vertrieb und Services mindestens zwei Fünftel des Budgets. So wünschen sich Unternehmen zum Beispiel mit Hilfe von Marketinganwendungen aus der Cloud eine stärkere Bindung an ihre Kunden. Die Vorteile aus den Cloud-Anwendungen seien beispielsweise: Unternehmen, die Cloud-Anwendungen nutzen, erhöhen ihre Anzahl von Standardanwendungen und Geschäftsprozessen, können IT-Ressourcen schneller zur Verfügung stellen, senken IT-Kosten und führen eine vergleichsweise größere Anzahl von neuen Produkten und Prozessen ein. Insbesondere Healthcare-, Automobil- und Computerhardwaresektor sind Branchen, die bei Cloud-Anwendungen führen.

Die Studie deckt auch auf, so heißt es in einer Pressemitteilung, dass nicht unbedingt Kosteneinsparungen die größte Triebfeder für die Umsetzung von Cloud-Projekten sind. Während die Reduzierung der IT-Ausgaben für Unternehmen weltweit ein wichtiger Faktor bleibt, ist das Bedürfnis, Prozesse zu verschlanken und zu beschleunigen, wichtiger. In den USA und im Asien-Pazifik-Raum gaben die teilnehmenden Unternehmen die Standardisierung von Softwareanwendungen und Geschäftsprozessen als häufigsten Grund für die Verlagerung von Inhouse-Anwendungen in die Cloud an. In Europa und Lateinamerika sei die Hauptmotivation für Cloud Computing, die IT schneller skalieren zu können.
www.tcs.com/de

Bildquelle: Magicpen/Pixelio

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