Das Internet der Dinge sammelt Vitaldaten

Risikomanagement durch Auswertung von Sensordaten

Daten, die über das Internet der Dinge gesammelt werden, werden zunehmend in Geschäftsprozesse und Managementsysteme integriert, um IT-gesteuerte Abläufe effizienter zu gestalten, Risiken zu managen, aber auch um die Lebensqualität zu erhöhen.

  • Bedingt durch den demografischen Wandel werden zunehmend ältere Menschen von Pflegediensten betreuet. Die Lösung Vitalcube von Dimension Data ermöglich die Überwachung der Vitalparameter aus der Ferne.

Um die Herausforderung des demografischen Wandels zu meistern, werden zunehmend moderne Technologien eingesetzt. Schwierigkeiten entstehen beispielsweise dann, wenn Senioren in ihrem eigenen Heim den Lebensabend bestreiten wollen und dabei dennoch auf Unterstützung angewiesen sind. Dabei sind für Pflege- und Sozialdienste der Ressourceneinsatz und das Kostenmanagement essenziell. Eine Lösung dafür kann der Vitalcube, eine Entwicklung der Dimension Data, ehemals NextiraOne Deutschland, sein.

Proaktives Risikomanagement durch Auswertung von Sensordaten

Die Lösung erfasst eine Vielzahl von Sensordaten, managet diese und kombiniert sie mit Collaboration-Funktionalitäten, um eine „Remote Care“ für Senioren – sozusagen eine Pflege aus der Ferne – zu gewährleisten. Die dabei erfassten Daten sind zum Beispiel der Kohlenmonoxidgehalt in der Raumluft, Raumtemperatur, Fenster- oder Türkontrolle und Daten von Vitalsensoren wie Pulsschlag oder Beweglichkeit.

Der Vitalcube ist dabei das technologische Kernelement, welches sowohl die Verbindung zum Monitoring als auch die Datensammlung durch verschiedene Messsensoren bereitstellt. Dabei werden Funktionalitäten von Unified Communications wie zum Beispiel Video- oder Desktop-Sharing eingesetzt und ein sicheres Netzwerk mit einem zentralen Hosting Center zur Verfügung gestellt.

Das Network Operation Center ist sowohl zuständig für die Verbindung und Kommunikation mit den einzelnen verteilten „Cubes" als auch für das Daten- und Anwendungsmanagement der miteinander verbundenen Pflegedienste. Die Erfahrung, eine Vielzahl verschiedener Endgeräte durch ein Operation Center zu managen, erlaubt es dem Anbieter nicht nur die Netzwerkinfrastruktur, sondern auch alle Einzelgeräte und Anwendungen zu überwachen. Somit kann jede Störung frühzeitig identifiziert werden.

Durch eine sichere Internetverbindung haben Pflegedienste somit jederzeit Zugriff auf das Network Operation Center. Da dies als Hosted Service angeboten wird, sind die Infrastrukturanforderungen für die einzelnen Pflegedienste gering. So reicht ein Browser, der über eine gesicherte Leitung mit dem Hosting Center verbunden ist.

Das Datenmanagement ist bei alldem die größte Herausforderung, da dies viele Sicherheitsbedenken aufwirft. Die Daten werden innerhalb des Network Operation Centers nur temporär und nur während des Zugriffs durch das Pflegepersonal gespeichert. Sonst werden die Informationen lokal vorgehalten und nur, wenn sie benötigt werden, übertragen. Beim Start des Prozesses werden die Daten in Echtzeit visualisiert und dargestellt.

Das Management Information Interface kann an spezielle Anforderungen angepasst werden und erlaubt sowohl die Darstellung der ausgewerteten Informationen als auch verschiedene Interaktionsmöglichkeiten mit dem Patienten. Ebenso kann die Anwendung um die Interaktion mit einer dritten Partei, wie zum Beispiel dem begleitenden Arzt, erweitert werden. Durch Unified-Communications-Funktionalitäten sind verschiedene Setups möglich.



Praxisbeispiel:

Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes betreut rund 50 Senioren in einer Kleinstadt und der näheren Umgebung. In ihrer täglichen Arbeit muss sie unter anderem den Vitalstatus der Patienten überwachen. Durch den Einsatz der neuen Technologie wird sie dabei unterstützt, ohne dass sie alle Patienten persönlich besuchen muss. Sie loggt sich auf der entsprechenden Webseite ein und erhält eine Übersicht – eine Art Tagebuch – über alle zu betreuenden Personen. Nach einem Klick auf den entsprechenden Patienteneintrag erhält sie alle bereits vorliegenden Daten und Informationen der letzten Woche, einschließlich Vitalparametern und Daten zur Wohnumgebung des Patienten wie zum Beispiel Zimmertemperatur, Kohlenmonoxidgehalt der Luft und eine Statistik, wann die Fenster geöffnet oder geschlossen waren.

Alle Daten werden übersichtlich in einem webbasierten Management-Cockpit auf ihrem PC präsentiert. Diese Informationen erlauben der Pflegerin schnell zu erkennen, ob einschneidende Veränderungen oder Störungen des täglichen Ablaufs vorliegen. Zusätzlich kann ein Videoanruf mit dem Patienten direkt aus der Anwendung heraus hergestellt werden, der in der Wohnung über einen Smart TV oder ein beliebiges Tablet-Device empfangen wird. So kann der Pflegedienst einfach und unkompliziert „nachschauen“, ob alles in Ordnung ist. Auch können so in Echtzeit Sensordaten abgerufen werden, wie zum Beispiel der Pulsschlag während des Videoanrufs. Eine zusätzliche Funktion erlaubt es dem Patienten durch einen einfachen Knopfdruck auf seiner Vitalwatch um Unterstützung zu bitten.  

 

www.dimensiondata.com

Bildquelle: Dimension Data

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