HP arbeitet mit BMW und Nike zusammen

Serienreifes 3D-Druckersystem vorgestellt

Mit Partnern wie BMW und Nike hat sich HP der Prototypentwicklung für die Fertigungsindustrie gewidmet und stellt nun die ersten kommerziellen, auf einer offenen Plattform basierenden 3D-Drucker der Marke Jet Fusion vor.

  • Jet Fusion

    Es wird erwartet, dass künftig bis zu 50 Prozent der Kunststoffteile für die Jet-Fusion-3D-Drucker mit der Jet-Fusion-Technologie gedruckt und gefertigt werden – und nicht mehr mit traditionellen Herstellungsverfahren.

  • 3D-Objekt

    Durch die Erweiterung der Material- und Farbpalette sollen HP-Kunden von der Möglichkeit profitieren, die Eigenschaften der Teile auf Voxelebene anzupassen.

Die Jet-Fusion-3D-Druckerlösung soll es laut Anbieter zum ersten Mal schaffen, qualitativ hochwertige physische Teile bis zu zehnmal schneller zu liefern als die derzeit verfügbaren 3D-Druckersysteme – und das für die Hälfte der Kosten. Indem Funktionsteile auf der Ebene einzelner Voxel gedruckt werden (ein Voxel ist dabei das 3D-Äquivalent des zweidimensionalen Pixels beim herkömmlichen Druck), bietet der Hersteller seinen Kunden nie dagewesene Möglichkeiten zur Anpassung der Eigenschaften der Teile und zur kundenindividuellen Massenproduktion.

„Unsere 3D-Druckerplattform ist einmalig, da sie 340 Millionen Voxel pro Sekunde und nicht nur jeweils einen Punkt verarbeiten kann. Dadurch ermöglichen wir unseren Partnern aus den Bereichen Prototypentwicklung und Fertigung schnellere Baugeschwindigkeiten, funktionelle Teile und Wirtschaftlichkeit“, erklärt Stephen Nigro, Leiter des 3D-Druckgeschäfts von HP. „Die neue 3D-Druckerlösung bietet eine Kombination aus Geschwindigkeit, Qualität und Kosten. Unternehmen und Hersteller können nun die Konzeption und Bereitstellung der Lösungen für ihre Kunden neu überdenken.“

Die neue Druckerlösung soll das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung und Expertise in Feinmechanik, Mikrofluidik und Materialwissenschaften sein. Aber kein Unternehmen kann die globale Fertigungsindustrie im Alleingang umkrempeln. HP kann an dieser Stelle auf die Anregungen und die Unterstützung von Herstellern, Entwicklungspartnern und strategischen Partnern zählen, darunter Nike, BMW, Autodesk, Jabil, Johnson & Johnson, Materialise, Proto Labs, Shapeways und Siemens.

„Seit einigen Jahren nutzen wir den 3D-Druck, um Neuheiten im Bereich ‚Footwear’ zu entwickeln. Wir freuen uns, einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir unsere Kapazitäten ausbauen und weiterentwickeln können. Dies ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung neuer Hochleistungsprodukte, die Athleten dabei unterstützen, ihr Potential bestmöglich auszuschöpfen“, sagt Tom Clarke, President of Innovation bei Nike.

„BMW hat bereits frühzeitig innovative Technologien aus dem Bereich der generativen Fertigung aufgegriffen, insbesondere im Bereich der Prototypentwicklung bei Konzeptfahrzeugen und Vorserien. Unsere Planung sieht für die Zukunft eine serielle Teileproduktion und eine starke Individualisierung vor. In diesem Zusammenhang sehen wir das Potential in unserer Partnerschaft darin, dass wir nun die Möglichkeit haben, diese neue Art der 3D-Drucktechnologie in einem frühen Stadium zu erforschen“, so Jens Ertel, Leiter des Additive Manufacturing Center der BMW Group.

Das Modell Jet Fusion 3D 4200 soll gegen Ende des Jahres 2016 ausgeliefert werden, der Jet Fusion 3D 3200 folgt 2017 in ausgewählten Ländern in EMEA. Zunächst werden die Geräte in Österreich, Belgien, Irland, Italien, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Spanien und der Schweiz verfügbar sein, heißt es. Weitere Länder sollen in der zweiten Jahreshälfte 2017 folgen. Der Drucker 3D 3200 sei ab 120.000 Euro erhältlich. Die komplette Ende-zu-Ende-Lösung sei ab 145.000 Euro erhältlich.

Bildquelle: HP

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