Native Cloud-Apps

So klappt der Profibetrieb

Immer häufiger entwickeln Unternehmen ihre eigenen nativen Cloud-Apps. Beim mitunter aufwändigen Betrieb hingegen kommen spezialisierte Managed Cloud Provider ins Spiel.

Glaeserne Gebaeudefront mit Bueros

Immer mehr Anwenderunternehmen setzen auf eine sogenannte Cloud-First-Strategie.

War eine Cloud-First-Strategie vor einigen Jahren noch wenigen internationalen Software-Riesen wie Amazon oder Microsoft vorbehalten, setzen inzwischen immer mehr Anwenderunternehmen auf Cloud-Services. Für Deutschland konstatiert der jüngste Cloud-Monitor des Digitalverbands Bitkom im Auftrag von KPMG gar einen regelrechten Boom. Nutzten 2016 erst 65 Prozent der Unternehmen Cloud Computing, waren es 2018 schon 73 Prozent – Tendenz steigend. Laut den Marktanalysten von Gartner wird der weltweite Umsatz rund um Services für Cloud-Management und Security von rund 12,2 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr bis 2022 auf circa 18 Milliarden US-Dollar wachsen.

Mit der Entwicklung nativer Cloud-Apps stellen sich Unternehmen zukunftsfähig auf. Gleichzeitig eröffnen sich ihnen enorme Spielräume in Sachen Agilität und Flexibilität. „Cloud Native Apps lohnen sich für Unternehmen aller Branchen, die einen Bedarf an individueller Software haben oder die bestehenden, selbstentwickelten Cloud-Anwendungen agiler gestalten wollen“, sagt Helen Wohlfahrt-Kuhn, T-Systems International Head of Sales & Marketing PaaS & Big Data.

Wandern betriebswirtschaftliche Anwendungen in die Wolke, sind diese rund um die Uhr und ortsunabhängig verfügbar. Onlineshops und die damit verknüpfte Warenwirtschaft kennen keinen Ladenschluss und sorgen in allen Zeitzonen für mehr Umsatz. Vertriebsmitarbeiter greifen von unterwegs auf die benötigte Kundenhistorie zu und gehen bestens präpariert ins nächste Verkaufsgespräch. Und Manager haben auf ihren Geschäftsreisen jederzeit Einblick in aktuellste Kennzahlen, um auch von unterwegs fundierte, strategisch relevante Entscheidungen treffen zu können.

Weiterentwicklung mit agilen Methoden

Was Cloud-Apps bei aller Flexibilität aber nicht von klassischer On-Premises-Software unterscheidet: Wartung und Weiterentwicklung. Allerdings ist der Aufwand dafür deutlich geringer. Cloud-Apps lassen sich auf Knopfdruck aktualisieren, Updates und neue Versionen weltweit schnell und unkompliziert einspielen. Dadurch lässt sich Versionschaos vermeiden und alle Nutzer – egal ob in Berlin, New York oder Shanghai - befinden sich auf dem gleichen Stand.

Gibt es beim Cloud-Betrieb Engpässe, weil etwa Personal oder Fachwissen fehlen, lohnt sich die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Hier haben sich in der Vergangenheit spezialisierte Managed Cloud Provider am Markt etabliert, die aus einer Hand ein breites Servicespektrum abdecken. Sie greifen den Verantwortlichen unter die Armen und sorgen dafür, dass die Systeme stets verlässlich weiterlaufen. Teure und schwer zu findende IT-Fachkräfte müssen sich nicht mit Fragen zu Wartung und Administration aufhalten, sondern können sich höherwertigen und strategischen Aufgaben widmen.

Je nach Bedarf gehen die Provider den Kunden bereits in der frühen Planungs- oder der anschließenden Entwicklungsphase zur Hand. Die externe Unterstützung reicht von der Beratung und Analyse der bestehenden IT-Landschaft, über den Einsatz agiler Methoden wie DevOps, bis zur Entwicklung eines entsprechenden Migrations- und Implementierungspfades in die Cloud.

Die Cloud-Sicherheit im Blick

Im Anschluss übernimmt der Provider den Betrieb der Cloud-Apps. Egal, auf welcher Cloud-Plattform die Apps aufsetzen – ob Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) oder Open Telekom Cloud: Spezialisierte Dienstleister beherrschen sämtliche Varianten. Technisch basieren die Cloud-Apps auf einer Reihe voneinander unabhängiger Microservices, die in einem Container zu einem Paket zusammengefasst sind.

Die externen Experten überwachen und kontrollieren die Cloud-Dienste, damit diese stabil laufen und höchste Verfügbarkeit bieten. Treten Fehler auf, lassen sie sich in der Regel schnell erkennen und beheben. Professionelle Sicherheitslösungen helfen, Cyberangriffe zuverlässig abzuwehren. Stellt T-Systems dabei den Vertrag für die Cloud Lösung, dann profitieren die Kunden auch Cloud-übergreifend von den Sicherheitslösungen der Telekom, die sie selbst zu ihrem Schutz einsetzt. Andernfalls unterstützt der Dienstleister allein beratend in sämtlichen Fragen rund um Cybersecurity.

 

Auswahlkriterien für Managed Cloud Provider

  • Konformität mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
  • Transparente Sicherheitsarchitektur und -kontrollen
  • Integrationsfähigkeit der Lösungen
  • Ausstiegsstrategie (Exit) im Vertrag regelbar
  • Hauptsitz im Rechtsgebiet der EU
  • Rechenzentrum im EU-Rechtsgebiet
  • Unabhängige Zertifikate
  • Mögliche Datenverschlüsselung durch Cloud-Nutzer
  • Unterstützung bei der Umsetzung hybrider Cloud-Konzepte
  • Interoperabilität der Lösungen verschiedener Cloud-Provider

(*Quelle: Cloud-Monitor 2019, Bitkom, KPMG)

 

Bildquelle: iStockphoto

 

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