Mitarbeiter optimal einbinden

So klappt die Telearbeit

Wenn Telearbeit und Home Office falsch laufen: verschiedene Wege, die Mitarbeiter optimal einzubinden

Einige Unternehmen glauben, dass sich Kreativität nur im Büro vor Ort entfalten kann.

Einige Unternehmen glauben, dass sich Kreativität nur im Büro vor Ort entfalten kann.

Keine Telearbeit mehr, Ende des Home Office bei IBM. Big Blue ist jedoch nicht das erste Unternehmen, das diesen Schritt zurück ins Büro vollzogen hat. Viele Unternehmen versuchen, die Telearbeit einzudämmen, um die Produktivität in den Büros wieder zu steigern und Ideen und Input wieder zentral zu bündeln. Aber die Realität – zum Missfallen von IBM und seinen „Zurück-ins-Büro“-Vorläufern wie Yahoo und Hewlett-Packard – ist, dass der Trend zur Telearbeit unumkehrbar ist. Das heißt aber nicht, dass die Produktivität darunter leiden muss.

Die Vorteile von Telearbeit und Home Office sind vielfältig. Engagierte Mitarbeiter erhalten die dringend benötigte Flexibilität und Work-Life-Balance, und angesichts weltweit tätiger Unternehmen erweist es sich als unpraktisch, wenn nicht sogar teuer, alle Talente an einem festen Ort mit regelmäßigen Büroarbeitszeiten zu vereinen.

Einige Unternehmen glauben, dass sich Kreativität nur im Büro vor Ort entfalten kann. Wird allerdings die Telearbeit nicht gefördert, ist dies ein Rückschritt. In Fällen wie dem Ultimatum bei IBM wird Telearbeit oft für sinkende Einnahmen verantwortlich gemacht. Unternehmen sollten Home-Office-Mitarbeiter effizienter verwalten, um nicht in diese Falle zu tappen. Der erste Schritt besteht darin, anzuerkennen, dass die Möglichkeit zur Telearbeit für mehr und mehr Mitarbeiter sehr wichtig ist. Zudem muss das Verständnis aufgebaut werden, warum Telearbeit zunehmend beliebter wird.

Präferenzen der neuen Generation


Flexible Arbeitsregelungen sind nicht mehr nur ein Privileg – sie werden erwartet. Die neue Generation von Angestellten, auch „Generation Smartphone“ genannt, ist sehr an diesem Privileg interessiert. Telearbeit wird aus einer Vielzahl von Gründen erwartet, vor allem aufgrund der Work-Life-Balance. Der tägliche Weg zur Arbeit zwingt die Mitarbeiter mehr denn je auf die Straße. Deutsche pendeln im Schnitt rund 17 Kilometer zur Arbeit. Dies bedeutet, dass pro Tag fast eine Stunde verloren geht, in der andere Dinge erledigt werden könnten, z.B. beim Essen mit der Familie anwesend sein oder Sport zu treiben – was für zufriedenere Mitarbeiter sorgt. Der Entzug von Home Office-Privilegien sollte nicht die Antwort darauf sein, wenn Telearbeiter nicht optimal eingebunden sind und eine Lücke zwischen ihnen und dem Büro zu entstehen droht oder sich gar schon manifestiert hat. Die entsprechende Technik – wie beispielsweise Videokonferenzen und Cloud Computing – ermöglicht es, Telearbeiter so einzubinden, als wären sie vor Ort im Büro. Dabei bleibt ihre Flexibilität erhalten. Gleichzeitig kann die Nutzung von Videokonferenzen hohe Reisekosten verringern, die sonst im Unternehmen anfallen würden.

Eine von dem Kommunikationsspezialisten Lifesize im letzten Jahr durchgeführte Umfrage zeigt auf, dass Videokonferenzen dazu beitragen, sowohl die Produktivität als auch das Engagement der Mitarbeiter zu steigern.

Produktivität: Im Durchschnitt fühlen sich 75 Prozent der Telearbeiter, die Videokonferenzen nutzen, produktiver. Telearbeiter nennen dabei Vorteile wie weniger Multitasking bei einem Video- als bei einem Telefonanruf, die schnellere Fertigstellung eines Projekts oder einer Aufgabe und eine bessere Möglichkeit, wichtige Punkte und Argumente zu kommunizieren.

Engagement: Rund 98 Prozent der befragten Videonutzer sind der Meinung, dass Videokonferenzen dazu beitragen, Beziehungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens aufzubauen.

Wird akzeptiert, dass Telearbeit nicht mehr wegzudenken ist, und werden die Teams mit der passenden Technologie ausgestattet, sind zwei wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiche Telearbeit erfüllt.

Telearbeit und Home Office können sowohl für Vorgesetzte als auch für Mitarbeiter entmutigend sein. Die Zurückhaltung kann von der Angst herrühren, dass, wenn Arbeit nicht als physisch anwesend gesehen wird, Telearbeit zum Nichtstun verleitet. Videokonferenzen helfen dabei, dies zu widerlegen und mit dem Mittel der Kommunikation die Telearbeit zu rehabilitieren. Wird dies richtig umgesetzt, kann Videotechnik die Kommunikation mit jedem Ort und zu jeder Zeit beschleunigen und Mitarbeiter, Kunden und Partner in Kontakt bringen, die sich sonst über einen Telefonanruf kontaktieren müssten.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Dies bedeutet, dass Telearbeit kein Hindernis für Produktivität und Engagement sein muss. Allerdings ist sie nur dann erfolgreich, wenn sie sorgfältig verwaltet und mit entsprechender Technologie unterstützt wird, um Zusammenarbeit, Vertrauen und Kommunikation zu ermöglichen.

Bildquelle: Lifesize

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