Intelligente Datenanalyse-Tools

So lassen sich Daten schnell aufbereiten

Wie man mithilfe von Datenanalyse-Tools schnell und mit wenigen Klicks die heutige Datenflut in den Begriff bekommt, erklärt Daniel Müller von BI Excellence Software im Interview.

  • Moderne Datenanalysen-Tools

    Datenanalyse-Tools sind eine echte Arbeitserleichterung für Unternehmen

  • Daniel Müller, BI Excellence Software

    Daniel Müller, Sales Manager bei der BI Excellence Software GmbH

IT-DIRECTOR: Herr Müller, Datenanalyse-Tools sind in aller Munde. Warum eigentlich?
D. Müller:
Datenanalyse-Tools sind eine echte Arbeitserleichterung für Unternehmen. Informationen manuell aufzubereiten, ist angesichts der Datenflut heutzutage schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Mit einem entsprechenden Tool lassen sich beispielsweise Daten aus jeder beliebigen Quelle an einer Stelle analysieren. Nehmen wir Medienagenturen zur Veranschaulichung: Dort fallen Informationen in Google Analytics, Adwords, Facebook oder Sistrix an. Nutzen Mitarbeiter eine BI-Lösung, können sie alle Informationen zentral zusammenführen und bekommen schnell und einfach einen Gesamtüberblick. Zusätzliche Funktionen vereinfachen die Arbeit weiter. Anwender haben die Möglichkeit, die Informationen in individuellen Dashboards zu bündeln. Nutzer können darin CSS- oder Javascript-Dateien verwenden oder die Visualisierungsmöglichkeiten mithilfe eigener Chart-Bibliotheken erweitern. Auch Corporate-Design-Farben und Logos lassen sich mühelos darstellen. Neben dem Dashboarding ist ein Benchmarking verschiedener Kennzahlen möglich.

IT-DIRECTOR: Was bedeutet das?
D. Müller:
Anwender können KPIs und Beziehungen zwischen den Daten modellieren sowie die Werte der Kennzahlen mit einem Score-System beurteilen. Datenanalyse-Tools vereinfachen außerdem das Erstellen von Präsentationen, Dokumenten oder Kalkulationen. Jede beliebige Datenquelle lässt sich direkt an ein Präsentationsprogramm wie Powerpoint anbinden und anschließend als Chart visualisieren. Nach diesem Prinzip lässt sich eine Präsentation mit Live-Daten aufbauen, ohne dass der Nutzer das Präsentationsprogramm verlassen muss. Im nächsten Quartal werden mit nur einem Klick auf „Aktualisieren“ alle Daten aufgefrischt und der neue Bericht steht bereit.

IT-DIRECTOR: Wie funktioniert ein Datenanalyse-Tool?
D. Müller:
Die Anwender können benutzerdefinierte Sichten auf Daten jeder Quelle erstellen, ohne sie dort zu ändern. Damit die Nutzer auf unterschiedliche Quellen zugreifen können, werden die Informationen gebündelt. Die Daten der Besucher einer Facebook-Seite, einer Website und einer Twitter-Seite, was technisch drei verschiedene Datenquellen sind, werden unter der Bezeichnung „Besuche“ zusammengefasst. Der Nutzer kann selbst bestimmen, welche Datenquellen er kombinieren möchte und welche Daten – beispielsweise welche Kennzahlen – gezeigt werden sollen. Hierarchien sind nützlich, um die Berichte zu strukturieren. Anwender haben die Option, alle Berichte und Dashboards frei definierbaren Benutzergruppen zuzuordnen. So haben Nutzer aus dem Marketingteam etwa nur Einblick in die Dashboards für das Marketing, während das Management Zugriff auf alle Dashboards hat.

IT-DIRECTOR: Wie lange dauert es, bis ein Template nach Kundenwunsch erstellt ist?
D. Müller:
Das hängt von der Komplexität des Dashboards ab. Jedes Unternehmen hat andere Anforderungen. Für die Datenanbindung, Konfiguration der Sichten und ein einfaches Dashboard ist bei einem Fachmann eine Stunde realistisch. Mit ein wenig Einarbeitung kann das der Anwender aber auch selbst. Die Anbindung einer neuen Datenquelle ist komplizierter und dauert in der Regel länger, ungefähr einen Tag. Das liegt daran, dass ein Connection Template definiert werden muss. Es übersetzt die Sprache der Datenquelle in die Systemsprache. Bei einem komplexen Dashboard, eigenen Chart- und Styledefinitionen und unterschiedlichen Sichten auf viele Datenquellen, können es auch ein bis zwei Tage werden. Das ist aber das Maximum, länger dauert es nicht.

IT-DIRECTOR: Welche IT-Infrastruktur ist für den Einsatz notwendig?
D. Müller:
Grundsätzlich funktionieren BI-Lösungen als Cloud- und On-Premises-Version. Bei der Cloud-Version steht der Server im Rechenzentrum des Anbieters. Über das Internet greift der Benutzer auf den Dienst zu. In diesem Fall ist dann auch kein Ausbau der IT-Infrastruktur im eigenen Unternehmen nötig. Aber bei der On-Premises-Version wird der Server inhouse installiert. Dann braucht es noch eine Windows-Maschine, um den Server im firmeninternen Netzwerk verfügbar zu machen und das System ist einsatzbereit.

IT-DIRECTOR: Die Verantwortlichen entscheiden sich für die Einführung einer BI-Lösung: Wie groß ist der Return on Invest (ROI) nach einem Jahr?
D. Müller:
Das kommt auf die Größe und Komplexität des Projekts an. Je vielschichtiger das Reporting, desto höher auch der ROI. Der Bankensektor ist ein gutes Beispiel. Die Risikomanagementberichte dort sind in aller Regel sehr umfangreich: Über 100 SAP Queries sind keine Seltenheit. Wer sie manuell aus dem SAP-System in Microsoft Word kopiert, hat eine lange Arbeit vor sich. Eine Person braucht dafür eine ganze Woche. Mit einer BI-Lösung wird der Bericht einmal aufgebaut und kann jeden Monat mit nur einem Klick aktualisiert werden. Agenturen profitieren insofern, dass sie mit BI-Anwendungen ein standardisiertes Reporting für beliebig viele Kunden erstellen können. Die Dashboards werden einmal erstellt und dann für die Accounts – beispielsweise Google Analytics  ̶  jedes Kunden kopiert. Je höher die Anzahl der Kunden, desto größer auch der Return on Invest.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, BI Excellence Software

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