Intelligente Datenanalysen für Big Data

So planen die Vereinten Nationen humanitäre Einsätze

Ab sofort arbeiten Qlik, ein Anbieter visueller Datenanalyse, und die Vereinten Nationen zusammen, um die Möglichkeiten von Datenanalysen für globale humanitäre Einsätze besser auszuschöpfen. Ziel ist es, Effizienz und Wirkung von Hilfseinsätzen positiv zu beeinflussen.

Hauptsitz der Vereinten Nationen

Mit einem Tool zur Datenanalyse wollen die Vereinten Nationen ihre globalen humanitären Einsätze besser steuern.

Die Vereinten Nationen nutzen über das Amt für Informations- und Kommunikationstechnologie (Office of Information and Communications Technology, OICT) die plattformbasierte Qlik-Software, um visuelle Analytics-Anwendungen zu erstellen, mit denen Informationen besser aggregiert und dargestellt werden können. Die einfache Bedienbarkeit soll schnell für wertvolle Erkenntnisse sorgen, die zügiges Handeln ermöglichen. Die Partnerschaft mit den Vereinten Nationen ist Teil des Corporate-Social-Responsibility-Programms des Anbieters, innerhalb dessen man Software und Services zur Verfügung stellt, um die Arbeit humanitärer Organisationen zu verbessern, indem mehr Einsichten aus komplexen Informationsmengen gewonnen werden können.

Die Partnerschaft mit dem Analysespezialisten untermauert eigenen Angaben zufolge einen entsprechenden Ansatz der Vereinten Nationen: Probleme in vielen Teilen der Welt sind demnach keine rein lokalen Herausforderungen, sondern wirken sich auf andere aus. „Ein Absturz in einem Markt kann eine Krise auf der ganzen Welt auslösen. Deshalb ist es so wichtig, das Beste aus gemeinsamen Stärken zu machen. Wir müssen zusammenarbeiten – und zwar in allen Branchen, seien es Finanzen, Investitionen, Handel oder Technologie. Es gibt viele Beispiele dafür, wie durch geteiltes Wissen und das Nutzen gemeinsamer Ressourcen schnell und effektiv Lösungen zu finden sind“, erklärt das Generalsekretariat der Vereinten Nationen.

Das OICT unterstützt die Vereinten Nationen darin, die Ziele nachhaltiger Entwicklung zu analysieren. Dazu werden Indikatoren aus großen verfügbaren Datenmengen identifiziert und aufbereitet, um auf deren Grundlage Verbesserungen nachzuvollziehen und Hindernisse für die Wohlfahrt der Bevölkerung zu erkennen.

  • Das "Data Portal for Minimum Set of Gender Indicators" hält wichtige geschlechterspezifische Statistiken aus Bereichen wie Bildung, Arbeitsmarkt und Gesundheit vor, die wichtig dafür sind, die Unterschiede in der sozialen und wirtschaftlichen Lage von Frauen und Männern zu messen. Ziel der Gender-Statistiken ist es, Daten zu identifizieren, zu sammeln und zu verarbeiten, welche die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern reflektieren und sich an politischen Fragen in Bezug auf Gleichberechtigung orientieren. Die App wurde beim 6. „Global Forum on Gender Statistik“ in Helsinki, Finnland, von der Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten ins Leben gerufen. Das Forum ist mit zahlreichen Regierungsvertretern aus aller Welt besetzt sowie mit UN-Abteilungen, die an Geschlechterfragen arbeiten.
  • Die "Security Council Highlights 2015 App" analysiert Ergebnisse des Sicherheitsrats aus 245 Sitzungen, 64 Beschlüssen und 26 Präsidentenerklärungen. Die Öffentlichkeit kann damit Tagesordnungspunkte, Aufgaben des Sicherheitsrates, Entscheidungen, Abstimmungen und vieles mehr erkunden, heißt es.
  • Die "Comtrade Analytics App" der UN Statistics Division enthält interaktive Visualisierungen von Zeitreihen, die die neuesten Handelsdaten in UN Comtrade reflektieren und zum Download zur Verfügung stehen. Datenlücken wurden dabei so weit wie möglich abgeschätzt und entsprechend gekennzeichnet. Export- und Importdaten der verschiedenen Länder werden in einer Weltkarte angezeigt, die nach Handelsintensität, Handelsbilanzen, Top-Handelspartnern oder meistgehandelten Produkten farblich visualisiert ist. Möglich ist die Auswahl nach einzelnen oder mehreren Ländern, Regionen, Rohstoffen oder Zeiträumen.

Bildquelle: Thinkstock/Purestock

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