Eco-Verband stellt Lagebericht vor

So schützen sich Nutzer vor Crypto Mining

Unerwünschtes Crypto Mining nimmt zu und immer mehr Internetnutzer erzeugen beim Besuch einer Webseite wissentlich oder unwissentlich Kryptowährungen für Dritte. Dabei können Antiviren-Lösungen und Scriptblocker unerwünschtes Mining stoppen.

  • So schützen sich Nutzer vor Crypto Mining

    Der Eco-Verband stellte nun seinen Lagebericht zum Thema Crypto Mining vor. ((Bild: Thinkstock/iStock))

  • So schützen sich Nutzer vor Crypto Mining

    „Unternehmen sollten auch auf Anomalien im Stromverbrauch achten", sagt Markus Schaffrin, Security-Experte und Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices im Eco-Verband. ((Bild: Eco-Verband))

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) stellt im aktuell vorgestellten Lagebericht 2018 fest: Die Bedrohung durch Ransomware verlagert sich Richtung Crypto Mining. Immer häufiger lagern Webseitenbetreiber das sogenannte Schürfen von Kryptowährungen unbemerkt an Surfer im Internet aus. Alles, was es dazu bedarf, ist das Platzieren entsprechender Scripte auf einem Webserver. Daraus sind inzwischen erste Geschäftsmodelle entstanden. „Für Cyberkriminelle ist es ein lohnendes Geschäft, hochfrequentierte Webseiten mit einem Crypto Miner zu infizieren“, sagt Markus Schaffrin, Security-Experte und Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices im Eco-Verband der Internetwirtschaft e.V.

Crypto-Mining-Scripte erkennen und blockieren

Unternehmen können sich ebenso wie private Internetnutzer vor ungewolltem Crypto Mining im Webbrowser schützen, indem sie ihre Systeme durch regelmäßige Updates aktuell halten und Antiviren-Lösungen oder Scriptblocker einsetzen. Diese sind inzwischen in der Lage, viele Crypto-Mining-Scripte zu erkennen und deren Ausführung zu verhindern.

Gefahr geht dabei weniger von stark frequentierten Seiten aus, die sind in der Regel gut geschützt. Daher versuchen Cyberkriminelle, solche Scripte in Werbenetzwerken zu platzieren und so eine hohe Reichweite bei der Verbreitung der Schadsoftware zu erreichen. Der Versuch, das Werbenetzwerk einer Video-Plattform zu nutzen, flog Anfang 2018 auf. Seitdem sind viele Website-Betreiber auf der Hut und prüfen Werbemittel noch intensiver auf entsprechende Cryptominer.

Crypto Mining als Geschäftsmodell

Eine weitere Möglichkeit stellt das Einbringen von Cryptominern in Unternehmensnetzwerke oder Rechenzentren dar. Hier traf es in diesem Jahr einen Produzenten von Elektroautos. „Unternehmen empfehlen wir deshalb, künftig neben Auffälligkeiten bei den CPU-Leistungen auch auf Anomalien im Stromverbrauch zu achten“, sagt Schaffrin. Zwar verursacht das Platzieren von solcher Schadsoftware bei Unternehmen zunächst nur eine höhere Stromrechnung, doch es besteht auch das Risiko, dass Angreifer dieselben Sicherheitslücken ausnutzen, um andere Schadsoftware dort zu platzieren.

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok