Privileged Access Security

So schützt sich Deutschland vor Cyberattacken

Laut einer neuen Umfrage von Cyberark glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie.

Hackerangriff

Nach wie vor unterschätzen Unternehmen oft die mit Cloud, IoT, RPA oder DevOps verbundenen Sicherheitsgefahren.

Der aktuelle „Global Advanced Threat Landscape 2019 Report“ hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten, können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

Obwohl die Untersuchung ergeben hat, dass Privileged Access Security für die Befragten eine zentrale Komponente einer effizienten Cybersecurity-Strategie ist, werden grundlegende Technologien für die digitale Transformation nicht geschützt:

  • 96 Prozent erklären, dass die IT-Infrastruktur und kritische Daten erst dann vollständig geschützt sind, wenn privilegierte Konten und Zugangsdaten gesichert sind.
  • Eine Privileged-Access-Security-Strategie haben aber nur 47 Prozent für geschäftskritische Applikationen und 42 Prozent für Cloud-Infrastrukturen. Noch ernüchternder sind die Zahlen bei DevOps (38 Prozent) und IoT (33 Prozent).
  • Darüber hinaus herrscht weitgehend Unwissenheit über das Vorhandensein von privilegierten Accounts und Zugangsdaten: Nur 22 Prozent ordnen sie Containern, 18 Prozent Source-Code-Repositories und 28 Prozent RPA zu. In der Tat finden sie sich aber in allen genannten Umgebungen.
  • Immerhin erkennen die befragten Unternehmen zunehmend die Bedeutung von Privileged Access Security. 27 Prozent aller Investitionen in die IT-Sicherheit wollen sie in den nächsten zwei Jahren in diesem Bereich tätigen.

„Nach wie vor unterschätzen Unternehmen oft die mit Cloud, IoT, RPA oder DevOps verbundenen Sicherheitsgefahren. Ohne eine zuverlässige Verwaltung, Sicherung und Überwachung der administrativen, privilegierten menschlichen und technischen Zugriffe bleiben sie leicht angreifbar“, betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei Cyberark. „Eine proaktive Cybersecurity-Strategie muss immer ganzheitlich gesehen werden und deshalb alle modernen Infrastrukturen und Applikationen im Blickfeld haben. Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem Privileged-Access-Management zu. Nicht umsonst hat es Gartner im zweiten Jahr in Folge als das Top-1-Sicherheitsprojekt für Unternehmen eingestuft.“

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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