Beta gestartet

So sieht das digitale Bürgerportal des Bundes aus

Die Testversion des digitalen Bürgerportals gibt einen ersten Eindruck davon, wie unkompliziert Behördengänge in Zukunft aussehen könnten.

E-Government-Taste auf Tastatur

Behördengänge auf Knopfdruck: Mit dem digitalen Bürgerportal vielleicht schon bald Realität.

Die Mehrheit der deutschen wünscht sich, Ämtergänge von Zuhause aus erledigen zu können. Das hat eine aktuelle Umfrage des Digitalverbandes Bitkom ergeben, für die mehr als 1.000 Menschen im Alter von 14 Jahren und aufwärts befragt wurden. Der Staat hinke den Bürgerwünschen hinterher, hieß es dementsprechend. Die Lösung – ein digitales Bürgerprotal – wurde bereits mit dem Koalitionsvertrag versprochen. Nun ist eine Beta-Version des Angebots in Betrieb, mit der erstmals der Funktionsumfang und die Bedienung des ambitionierten Projekts getestet werden kann.

Nach der prominent platzierten Suche wird auf der Seite zunächst einmal zwischen Bürgern und Unternehmen unterschieden. Privatpersonen finden hier gleich eine ganze Reihe an Leistungen, die in Zukunft online genutzt werden können. Das geht mit dem Beantragen von Kindergeld, BAföG oder einem Anwohnerparkausweis los und reicht bis zur Abmeldung vom Rundfunkbeitrag oder Änderung des Hauptwohnsitzes. Für Unternehmen stehen mit Kategorien wie „Gründung”, „Steuern und Abgaben”, „Finanzierung und Förderung” oder „Bauen und Immobilien” ebenfalls zahlreiche Leistungen zur Verfügung. Über einen Stichwortkatalog lassen sich die Leistungen zudem auch in Gänze und alphabetisch sortiert auflisten.

Wer an der Gestaltung des Portals aktiv mitwirken möchte, hat die Möglichkeit, seine Meinung über eine Umfrage mitzuteilen. Die bisher aufgeführten Leistungen beziehen sich auf das Angebot der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen und diverser Kommunen aus Nordrhein-Westfalen. Der Umfang soll fortlaufend aktualisiert werden, bis im Jahr 2022 dann alles online erledigt werden könne, wie Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) dem „Tagespiegel” bereits im vergangenen April verriet.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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