Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine

So sieht die Arbeitswelt im Jahr 2030 aus

Die Studie „Realizing 2030: Die Zukunft der Arbeit“ von Dell Technologies und dem Institute for the Future (IFTF) benennt die großen Herausforderungen, denen Arbeitnehmer und Unternehmen im nächsten Jahrzehnt gegenüberstehen werden.

Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine

Viele sind optimistisch, was die Chancen angeht, die sich aus der Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine ergeben.

Das zentrale Ergebnis: Die Ära der Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine kommt – davon sind die befragten Führungskräfte überzeugt. Die Studie identifiziert vier Technologien, die die Arbeitswelt von morgen neu strukturieren werden: kollaborative KI, multimodale Schnittstellen wie haptisches 3D-Feedback oder Gestenerkennung, sichere verteilte Ledger wie Blockchains sowie Extended Reality (XR). Diese Technologien werden entscheidend dafür sein, dass Menschen und Maschinen einerseits im Einklang miteinander arbeiten können und sich die Menschen andererseits auf sinnvolle, kreative und nachhaltige Aufgaben konzentrieren können. Beim Einsatz dieser Technologien müssen jedoch verschiedene Herausforderungen gemeistert werden, einschließlich algorithmischer Vorurteile, digitaler Qualifikationslücken sowie Arbeitnehmerrechte und -schutz.

Algorithmische Vorurteile: 67 Prozent der Führungskräfte (Deutschland: 51 Prozent) gehen davon aus, dass sie neue Technologien einsetzen werden, um durch die Beseitigung menschlicher Vorurteile bei der Entscheidungsfindung für mehr Chancengleichheit zu sorgen. Die Bewerber müssen allerdings verstehen, wie ihre Profile von Machine-Learning-Tools, die von den Unternehmen genutzt werden, ausgewertet werden. Eine vollständige Transparenz der Kriterien, die in algorithmischen Einstellungsverfahren verwendet werden, wird unerlässlich sein, um Vertrauen zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern aufzubauen.

Lücken in der digitalen Kompetenz: 60 Prozent der befragten Führungskräfte (Deutschland: 39 Prozent) glauben, dass ihre Mitarbeiter bis 2030 bei der Nutzung neuer Technologien fit sein müssen. Den Unternehmen kommt dabei eine besondere Rolle zu: Die Fähigkeit, erfahrene Arbeitskräfte umzuschulen und eine neue Generation von Arbeitskräften zu fördern, wird von entscheidender Bedeutung sein. Aus Sicht der Experten müssen Mitarbeiter zudem über die notwendigen Skills verfügen, um Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) anwenden zu können. Gleichzeitig fördern 46 Prozent der Führungskräfte (Deutschland: 37 Prozent) die Entwicklung der unternehmenseigenen digitalen Fähigkeiten und Talente, indem sie ihren Mitarbeitern beispielsweise Programmierkenntnisse vermitteln.

Arbeitnehmerrechte und -schutz: Angesichts der sich ändernden Arbeitsbedingungen werden neue Richtlinien erforderlich sein, um die Arbeitnehmerrechte umfassend zu schützen. Die Führungsebene muss zudem Veränderungen in der Arbeitsorganisation vorantreiben, die mit dynamischen Arbeitsabläufen Schritt halten können. 44 Prozent der Befragten (Deutschland: 41 Prozent) fordern bereits eine KI-Regulierung und Klarheit über deren Verwendung.

Trotz der Herausforderungen, die von den Führungskräften erkannt wurden, sind 83 Prozent der Befragten (Deutschland: 61 Prozent) der Meinung, dass sich die Art und Weise des Arbeitens dank der neuen Technologien zum Besseren verändern wird. Viele sind zudem optimistisch, was die Chancen angeht, die sich aus der Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine ergeben. 70 Prozent der Führungskräfte (Deutschland: 57 Prozent) würden es begrüßen, wenn Mitarbeiter mit Maschinen oder Robotern zusammenarbeiten, um dadurch menschliche Grenzen zu überwinden. 86 Prozent (Deutschland: 79 Prozent) planen den Einsatz neuer Technologien zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität.

Aus Sicht des IFTF werden drei wesentliche Faktoren das Arbeitsumfeld im nächsten Jahrzehnt prägen: Chancengleichheit im Beruf, befähigte Mitarbeiter und KI-Kompetenz.

Chancengleichheit im Beruf: Partnerschaften zwischen Mensch und Maschine werden gerechtere Arbeitsplätze schaffen, da die Kandidaten nach ihren Fähigkeiten und nicht nach Geschlecht, Alter oder sonstigen Kriterien bewertet werden. So werden sich Unternehmen beispielsweise auf KI verlassen, um menschliche Vorurteile im Einstellungsprozess zu reduzieren, die Bildung optimaler Teams am Arbeitsplatz zu steuern und Anreize zur Steigerung von Produktivität, Arbeitsmoral und Mitarbeiterbindung zu schaffen.

Befähigte Mitarbeiter: Mitarbeiter werden auf ganz andere, immersive Weise zusammenarbeiten, da Technologien wie Extended Reality sie mehr als je zuvor unterstützen werden. Verfahren zur Zusammenarbeit in Echtzeit, die bereits in Gaming-, Coding- und verteilten Communitys bekannt sind, werden auch zur Etablierung stärker vernetzter Arbeitsweisen eingesetzt. Ganze Teams können Arbeit gemeinsam angehen, ausführen und miteinander interagieren.

KI-Kompetenz: KI wird die menschlichen Fähigkeiten ergänzen und erweitern, anstatt sie zu ersetzen. Mit KI vertraute Mitarbeiter werden ihre Fähigkeiten einsetzen, um Workflows zu managen, Aufgaben zu erledigen und die erfassten Daten leichter zu verstehen. Ein tiefgehendes Verständnis der KI sowie der Mensch-Maschine-Systeme kann menschliches Potenzial freisetzen und die Mitarbeiter von der Masse abheben.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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