Nachhaltigkeit in der VW-Lieferkette

So sorgt die Blockchain für mehr Transparenz

Bereits vergangene Woche ist der Volkswagen-Konzern einer Industrieinitiative für den verantwortungsbewussten Einkauf von strategischen Mineralien beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Technologie sollen die Effizienz, Nachhaltigkeit und Transparenz in den globalen Zulieferketten erhöht werden.

Einzelne Knotenpunkte einer Blockchain

Mittels Blockchain-Technologie soll die Rückverfolgung von Mineralien in der Lieferkette transparent werden.

Durch die Zusammenarbeit erhält der Konzern einen besseren Einblick in die Herkunft von Kobalt, das in Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge verwendet wird, heißt es in einer Pressemeldung. Darüber hinaus können auch andere Mineralien, die in der Fahrzeugproduktion verwendet werden, so nachverfolgt werden.

Die Blockchain-Technologie ergänzt die aktuell im Konzern angewendeten Beurteilungs- und Prüfverfahren und unterstützt die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) etablierten Standards für verantwortungsbewusste Beschaffung. Zudem ermöglicht die Technologie dauerhafte Aufzeichnungen der Befolgung von Compliance-Vorschriften und Regeln. Traditionell müssen sich Lieferkettenpartner und Kunden auf aufwendige manuelle Prozesse verlassen, um die Einhaltung allgemein anerkannter Industriestandards zu gewährleisten.

Die neue Plattform, die auf der IBM-Blockchain-Plattform und auf dem Hyperledger-Fabric der Linux Foundation basiert, ermöglicht die Rückverfolgung der Herkunft von Mineralien und ist für alle Unternehmen in der Lieferkette transparent, heißt es weiter. Das Netzwerk wurde von der RCS Global Group auf die Einhaltung der Standards für verantwortungsbewusste Beschaffung validiert. Die Mitglieder sollen hierbei auf sichere und unveränderliche Daten zugreifen und ergänzen können, um den Weg von Mineralien nahezu in Echtzeit verfolgen und aufzeichnen zu können.

Das Blockchain-Netzwerk umfasst aktuell Teilnehmer auf jeder wichtigen Stufe der Lieferkette von der Mine bis zum Endbenutzer. Weitere Teilnehmer sind die Ford Motor Company, Huayou Cobalt, IBM, LG Chem sowie RCS Global Group. Das Netzwerk will sich auf Basis seiner offenen Struktur darauf fokussieren, weitere Mitglieder aus anderen Industrien, wie Luftfahrt, Konsumelektronik und Minenindustrie zu gewinnen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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