Optimiertes Energiemanagement

So überwacht der Flughafen München seinen Energieverbrauch

Um seine Energieeffizienz weiter zu steigern, stattet der Flughafen München derzeit in einem Testprojekt herkömmliche Strom- und Gaszähler mit den Energycams von Q-loud, einer Tochtergesellschaft der QSC AG, aus.

Die Vernetzung von IoT-Geräten am Flughafen stellt eine besondere Herausforderung dar.

Die Vernetzung von IoT-Geräten am Flughafen stellt eine besondere Herausforderung dar.

Die Energycams digitalisieren analoge Energiezähler, indem sie die Zählerstände per Kamera und Texterkennung (OCR) auslesen und dann sicher in kurzen Zeitintervallen an die IoT-Plattform Oceanconnect von Huawei übertragen. Der Flughafen München nutzt die Informationen, um einen genaueren Überblick über die verschiedenen Energieverbräuche zu haben und Optimierungspotentiale aufzudecken.

Für die Datenübertragung kommt dabei der neue Übertragungsstandard Narrow-Band-IoT (NB) zum Einsatz. Die Technologie ermögliche die Datenübertragung im Niedrigfrequenzbereich, heißt es seitens des Dienstleisters. Die größten Vorteile dabei: Die übertragenden Geräte verbrauchen wenig Energie und können die Daten auch von schwer zugänglichen Orten aus übermitteln, wie es bei Mess- und Industrieanlagen oftmals der Fall ist. Zudem baue die Technologie auf dem bestehenden LTE-Standard auf, sodass keine zusätzliche Infrastruktur errichtet werden müsse. Der Anbieter hat dazu seine Energycams um die NB-IoT-Funktionalität erweitert und die Oceanconnect-Plattform für die Aufnahme der Daten konfiguriert. Extra für das Pilotprojekt hat Telefónica Deutschland in seinem LTE-Netz am Flughafen München den NB-IoT-Standard implementiert.

Die Vernetzung von IoT-Geräten am Flughafen stellt eine besondere Herausforderung dar: So müssen die Geräte u.a. über eine weit verteilte Fläche hinweg und in unterschiedlichen Gebäudestrukturen funktionieren, die hohen Sicherheitsanforderungen müssen eingehalten und die verschiedenen, bereits eingesetzten Frequenzbändern, dürfen nicht gestört werden. Der erstmalige Live-Einsatz von Narrow-Band-IoT-Geräten in Deutschland zeige, so der Dienstleister, dass sich die Technologie bereits jetzt bewährt und bereit für den Einsatz in breiter Fläche sei. NB-IoT werde Geräte vernetzen, die bisher nicht technisch oder wirtschaftlich sinnvoll vernetzbar waren. Die Anzahl von IoT-Anwendungen werde dadurch zunehmen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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