Flash Storage beschleunigt Partnersuche

So verbessert Parship die Speicher-Performance

Bei der Online-Partnervermittlung Parship konnte die bisherige Storage-Lösung mit den wachsenden Performance-Anforderungen der Office-IT und Entwicklerteams nicht mehr mithalten. Ein neues Flash-Storage-System sorgt daher für deutlichen Performance-Schub.

  • Parship setzt auf Flash Storage

    Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship, nun auch dank einer neuen Flash-Storage-Lösung.

  • Parship-Hauptsitz in Hamburg

    Hauptsitz der Online-Partnervermittlung in Hamburg

Parship wurde im November 2000 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gegründet und ist Deutschlands erste und größte Online-Partnervermittlung. Sie ist in 13 Ländern aktiv und kooperiert mit mehr als 50 Partnern in Europa. Die gleichnamige Online-Plattform für Singles ist seit 2001 online und wird von Frauen und Männern gleichermaßen genutzt. Seit November 2015 gehört auch die Online-Partnervermittlungsplattform Elite Partner zum Unternehmen.

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship – der Slogan ist eingängig und verrät gleichzeitig den Schlüssel zum Erfolg des Unternehmens. Bei der Partnervermittlung arbeiten die Mitarbeiter täglich daran, dass sich europaweit Singles im Internet einfacher und schneller kennenlernen. Der heilige Gral – und das gut gehütete Geheimnis des Unternehmens – ist das Matching. Anhand der Antworten auf rund 80 Fragen, die den Nutzern am Anfang gestellt werden, ermittelt eine intelligente Software im Hintergrund, welche Partner potentiell zueinander passen könnten – und dies rasend schnell. Innovative und vor allem schnelle IT-Anwendungen sind demnach für den Geschäftserfolg von elementarer Bedeutung.

Software-Entwicklung agil und mit Scrum

Aus diesem Grund beschäftigt das Unternehmen rund 50 Software-Entwickler, die Testumgebungen aufsetzen und programmierte Anwendungen gegen die geforderten Spezifikationen prüfen. Zusätzlich kommen weitere Anforderungen aus der Office-IT hinzu, die die Mitarbeiter an die IT-Infrastruktur stellen. Sei es durch die Nutzung von Datenbanken wie Mongo DB, SQL-Servern oder aber Web-Anwendungen: Der Wunsch nach immer mehr Performance ist allgegenwärtig. Das bis 2015 eingesetzte Storage-System konnte diese Nachfrage auf Dauer nicht bedienen. Aus diesem Grund entschloss sich Solution Architect Martin Shemon zu einer Ablösung und wollte dafür einen Herstellerwechsel vornehmen.

Drei verschiedene Hersteller wurden im Verlauf des Jahres 2015 unter die Lupe genommen. Neben zwei etablierten Marktführern wurde mit Nimble Storage auch ein neuer Anbieter für die Teststellung angefragt. „Wir hatten uns dazu entschieden, ein neues Storage-System mit in die Top 3 zu nehmen, weil uns die Philosophie hinter dem File-System angesprochen hat. Das gesamte Technologiekonzept wirkte damals wie heute einfach frischer und passte gut zu uns als innovativem Unternehmen“, sagt Martin Shemon.

Nach ersten Gesprächen mit den Vertretern des Herstellers, Tim Berndt und Klaus Kupfer, sowie Stephan Beckmann, Hamburg-Geschäftsführer bei dem Nimble-Partner Medocino, wurde für Anfang November ein Proof of Concept vereinbart. „Wir haben während der Teststellung bei uns im Haus die beiden Ansprechpartner des Herstellers mit detaillierten Fragen konfrontiert und die beiden standen Rede und Antwort. Vor allem hat uns die unproblematische Installation überrascht, denn wir konnten sofort loslegen und Schreib- und Lesegeschwindigkeit ausführlich testen“, erklärt Martin Shemon.

Die ersten Eindrücke bestätigten sich nach kurzer Zeit. Für Martin Shemon Grund genug sich für diese Storage-Lösung zu entscheiden: „Die Leistungsmessung entsprach der vom Hersteller ausgewiesenen Performance auch im produktiven Einsatz. Die Lernkurve bei Nimble Caches ist besser als bei anderen, sodass wir den Eindruck hatten und noch immer haben, dass die adaptive Flash-Lösung das gut macht.“ Angetan war er von dem Support seitens des Herstellers und des Resellers nicht nur während der Testphase, sondern über die gesamte bisherige Laufzeit: „Man merkt, dass beide Hand in Hand arbeiten. Obwohl wir bislang noch keinen Support-Fall hatten, sind wir im regelmäßigen Austausch mit Medocino und nehmen regelmäßig an Produktschulungen teil, um uns auf den aktuellen Stand zu bringen.“

Deutlich schnelleres Provisioning

Das neue Storage-System erreicht in der Spitze Latenzen bei Schreibvorgängen im Bereich von 0,2 Millisekunden und Lesevorgänge bei unter einer Millisekunde. Vor allem für die Bereitstellung der Testumgebungen ist diese Geschwindigkeit unabdingbar, handelt es sich hierbei doch oft um ressourcenintensive Java-Entwicklungsplattformen oder größere Datenbankanwendungen. Vor allem die Qualitätssicherung führte in der Vergangenheit immer wieder zu einer maximalen Auslastung der verfügbaren Performance-Möglichkeiten des Storage-Systems. „Unsere scrum-basierten Arbeitsprozesse und die agile Software-Entwicklung erfordern von uns als IT-Verantwortliche ein ‚Continuous Deployment’ von Anwendungen und Testumgebungen. Alle neuen Funktionalitäten, Erweiterungen oder aber Neuentwicklungen werden bei uns also direkt produktiv getestet, damit unsere Entwickler zügiges Feedback erhalten. Wir haben beispielsweise an einigen Tagen Abfragen für Datenbanktests im Umfang von einem TB. Da brauchen wir einen Storage, der die Performance mitbringt, mit der wir diesen Anforderungen begegnen können“, erklärt Martin Shemon.

Beim Provisioning, d.h. der Bereitstellung der virtuellen Maschinen, konnten die Entwickler zuvor gerne noch eine etwas längere Kaffeepause machen, heute läuft es um den Faktor 30 schneller: Durchschnittlich 14 Sekunden zeigen die Messungen an. In der Spitze sind mit dem Array 30.000 IOPS möglich, die allerdings bislang noch nicht benötigt wurden. Doch nicht nur Geschwindigkeitseffekte lassen sich feststellen, es gibt noch weitere positive Begleiterscheinungen.

Energieeffizienz und Platzersparnis

Die Ablösung des alten Storage-Systems führte zu einer Reduzierung des Platzbedarfs. Waren vorher 22 Höheneinheiten nötig, konnten diese auf lediglich drei reduziert werden, was wiederum Auswirkungen auf den Aufwand zur Kühlung der Hardware und dadurch auch auf den Stromverbrauch hat. Pro Jahr spart die IT-Abteilung in der IT-Infrastruktur nun 5.000 Euro ein, damit amortisieren sich die Anschaffungskosten schon fast nach der fünfjährigen Laufzeit. Nette Nebeneffekte sind die Einsparungen an CO2 – Stichwort Green IT. Platz für weitere Hardware ist zudem vorhanden, denn ein komplettes Rack fiel durch den Umstieg weg und steht nun zur neuen Nutzung bereit.

Mit der Einführung des neuen Storage Arrays konnte Parship seiner Office-IT den dringend benötigten Geschwindigkeits-Boost verpassen. Die schnelle und aus IT-Sicht effiziente Bereitstellung von Testumgebungen, die für die internen Entwickler so wichtig sind, ist nun kein Problem mehr. Darüber hinaus eröffnet das Storage-System bezüglich moderner Virtualisierungstechnologien wie VMware und Veeam neue Möglichkeiten virtuelle Arbeitsplätze und Projekte voranzutreiben. Für die Anzeige von „Noisy Neighbours“, d.h. virtuelle Maschinen (VMs) auf denen besonders viele Abfragen laufen, soll dann auch Infosight als Big-Data-Analyse-Tool intensiver genutzt werden. Denn über eine mit der Cloud verbundene Schnittstelle können diese Daten dann von jedem Laptop aus abgerufen werden. Darüber hinaus könnte es in Zukunft notwendig werden, weitere Storage-Ressourcen anzuschaffen, sollte sich das Wachstum des Unternehmens weiter beschleunigen.

Bildquellen: Parship

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