Automatisierte Dokumentenverarbeitung

So vermeidet Conrad den Datentourismus

Conrad Electronic verarbeitet mit Software von Tangro jährlich rund 960.000 eingehende Offline-Kundenaufträge. Die Auftragserfassung wurde laut Anwender dadurch schneller, einfacher und kostengünstiger.

Logistikzentrum von Conrad Electronic SE

Das Logistikzentrum von Conrad Electronic SE befindet sich in Wernberg, von wo aus ins In- und Ausland geliefert wird.

Mit der Lösung Tangro OM (Order Management) fand man bei Conrad Electronic SE genau die Software, die man sich für die automatisierte Verarbeitung von Kundenaufträgen vorgestellt hatte: Ein System, das in SAP eingebettet ist und direkt auf SAP-Stamm- und Bewegungsdaten zugreift. Und dessen Oberfläche dem SAP-GUI entspricht und dadurch den Nutzern gleich vertraut ist, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Wir haben uns für die Software entschieden, weil die gesamte Interpretation und die Auftragsverarbeitung an einem Arbeitsplatz stattfinden. Jede Änderung, die an Kundenstammdaten durchgeführt wird, ist sofort im Auftrag drin“, erklärt Robert Scheuchenpflug, Director of ERP-Systems und stellvertretender Bereichsleiter IT. Bei anderen Systemen müsse permanent ein Update gefahren werden, um beispielsweise bei Adressänderungen immer aktuell zu bleiben, so der IT-Experte weiter. „Einen solchen Datentourismus wollten wir vermeiden.“

Die Fehlerquote reduzieren

Bei Conrad geht es um riesige Datenmengen: rund 30 Millionen Kundendaten und mehr als eine Million Artikel umfasst die Datenbank. Die leistungsfähige Handhabung dieser Massendaten war eine weitere Anforderung an die Automatisierungslösung. Auch hier konnte der Anbieter punkten, da die Software offen konzipiert ist. Dadurch konnten die SAP-Experten bei Conrad Hand in Hand mit den Tangro-Entwicklern zusammenarbeiten, um alle Anforderungen zu integrieren. „Die Userexits bieten eine hohe Flexibilität für Erweiterungen“, sagt Robert Scheuchenpflug.

Die Lösung soll den Auftraggeber automatisch erkennen, ebenso die Kundenbestellnummer, den Warenempfänger und Positionen mit Menge und Artikelnummer. Auf diese Weise wurde die Auftragserfassung um rund 30 Prozent beschleunigt. Außerdem sei die – vorher bereits niedrige – Fehlerquote noch einmal um die Hälfte reduziert worden. Ein wichtiger Vorteil für die Mitarbeiter im Kundenservice ist auch die direkte Verknüpfung der ursprünglichen Kundenbestellung mit dem Auftrag in SAP, so der Anwender. Nachfragen von Kunden könnten dadurch schnell und verlässlich geklärt werden. Zufrieden stellt die Mitarbeiter auch die einfache Handhabbarkeit der Lösung. Bereits nach einem Tag, so Matthias Ascherl vom Customer Care bei Conrad, sei ein neuer Mitarbeiter fit genug, um das System richtig und schnell zu bedienen. „Wir haben hundert Prozent von dem erreicht, was das System können muss“, lautet sein Fazit zum Automatisierungsprojekt.

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