Moderne Infrastrukturen

So vernetzt Audi weltweit alle Autohäuser

Transparenz, Skalierbarkeit und schnelle Konfiguration: Das waren die Ziele der Audi AG bei der Vernetzung ihrer 2.000 Autohäuser. Mit einer neuen Cloud-Lösung lassen sich zudem IT-Probleme mit wenigen Klicks beheben.

Verschwommener Blick in ein Autohaus

Mit einer Cloud-Lösung lassen sich 800 weltweit verteilte Autohäuser aus der Ferne zentral verwalten.

„Vorsprung durch Technik“: Dieser Slogan gilt nicht nur für die Premiumfahrzeuge von Audi, sondern auch für die Aktivitäten des Automobilherstellers in Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Bei der Ausstattung der über 2.000 Autohäuser von 800 Vertriebspartnern mit digitalen Elementen ist eine stabile Netzwerkbasis enorm wichtig. Hinter allen weltweit eingesetzten digitalen Modulen steht nun die Cloud-Managed-IT-Lösung von Cisco Meraki. Sie ermöglicht ein zentrales Management aus der Ferne durch ein sechsköpfiges Team in Ingolstadt. Dies erfolgt sicher mit einfacher Konfiguration und Verwaltung.

Die Vorgeschichte: Bereits im Jahr 2011 wurden die ersten „Audi Cities“ eröffnet. Diese vollständig digitalisierten Schauräume bieten Kunden ein umfassendes Erlebnis. Powerwalls und Multiscreen-Wände simulieren das Fahrerlebnis im Sitz. Mit Touchscreen-Tischen oder iPads lässt sich das gesamte Sortiment durchsehen und ein Auto in Lebensgröße nach individuell konfigurieren. Da gerade in Großstädten nicht alle Fahrzeuge ausgestellt werden können, gleichzeitig individuelle Wünsche und Ansprüche der Kunden jedoch steigen, spielen virtuelle Konfigurationssysteme und digitale Medien heute eine enorm wichtige Rolle. Die Performance der Elemente hängt dabei nicht zuletzt von einem stabilen Netzwerk ab.

Der Automobilhersteller arbeitete zunächst mit der Lösung eines Netzwerkanbieters. Einige Geräte waren jedoch so komplex, dass speziell ausgebildete Netzwerkexperten benötigt wurden. So testete das Unternehmen verschiedene weitere Hersteller nach Angebot und Performance in seinem eigenen Labor. Die Wahl fiel auf Meraki. Thomas Bayerl, bei Audi für die Bereiche Digital Business Infrastructure und Processes zuständig, ist inzwischen so von der Lösung überzeugt, dass mittlerweile alle 800 weltweit eingesetzten, digitalen Module darauf basieren. Dabei wurden alle im Labor getesteten Meraki-Produkte im Nachgang auch bestellt.

Zu den wichtigsten Entscheidungskriterien für die neue Lösung zählten:

  • Zentrale Verwaltbarkeit aus der Ferne: Audi verwaltet die IT-Einrichtung aller Niederlassungen mit einem sechsköpfigen Team aus der Zentrale in Ingolstadt. Ein zuverlässiges Überwachungssystem und die Möglichkeit, Fehler aus der Ferne zu identifizieren und zu beheben, ist daher überaus wichtig. Dies gewährleisten die Cloud-Lösung und das integrierte Dashboard.
  • Einfache Konfiguration und Management: Die tägliche Arbeit mit der Netzwerklösung muss so einfach wie möglich ablaufen. Im Zuge der Nutzung der neuen Cloud-Lösung ist kein Training notwendig und es mussten keine zusätzlichen Netzwerkexperten eingestellt werden, da die Verwaltung und Einrichtung mit dem Dashboard intuitiv verläuft.

„Alle Produkte, die wir bis jetzt eingesetzt haben, funktionieren einfach: Man konfiguriert alles und es klappt“, sagt Thomas Bayerl. „Die Installation der einzelnen Komponenten läuft unkompliziert ab. Sobald das Gerät mit dem Internet verbunden ist, werden die Einstellungen direkt eingespielt und keine zehn Minuten später ist es im Netzwerk zu finden.“

Installation und Konfiguration

Audi setzt nun Wireless Access Points, Switches und Security Appliances von Meraki ein. Der Systems Manager wird derzeit für die Verwaltung von iPads in den Autohäusern getestet. Die Konfiguration geschieht über das zentrale Dashboard und lässt sich auch vornehmen, während sich die Geräte noch in der Lieferphase befinden. Sobald die Geräte im jeweiligen Autohaus angeliefert werden, überträgt das Dashboard die Einstellungen automatisch auf die Geräte.

In den meisten Fällen befindet sich keine Fachkraft für IT vor Ort. Das Autohaus erhält dann eine Kurzanleitung, mit der es das Netzwerk einfach selbst aufbauen kann. Die Dauer der Konfiguration und Einrichtung geht insgesamt sehr schnell. Für die meisten Einrichtungen gibt es ein Template, in dem Konfigurationseinstellungen für Gerätegruppen getroffen werden.

Gestaltung der Netzwerkstruktur

Mit den integrierten Firewall Layer 3 und 7 schirmt Audi das Digital-Retail-Netzwerk nach außen hin ab und priorisiert Anwendungen, um Kapazität zu garantieren. Für Mitarbeiter, Gäste, VIPs und Kunden stehen verschiedene abgesicherte WLANs zur Verfügung. Das Einrichten dieser SSIDs lässt sich über das Dashboard in wenigen Minuten erledigen. Gäste und Kunden greifen mit PCs und mobilen Endgeräten auf das Netzwerk zu. Gleichzeitig setzt der Automobilhersteller iPads ein, die als Steuerungstool für die Visualisierungs-Engine dienen.

Um Kunden ein optimales Erlebnis zu bieten, wurde bei der Einrichtung der SSIDs festgelegt, dass hauseigenes Equipment Vorrang hat. Bestimmte Traffic-intensive Anwendungen auf kundeneigenen Geräten wie Youtube werden depriorisiert, damit immer ausreichend Bandbreite für die iPads verfügbar ist. Zudem nutzt der Autohersteller ein Site-to-Site VPN, das mit Meraki-MX-Security-Geräten aufgesetzt wurde. Über einen zentralen Tunnel läuft beispielsweise das zentrale Überwachungssystem.

Das bei Audi für Netzwerke zuständige Team überwacht aktiv alle weltweiten Standorte. Dank der tiefen Einblicke in die verwalteten Netzwerke hat der Fahrzeughersteller nun die vollständige Kontrolle über alle Niederlassungen, ohne vor Ort sein zu müssen – und das über ein einziges, zentrales Dashboard. Falls digitale Elemente in den Autohäusern nicht funktionieren, prüft das Digital-Retail-Team immer zuerst aus der Ferne im Dashboard, ob es Probleme mit dem Netzwerk gibt. In den meisten Fällen liegt das Problem zwar nicht dort – dennoch unterstützt das intelligente Dashboard bei der detailorientierten Fehlersuche. Auf diese Weise hat Audi einen IT-Partner an der Hand, der die verlässliche WiFi-Abdeckung und sichere Vernetzung aller Autohäuser weltweit ermöglicht.

Bildquelle: iStock/Getty Images Plus

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