Colocation und Cloud-Services

So werden ausgediente Bunker zum RZ

Eine hochsichere Infrastruktur und dabei hundertprozentige Nachhaltigkeit – das will der Rechenzentrumsbetreiber Windcloud im neuen Konzept „Bunker-as-a- Service“ vereinen.

Eingang in einen Bunker

Ehemalige Bunker lassen sich durchaus in hochsichere, leistungsfähige Rechenzentren verwandeln.

In diesem Zusammenhang werden im nordfriesischen Enge-Sande 54 ehemalige Nato-Bunker in neuwertigem Zustand auf einem gesicherten und umzäunten Gelände mit Vier-Stufen-Sicherheitskonzept und moderner Zutrittskontrolle genutzt. Kleine bis mittelgroße Rechenzentren sollen hier optimale Voraussetzungen für ihre Datenspeicherung, von Colocation-Lösungen in nahezu jeder Größenordnung bis hin zu Multi-Bunker-Konzepten mit mehreren dedizierten Brandabschnitten finden.

Stromversorgung aus lokalen, regenerativen Quellen, vor allem aus Windkraft, ergänzt durch Photovoltaik, Wasserkraft und Biogas, ist die Energiebasis für das nachhaltige Konzept. Dabei steht die konsequente Ressourcenverwertung laut Anbieter auch beim Colocation-Angebot „Bunker-as-a-Service“ im Fokus. Zudem unterstützen mehrere Industriepartner Windcloud dabei, die entstehende Abwärme zu nutzen.

Mehrstufige Sicherheitskontrollen

Eindringlinge haben bei dem Konzept schlechte Karten: Damit die Datenspeicher den höchsten Schutzklassen 3+ und 4 genügen, setzt das ISO-27001-zertifizierte Rechenzentrum auf ein Bündel an Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählen mehrstufige Sicherheitskontrollen, optische und biometrische Überwachungssysteme sowie Brandfrüherkennung und Brandlöschanlagen. Gegen Naturgewalten wie Erdbeben sei kein Extraschutz erforderlich, denn ihre Wahrscheinlichkeit beträgt in Norddeutschland null Prozent.

Auch um etwaige Stromausfälle oder Engpässe bei der Versorgung müssen sich die Nutzer laut Betreiber keine Sorgen machen: Dank einem Microgrid-Ansatz ist Energie in industriellem Maßstab hochverfügbar. Eine ergänzende Backup-Anbindung an das öffentliche Mittelspannungsnetz soll zusätzlich für Ausfallsicherheit sorgen.

Hinsichtlich der Datenanbindung sichert eine zweifach redundante Backbone-Anbindung an die Skandinavien-Trasse hohe Übertragungsraten und Latenzwerte. Auch eine zusätzliche Richtfunk-Datenübertragung ist auf Anfrage möglich. Zudem werden die Daten DSGVO-konform ausschließlich am Standort Deutschland gespeichert.

Bildquelle: iStock/Getty Images Plus

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