Komplexe IT-Softwareprojekte

Software-Entwicklung wie im Ingenieurswesen

Aufgrund komplexer werdender Aufgaben in IT-Softwareprojekten nutzen ­Unternehmen vermehrt das Wissen freier Mitarbeiter. Damit deren Einsatz von Erfolg gekrönt wird, gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten.

Krönung, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Von Erfolg gekrönt: Freiberufler sind in vielen Unternehmen mittlerweile ein wichtiger Bestandteil für die Projektplanung und -durchführung.

Immer mehr Funktionen in Produkten und immer mehr Prozesse in den Unternehmen sind heute IT-gestützt. Die Komplexität der eingesetzten Software nimmt dabei stets weiter zu. Gleichzeitig müssen die dahinter stehenden Projekte professionell organisiert sein und auch immer schneller abgeschlossen werden. Dies erhöht entsprechend die Anforderungen an die Entwicklung der Software sowie deren Effizienz.

Durch die sich wandelnden Anforderungen fußt Software-Entwicklung zunehmend auf einer ingenieursmäßigen Herangehensweise. Das bedeutet, dass nicht mehr nur die Programmierung, sondern auch die richtige Bedarfsanalyse im Vorfeld sowie eine stärkere Ergebniskontrolle im Nachlauf das Projekt bestimmen. Gleichzeitig gibt es Fortschritte bei den Entwicklungsprozessen, Verfahren und Methoden wie Agile oder Scrum. Vor diesem Hintergrund reicht das im Unternehmen vorhandene Wissen zur Durchführung der Projekte mitunter nicht aus. Von daher sind Freiberufler in vielen Unternehmen mittlerweile ein wichtiger Bestandteil für die Projektplanung und -durchführung.

Nützlicher Blick von außen

Die Vorteile des projektbezogenen Einsatzes von Freiberuflern können vielfältig sein. So sind externe Spezialisten darauf angewiesen, stets auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein, und verfügen daher über die bestmögliche Qualifikation. Gleichzeitig können sie sich aufgrund ihrer Erfahrung aus früheren Projekten schnell in den geforderten Sachverhalt einarbeiten. Dem Know-how-Verlust mit Weggang des Freiberuflers nach Projektende kann mit einer ausreichenden Dokumentation vorgebeugt werden.

Doch auch wenn intern die nötigen Qualifikationen und Erfahrungen vorhanden sind, kann ein externer Blick nützlich sein. Denn die weitreichende Projekterfahrung kann einem erfolgreichen Verlauf dienlich sein, da mögliche Fallstricke bereits im Vorhinein erkannt und frühzeitig gelöst werden können. Desweiteren bieten Freiberufler höhere Flexibilität, da sie nicht an Tarifverträge oder Arbeitszeiten gebunden sind.

Gründliche Planung ist wichtig

Darüber hinaus sollte man beim Einsatz von freiberuflichen Experten wichtige Punkte beachten: Der juristische Aspekt bedarf nach der neuesten Rechtsprechung, gerade hinsichtlich des sogenannten Daimler-Urteils, besonderer Vorsicht. Freiberufler sind selbstständige Unternehmer, dementsprechend müssen sie ihre Aufgaben trotz einer eventuellen Zusammenarbeit vor Ort eigenverantwortlich durchführen und zudem muss eine räumliche Trennung vorhanden sein. Trotzdem ist eine Integration in das Projektteam sinnvoll, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Da es jedoch keine einheitliche gesetzliche Regelung oder Rechtsprechung gibt, müssen die Umstände bei einem Projekt, die Voraussetzungen im Unternehmen sowie die Tätigkeiten des Freiberuflers individuell geprüft und angepasst werden. Eine externe Beratung, etwa von der Solcom Unternehmensberatung, ist empfehlenswert, gerade auch hinsichtlich der rechtlichen Absicherung.

Besonderes Augenmerk beim Einsatz von Freiberuflern muss zudem auf die Projektplanung – vor allem bei der Auswahl der Qualifikationen und der Rekrutierung – gelegt werden. Dies ist mit großem Aufwand verbunden und erfordert das passende Know-how. So müssen beispielsweise folgende Fragen gestellt werden: Wird ein Allrounder benötigt? Ist das Softwareprojekt so umfangreich, dass Spezialisten für Teilbereiche gebraucht werden? Für wie lang ist der Einsatz geplant?

Für die Auswahl des oder der richtigen Experten bieten Zertifikate Orientierungspunkte, wichtigste Quelle sind aber die Referenzen. In diesen spiegelt sich die Erfahrung sowohl in der Qualifikation als auch in der Branche wider. Zusätzlich sollte durch den Einsatz im Team neben der fachlichen Qualifikation auch auf die soziale Kompetenz geachtet werden.

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