Fraunhofer IWU

Software für die automatisierte Qualitätssicherung

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU zeigte auf der diesjährigen Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeugmaschinen und Sondermaschinenbau Intec Innovationen für die Produktionstechnik.

Am Gemeinschaftsstand der  Fraunhofer-Allianz Automobilproduktion stand die Ressourcen- und Energieeffizienz im Mittelpunkt. Das Fraunhofer IWU will mit der neu entwickelten Software Xeidana durch leistungsfähiges Multitasking überzeugen und damit neue Möglichkeiten in der automatisierten Qualitätssicherung eröffnen.

Denn die deutsche Automobilindustrie steht derzeit unter hohem Innovations- und Wettbewerbsdruck: Leichter, sparsamer und kostengünstiger müssen die Fahrzeuge in Zukunft sein, um konkurrenzfähig zu bleiben. Angesichts steigender Energie- und Rohstoffpreise lassen sich diese Anforderungen auch auf die Fertigungs- und Produktionstechnik übertragen. Die Qualitätssicherung nimmt im Verlauf dieser Innovations- und Veränderungsprozesse einen hohen Stellenwert ein. Immer mehr Kennzahlen und Messdaten müssen erfasst, verarbeitet und verfügbar gemacht werden.
 
Neue Software: Multitasking für die automatisierte Qualitätssicherung
 
Um Zusammenhänge und notwendige Kennzahlen auch innerhalb von immer komplexeren Prozessketten zu ermitteln, sollte eine moderne Qualitätssoftware eine Vielzahl von Prüf- und Messaufgaben in einem System zusammenführen und im Idealfall automatisiert auswerten. Hierfür benötigen herkömmliche Systeme in der Regel allerdings sehr viel Rechenzeit.
 
Wissenschaftler des Fraunhofer IWU haben die Software Xeidana (eXtensible Environment for Industrial Data ANAlysis) entwickelt, die speziell auf diese Anforderungen ausgerichtet sein soll. Dem Anwender wird ein Lösungspaket versprochen, das Aufgaben von der Datenakquisition bis hin zur automatisierten Qualitätskontrolle abdeckt.

Mit der Lösung sollen eine vergleichsweise hohe Anzahl von Daten verschiedener Sensorsysteme parallel erfasst und automatisch ausgewertet werden können. Diese multisensorielle Qualitätskontrolle soll es ermöglichen,  eine Vielzahl verschiedener Sensortypen, wie Wirbelstromsonden, Oberflächenscanner, optische Kameras oder Köperschallmikrofone, mitei­nander zu kombinieren. Die Software erfasst und analysiert so beispielsweise Thermografiebilder und optische Live-Videos gemeinsam mit den Informationen von Ultraschall- oder Wirbelstromsystemen. Die Daten werden in einem individuell visualisierbaren Arbeitsbereich abgelegt und automatisiert ausgewertet. Für die notwendige Rechenleistung will eine Optimierung für Mehrkernsysteme sorgen.

Ein weiteres Merkmal ist das erweiterbare Framework, das die Anwender in der Lage versetzen will, der Software eigenstän­dig leistungsfähige Plug-ins hinzuzufügen. So sollen sowohl neue Module als Datenanbindungen bereitgestellt werden, mit deren Hilfe der Zugriff auf eine Vielzahl an Hardwarekomponenten möglich ist.

Die Software kann im Online- und Offline-Betrieb eingesetzt werden. Zur Vereinfachung des Projektmanagements nutzt Xeidana sogenannte Depots, in denen alle relevanten Dateien zusammengeführt und in einem Arbeitsbereich abgelegt werden. Herauszustellen seien die Werkzeuge zur Automatisierung der Datenerfassung und –auswertung. Hierfür steht eine spezielle Scriptsprache zur Verfügung, mit deren Hilfe das Bedienpersonal Prozessabläufe durch externe Signalgeber oder programminterne Timer steuern soll. Zudem verfüge Xeidana über individuell konfigurierbare Ausgabevisualisierungen, so der Anbieter.

www.iwu.fraunhofer.de

www.xeidana.de

Bildquelle: Fraunhofer IWU

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