Messbarkeit von Corporate Social Responsibility

Soziale Nachhaltigkeit in Unternehmen

Soziale Nachhaltigkeit wird wichtiger, doch ihre Messbarkeit ist für Firmen aktuell eine Herausforderung. In einer Umfrage ermittelte der IT-Dienstleister DV-Ratio SMC aktuelle Trends rund um die Corporate Social Responsibility.

Große und kleine Unternehmen in Deutschland und der Schweiz wissen, dass soziale Nachhaltigkeit wichtig ist und noch wichtiger wird. Die Ergebnisse der aktuellen Online-Umfrage der DV-Ratio SMC GmbH zeigen, dass Corporate Social Responsibility bereits tief verankert ist. Sie messen sie durch Mitarbeiterbefragungen und ermitteln sie über die Kennzahlen des Unternehmens.

Ein weiteres Resultat der Untersuchung: Viel Potential gibt es noch bei den grundlegenden Kenntnissen, den Möglichkeiten der Erfassung, Analyse und der Interpretation von Datenquellen für qualitative Aussagen zur sozialen Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse der Umfrage stellte der Anbieter kürzlich in einem Whitepaper zum Download zur Verfügung.

Chancengleichheit, Einhaltung von Menschenrechten, Anti-Diskriminierung, Nachwuchsförderung, Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsschutz, ethische Werte, gesellschaftliches Engagement, Nachweis von Spenden – soziale Nachhaltigkeit umfasst Konkretes und Abstraktes, fragt nach den Förderprogrammen für Mitarbeiter und nach der etwas unspezifischen Unternehmerverantwortung.

Da das Münchner IT-Beratungshaus eine Software entwickelt hat, die durch rund 500 Kennzahlen in der Lage ist, die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu messen, hat sie nachgefragt, wie es um die soziale Nachhaltigkeit in Firmen bestellt ist. Die Ergebnisse wurden Anfang Dezember 2013 auf der zweiten Deutschen Nachhaltigkeitskonferenz Logistik in Hamburg erstmals präsentiert. Sie sind kostenlos abrufbar unter:

www.dv-ratio.com/soziale_nachhaltigkeit

Die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage in Kürze:

  • Normen, Leitlinien und gesetzliche Vorgaben zur Nachhaltigkeit sind nur in geringem Maße bekannt (DIN ISO 26000, Global Reporting Initiative, International Labour Organization, UN Global Compact).
  • Soziale Nachhaltigkeit soll die Positionierung des Unternehmens im Wettbewerb stützen, in zweiter Linie der Mitarbeiterbindung dienen.
  • Soziale Nachhaltigkeit wird von knapp der Hälfte der Unternehmen gemessen, dokumentiert sowie intern und extern kommuniziert.
  • Kennzahlen zur sozialen Nachhaltigkeit werden von 40 Prozent der Teilnehmer erhoben und in den Bericht mit einbezogen. Verantwortlich sind dafür meist die Personal- und CSR-Abteilung.
  • Kennzahlen werden äußerst selten genutzt, um Ergebnisse und Erfolge sozialer Nachhaltigkeit zu ermitteln.
  • Die Mitarbeiterzufriedenheit wird meist per Umfrage ermittelt, die Ergebnisse werden an die Mitarbeiter kommuniziert.
  • Soziale Nachhaltigkeit ist überwiegend Chefsache und in der Unternehmensleitung angesiedelt. Die Bedeutung sozialer Nachhaltigkeit wird in den nächsten drei Jahren steigen.
  • Die wachsende Rolle sozialer Nachhaltigkeit wird dazu führen, dass Mitarbeiter stärker eingebunden und informiert werden. Außerdem müssen Strategien entwickelt und umgesetzt werden.

 Bildquelle: Gerd Altmann/Pixelio.de

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