Aus der Mode gekommen

Sprache schlägt E-Mail

Direkte Kommunikation über hochwertige Endgeräte und Zubehörkomponenten steigert die Effizienz und dämmt zugleich die E-Mail-Flut ein. Doch offensichtlich ist das miteinander Sprechen aus der Mode gekommen.

Die E-Mail-Flut hält den modernen Wissensarbeiter von seiner eigentlichen Arbeit ab.

Geht es um den Produktivitätskiller in Unternehmen, ist der Täter schnell ausgemacht. Die E-Mail-Flut hält den modernen Wissensarbeiter von seiner eigentlichen Arbeit ab. Besonders die vielen E-Mail-Kaskaden mit unnötig in Kopie gesetzten Kollegen kosten Zeit und oft auch den letzten Nerv. Wie eine McKinsey-Studie belegt, verbringen Wissensarbeiter rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit interner E-Mail-Kommunikation. Dabei ließe sich wohl die Mehrheit der in endlosen E-Mail-Diskussionen abgehandelten Themen in einem direkten Gespräch schnell und elegant zu einem guten Ergebnis führen.

Offensichtlich ist das miteinander Sprechen aber aus der Mode gekommen. Dabei vermittelt nur der direkte Austausch über feine Nuancen Stimmungen. Mimik und Gestik übermitteln wichtige Zwischentöne und über die Sprachmelodie werden zugleich Gefühle transportiert. Schon mit dem Befolgen von drei einfachen Regeln ist deshalb bereits viel gewonnen:
1.    Keine E-Mail schreiben, wenn man stattdessen anrufen kann!
2.    Keinen normalen Anruf tätigen, wenn auch ein Video-Chat funktioniert!
3.    Keinen Video-Chat starten, wenn ein persönliches Gespräch möglich ist!
Damit ist klar, dass es nicht nur auf eine technische Lösung ankommt, sondern auch auf eine Firmenkultur, in der das direkte Feedback gefordert und gefördert wird.

UC fast nicht genutzt


In der Welt von Unified Communications (UC) dürfte es jedenfalls kein Problem sein, den passenden Kanal zu finden, über den ein schneller und unkomplizierter Austausch möglich ist. Allerdings werden viele der in Unternehmen vorhandenen UC-Lösungen im Alltag fast gar nicht genutzt. Der Grund: Fast 60 Prozent der IT-Entscheider gaben laut einer Studie von Jabra an, dass der Klang und der Komfort des Headsets für die Nutzerakzeptanz von UC der ausschlaggebende Faktor ist.

Ähnliches gilt für Konferenzlösungen: Auch dort müssen alle Teilnehmer klar und deutlich zu verstehen sein, selbst wenn beispielsweise einzelne Teilnehmer über Mobiltelefon oder schlechte Leitungen zugeschaltet sind. Hier setzen sich technische Lösungen mit Wideband-Audio, digitale Signalprozessoren und Dual-Mikrofontechnologie mit Noise Blackout von den einfachen Geräten ab, die lediglich den Telefonklang verstärken.

Produktivitätskiller Lärm


Neben E-Mails gibt es noch eine Reihe weiterer Produktivitätskiller: Wie die Studie zeigte, stehen vor allem der Lärmpegel und zu viele Unterbrechungen von Kollegen dem effizienten Arbeiten im Wege. Wie negativ sich Störungen konkret auf die Produktivität auswirken, haben Wissenschaftler der University of California untersucht. Demnach benötigen Wissensarbeiter nach einer Unterbrechung im Schnitt 23 Minuten, um sich wieder auf ihre ursprüngliche Aufgabe konzentrieren zu können. Insbesondere Mitarbeiter mit beratender Tätigkeit und viel Kundenkontakt fühlten sich von diesen Faktoren stark gestört. Kein Wunder, schließlich muss dieser Personenkreis häufig wichtige strategische Entscheidungen treffen und sehr fokussiert arbeiten.

Übrigens: Eine positive Auswirkung auf die Effizienz hatte in fast 50 Prozent aller Fälle das Hören von Musik. Die produktivsten Mitarbeiter hören sogar täglich mehr als 3,3 Stunden Musik. Auch hier kommt es darauf an, dass neben der passenden Technik auch eine Kultur existiert, in der jeder Mitarbeiter sein persönliches Anti-Stress-Programm im Kopfhörer verfolgen darf. Beide Punkte gleichermaßen sind entscheidend für die Produktivität des Unternehmens – egal ob die Playlist mit aufpeitschendem Techno oder beruhigender Klassik gefüllt ist.

Bildquelle: Jabra

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok