KI digitalisiert Kommunen

„Stadt in Bewegung“

Technologiekonzerne, Start-ups und etablierte Unternehmen aus den Bereichen IT, Mobilität, Verkehr und Beleuchtung werben gemeinsam für moderne Stadtentwicklung.

Beschriftete Busse in der Innenstadt

Mehrere Unternehmen schlossen sich nun zusammen, um unter dem Motto „Stadt in Bewegung" Smart-City-Konzepte voranzubringen.

Kein Breitband, wenig Services, zu viel Verkehr – Deutschlands Städte haben bei der Digitalisierung Nachholbedarf. Das ist bekannt. Dabei wünschen sich die Bürger längst deutlich smartere Städte mit neuen Services und innovativen Dienstleistungen. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage, die das Forschungsinstitut Civey unter 5.000 Bürgern erhoben hat. Ganz oben auf der Wunschliste stehen intelligente Lösungen, um Verwaltung, Mobilität und Sicherheit zu optimieren. Aus diesem Grund haben sich sechs Wirtschaftsunternehmen zur Initiative „Stadt in Bewegung“ zusammengeschlossen. Sie unterstützen Städte bei der Digitalisierung ihrer Infrastruktur und der Entwicklung zukunftsorientierter Angebote für ihre Bürger. Zu den Gründungspartnern der Initiative gehören der Technologiekonzern Cisco Meraki, Signify (ehemals Philips Lighting), DB Regio Bus, der Mobilitätsanbieter Ioki, Cleverciti, ein Anbieter von Parking-Lösungen, sowie der Systemintegrator Avodaq.

Über die Hälfte der Befragten (56,1 Prozent) wünscht sich mehr digitale Services an ihrem Wohnort. Wenn sie nur eine Sache in ihrer Stadt ändern könnten, so die Bürger, sehen sie den größten Änderungsbedarf bei der Nutzung von Online-Anträgen in der öffentlichen Verwaltung (46,8 Prozent). Zudem wünschen sie sich intelligente, ressourcenarme Straßenbeleuchtungen sowie moderne Mobilitätsangebote (z. B. On-Demand-Beförderungsservices).

„Die Mobilitätswende ist in aller Munde. Wir schaffen sie nur, wenn wir vor Ort neue Angebote entwickeln und gleichzeitig den bestehenden Verkehrsfluss effizienter gestalten. Und zwar gemeinsam mit allen Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den Bürgern“, so Guido Verhoefen, Leiter Marketing und Geschäftsentwicklung, DB Regio Bus. „Kommunen nehmen als Treiber der digitalen Transformation eine Schlüsselrolle ein – gerade auch in der Schnittstelle zwischen urbanem und ländlichem Raum.“ Der aktuellen Umfrage zur Folge befürworten fast drei Viertel der Deutschen (69,8 Prozent) die Nutzung digitaler Lösungen, um den Verkehrsfluss in der Stadt zu optimieren, Staus zu verhindern und die Parkplatzsuche zu erleichtern.

Um diese Aufgaben zu bewältigen, bekommen die Kommunen jetzt Unterstützung. Die Initiative „Stadt in Bewegung“ will Städte attraktiver und nachhaltiger machen. Mithilfe digitaler Technologien will sie die Lebensqualität erhöhen – zum Beispiel durch leistungsfähige Services für die Bürger, eine bessere Verkehrsplanung, integrierte Mobilitätsangebote sowie fortschrittliche Beleuchtung. Gemeinsam bieten die beteiligten Unternehmen sowohl Anwender-Know-how aus verschiedenen Branchen als auch eine umfassende IT-Expertise.

Doch bevor viele Städte neue Services und Innovationen entwickeln können, fehlt es in vielen Regionen noch immer an flächendeckendem Breitband. Den Bundesbürgern ist das kaum mehr zu vermitteln. Jeder zweite Bewohner in bevölkerungsschwachen ländlichen Regionen (49,9 Prozent) sieht Nachholbedarf bei schnellem Internet – um besonders für eine moderne Industrieproduktion und Landwirtschaft zu sorgen.

Auftakt in Dortmund: Möglichkeiten der digitalen Stadt erleben

In den kommenden Wochen stellt die Initiative „Stadt in Bewegung“ auf einer Roadshow ihre Angebote und Services vor und diskutiert mit führenden Politikern und Experten die Potenziale der digitalisierten Stadt. Dabei bietet die Vernetzung verschiedener Leistungsbereiche in den Städten enorme Möglichkeiten. Hier setzt die Initiative an und zeigt konkrete Handlungsfelder auf. Der Clou: Die Initiative macht neueste Technologien und die Möglichkeiten der digitalen Stadt in einem Hightech-Bus erlebbar und im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“.

Der Auftakt zu „Stadt in Bewegung“ in Dortmund findet gemeinsam mit Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, statt. Die Entscheidung für Dortmund ist kein Zufall. Die Ruhrgebiets-Metropole ist in den vergangenen Jahren auf dem Weg zur Smart City schon ein gutes Stück vorangekommen: Die städtischen Entscheider haben die Digitalisierung zur Chefsache gemacht und steuern entsprechende Projekte konzertiert. Dortmund ist Gastgeber des diesjährigen Digital-Gipfels der Bundesregierung und wurde von der EU für die „Stadt der Zukunft“ nominiert.

Auch in Dortmund wünschen sich laut Civey sechs von zehn Befragten einen Ausbau der städtischen digitalen Services. Hoch im Kurs steht auch eine bessere digitale Verwaltung. Jeder Zehnte wünscht sich in der Region um Dortmund Parkraum-Apps, um die Dauer der Parkplatzsuche zu reduzieren und Staus zu vermeiden. IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber sagte in seinem Grußwort: „Das Motto: ‚Stadt in Bewegung‘ – Nächster Halt. Zukunft. – vermittelt die Zuversicht, dass es lohnt, digitale Lösungen in der eigenen Stadt anzugehen und sich mit anderen Räumen zu vernetzen. Smarte, digitale Lösungen haben nämlich das Potenzial, unsere Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und für zukunftsfeste Arbeit zu sorgen."

Bild: Mirko Bass

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