Netzausbau: Interview mit Frank Meywerk, Unitymedia KabelBW

Steigender Anteil an Glasfasertechnologie

Kurzinterview mit Frank Meywerk, Chief Technology Officer bei Unitymedia KabelBW, über staatliche Investitionen in die Breitbandversorgung

Frank Meywerk, Unitymedia KabelBW

Frank Meywerk, Chief Technology Officer bei Unitymedia KabelBW

IT-DIRECTOR: Herr Meywerk, wie schätzen Sie aktuell die Rolle der Politik – sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene – hinsichtlich des Breitbandausbaus ein? An welchen Stellen läuft es gut? Wo besteht dringender Handlungsbedarf?
F. Meywerk:
Wir gehen davon aus, dass trotz der allseits hohen Investitionsbereitschaft für den Breitbandausbau auch eine Form staatlicher Unterstützung erforderlich sein wird. Solche Beihilfen müssen nach unserer Auffassung technologieneutral sein und auf einen Ausbau mit der jeweils effizientesten Technik ausgerichtet sein. Förderungen dürfen Anreize zur privaten Investition nicht gefährden. Insbesondere dürfen bereits getätigte private Investitionen nicht nachträglich dadurch entwertet werden, dass sie mit staatlich geförderten Netzen überbaut werden.

IT-DIRECTOR: Welche Bedeutung besitzen im Rahmen Ihrer eigenen Breitbandinitiative einzelne Technologien wie Funk, Glasfaser- bzw. Kupferleitungen oder Satelliten?
F. Meywerk:
Erdgebundene Kabelinfrastrukturen auf Basis unserer Coax-Glasfaser-Technologie bleiben das Rückgrat unserer Aktivitäten. Dabei steigt der Anteil der Glasfaser an unserem Netz stetig, weil wir die Glasfaser bedarfsgetrieben immer weiter in Richtung des Kunden vorantreiben. Beim Eigenausbau, bei der Erschließung von Neubaugebieten und bei der Zusammenarbeit mit Infrastrukturpartnern führen Unitymedia und Kabel BW die Glasfaser immer häufiger bis direkt an das Gebäude heran (sogenannte Fiber-to-the-building/FTTB).

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