Siegfried Betke, Datacore

Storage als Softwarethema verstehen

Interview mit Siegfried Betke, Director Central Europe bei Datacore, über neuer Herausforderungen im Speichermanagement

Siegfried Betke, Datacore

Siegfried Betke, Director Central Europe bei Datacore

IT-DIRECTOR: Inwiefern haben aktuelle Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing den Markt für Speicherlösungen verändert?
S. Betke: Der Markt beginnt Storage als Softwarethema zu verstehen. Storage ist ja längst Teil des Virtualisierungs- und Cloud-Marktes geworden, wie unser Storage-Hypervisor SANsymphony-V zeigt. In erster Linie haben virtuelle Server und Desktops die Anforderungen an Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit und Performance erhöht, und das unter der Prämisse, mehr mit weniger Kosten zu erreichen.

IT-DIRECTOR: Hinsichtlich sogenannter „Big Data“ gehen Experten in den nächsten Jahren von einem Datenwachstum bis in den Exa- und Zettabyte-Bereich aus. Welche Anforderungen stellt dieses Wachstum künftig an die Speicherinfrastruktur?
S. Betke: Dieses Wachstum verlangt eine Flexibilität, die nur durch das Aufbrechen der Hardwaregrenzen durch Software geleistet wird. Man kann dies Unified Storage nennen oder eben Speichervirtualisierung. Sie verbindet Speichertechnologien von heute und morgen, die physische Disk im Rechenzentrum mit Solid State Disk (SSD) und Kapazität in der Cloud.

IT-DIRECTOR: Mit welchen Speicherkonzepten können Unternehmen diese Datenflut am besten in den Griff bekommen?
S. Betke: Mit einem universalen Storage-Hypervisor lassen sich alle Aspekte abdecken und viele automatisieren: Kapazitätsmanagement, Performancemanagement, Data-Protection-Management. Er integriert Thin Provisioning, Replikation, CDP, Caching usw. Automatisches Storage-Tiering ist dabei eine essentielle Funktion, um Speicherinfrastrukturen angesichts der großen Datenmengen effektiv verwalten zu können.

IT-DIRECTOR: Wie können IT-Verantwortliche – ohne große Neuinvestitionen zu tätigen – die Leistungsfähigkeit ihrer Speicherlandschaften steigern? Und wie können sie diese energieeffizienter gestalten?

S. Betke: Die Storage Cloud ist natürlich eine naheliegende Antwort, um große Investitionen zu vermeiden. Dennoch muss genau hinterfragt werden, wie sich die langfristigen Kosten darstellen und wie Anwender wieder aus der Cloud herauskommen, wenn ihnen danach ist. Um die Auslastung bestehender Umgebungen zu optimieren, sind Thin Provisioning und Auto-Tiering geeignete Technologien, die ein Storage-Hypervisor mitbringt, um weniger Hardware einzusetzen. Auch brachliegende Ausweichrechenzentren werden durch ihn obsolet.

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