Eine andere Art des Vertrauens

Technologie hilft bei Fachkräftemangel

In vielen Branchen herrscht derzeit Fachkräftemangel und Unternehmen befinden sich in der Situation, ihren Mitarbeitern zunehmend flexible Arbeitsplatzmodelle anbieten zu müssen, um sie zu halten und neue zu gewinnen. Dabei können auch Arbeitgeber – die richtige Technologie vorausgesetzt – davon profitieren. Roland Lunck, Regional Vice President Germany bei Fuze, hält im Interview ein Plädoyer für mehr ­Flexbilität und Vertrauen.

Technologie hilft bei Fachkräftemangel

Roland Lunck, Regional Vice President Germany bei Fuze.

IT-DIRECTOR: Herr Lunck, welche UCC-Technologien können die Entwicklung des „modernen Arbeitsplatzes“ fördern?
R. Lunck: Nur Technik, die von überall und einfach nutzbar ist – egal ob von den Endnutzern oder den Administratoren.

IT-DIRECTOR: Wie ordnen Sie Deutschlands 
Position im internationalen Vergleich ein, wenn es um die Akzeptanz von flexiblen, mobilen Arbeitsplätzen geht?
R. Lunck: Deutschland ist auf dem richtigen Weg. Die zunehmenden Verkehrsstaus, ein wachsendes Umweltbewusstsein und weitere Faktoren wie Schneechaos im Winter sorgen für steigende Akzeptanz.

IT-DIRECTOR: Was sind die derzeitigen Hemmnisse bei der Verbreitung solcher Arbeitsplatzmodelle?
R. Lunck: Internet-Geschwindigkeiten sind leider weiterhin ein Problem in Deutschland. Davon abgesehen haben Manager und Betriebsräte in Deutschland keine ganz unbeschwerte Haltung gegenüber Homeoffice-Arbeitsplätzen. Um den Mitarbeiter remote arbeiten zu lassen, ist eine andere Art Vertrauen als bisher erforderlich, die sich aber in diesem Land oft erst noch entwickeln muss.

IT-DIRECTOR: Bei allen Möglichkeiten, die UCC-Technologien heute bieten – wie realistisch ist eine effiziente Projektarbeit, wenn die Arbeitszeiten flexibel gehandhabt werden?
R. Lunck: Die Effizienz ist extrem hoch. Durch die Ortsunabhängigkeit und die freie Zeiteinteilung fallen alle Reisezeiten weg und die Mitarbeiter können viel besser kommunizieren. Beispielsweise werden in Audio- und in Videokonferenzen Punkte deutlich schneller und effektiver besprochen, da das „Zerreden“ wegfällt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

IT-DIRECTOR: Jeder Arbeitgeber möchte die Suche nach Talenten für sich entscheiden – inwieweit ist das Vorhandensein von UCC-Lösungen hier ein Kriterium und haben die Unternehmen diesen Gedanken mittlerweile hinreichend verinnerlicht?
R. Lunck: Leider sind die Möglichkeiten des dezentralen Arbeitsplatzes in Deutschland noch nicht in allen Personalabteilungen und Betriebsräten angekommen. Die jungen Talente wollen heute nicht nur in „hippen“ Büros sitzen, sondern auch arbeiten, wo, wann und wie sie wollen. Wichtig ist ihnen auch eine ständige Kommunikation mit ihren Kollegen, wann immer sie es wünschen. Eine UCC-Plattform wie Fuze bietet dabei Vorteile: Damit sieht man sofort, ob der Kollege beschäftigt ist, also telefoniert oder in einem Meeting ist. Klassisches Telefon und E-Mail können da nicht mithalten.

IT-DIRECTOR: Früher war man meist von acht bis 17 Uhr im Büro, heute gibt es zahlreiche alternative Modelle. Wie werden UCC-Technologien den Arbeitsplatz in Zukunft weiter verändern?
R. Lunck: UCC oder Unified Communications as a Service verändert die Büroarbeit komplett. Heute benötigt man einen Laptop, ein Headset und Internet für sein Büro. Morgen wahrscheinlich nur noch ein Smartphone oder Tablet. Da die Daten zentral in der Cloud liegen, sind auch vormals bandbreitenintensive Anwendungen wie das Teilen von Präsentationen kein Problem mehr.

Bildquelle: Fuze

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