Reduzierung der Gesamtkosten

Technologisch vorne in der Public Cloud

Derzeit rangieren Private Cloud-Szenarien in der Gunst der von IDC befragten Entscheider noch vor Public Cloud-Lösungen. Meist stehen Sicherheitsbedenken im Wege. Sind diese jedoch ausgeräumt, zeigt sich das weitreichende Potential für die Public Cloud.

Technologisch vorne in der Public Cloud

Gerade die Public Cloud bietet den Unternehmen eine Reihe neuer Möglichkeiten, ihre teilweise in die Jahre gekommenen IT-Infrastrukturen ohne großen Aufwand einer umfangreichen Erneuerung zu unterziehen – und Kosten zu reduzieren. Das Erstaunliche bei der Interpretation der Antworten ist allerdings, dass augenscheinliche Kostenaspekte wie geringere Total Cost of Ownership oder die verbrauchsabhängige Abrechnung gar nicht als wichtigste Antriebsfedern hineinspielen. Im Gegenteil: Beide Argumente firmieren als die Schlusslichter in der Liste. In der Umfrage von 2009 lagen TCO und Verbrauchsabhängigkeit noch an der Spitze der Nennungen, was rückblickend betrachtet wohl hauptsächlich in der damaligen Weltwirtschaftskrise begründet liegt.

Orientierung am Standard

Daraus lässt sich jedoch nicht der Schluss ziehen, dass Einsparungen in Zeiten wirtschaftlicher Erholung keine Rolle mehr spielten und von der Liste der ausgegebenen Ziele gestrichen worden wären – gerade wenn man bedenkt, dass mit einem Antriebsfaktor von 2,3 eine geringere TCO sowie eine verbrauchsabhängige Abrechnung von den Unternehmen weiterhin als wichtig erachtet werden. Zudem führen auch die Aspekte, die im aktuellen IDC White Paper ganz oben stehen, spätestens mittelfristig zu erheblichen Kostenreduktionen: Eine schnelle Installation bzw. Implementierung bedingt weniger Manntage und führt zwangsläufig ebenso zu (viel) geringeren ­Gesamtkosten wie eine höhere Standardisierung der IT. Schließlich geht eine Ausrichtung an Standardtechnologien und -szenarien immer mit einer Reduzierung des Administrations- und Verwaltungsaufwands einher.

Dies gilt nicht nur für Software-Komponenten. Ein wichtiger Aspekt, der bei Kostenvergleichsanalysen nach IDC-Ansicht häufig unter den Tisch fällt, sind die ständig anfallenden Investitionen in die Erneuerung der Hardware-Strukturen bei eigenbetriebener IT sowie der Aufwand für Software Updates und Releasewechsel. Vielerorts haben sich über die Zeit längst fällige Investitionen aufgestaut. Die in die Jahre gekommenen Infrastrukturen verursachen hohe Wartungskosten, während die unbefriedigende Auslastung und Nutzung der Hardware-Ressourcen zu einem viel zu hohen Energieverbrauch führt. Noch gravierender ist der Mangel an Agilität, der die IT-Abteilungen daran hindert, schnell auf sich verändernde Geschäftsanforderungen reagieren zu können.

Gerade dies ist in dem derzeitigen dynamischen Marktumfeld jedoch unabdingbar. Speziell die IT-Abteilungen stehen vor der Herausforderung, die bei den Entscheidern immer wichtiger werden: Kriterien wie Schnelligkeit, Flexibilität und einfache Nutzung neuer Technologien unkompliziert zu erfüllen. Genau hierfür steht die Public Cloud: Neue Nutzerkonten lassen sich in Minutenschnelle hinzubuchen und Lastspitzen können adhoc abgefedert werden – alles bei gleichzeitiger Nutzung aktuellster Technologien.

Sicherheit – Antriebs- und Hemmfaktor in einem

Noch einmal zurück zum Thema Sicherheit: Es erstaunt, dass die Unternehmens-IT-Verantwortlichen den Cloud-Anbietern in puncto Security allen hitzigen öffentlichen Diskussionen zum Trotz eine Menge zutrauen – mehr jedenfalls als die Business-Entscheider. Aus Sicht der IT-Profis ist neben der Nutzung neuester Technologien und höherer Standardisierung die höhere Sicherheit gegenüber dem Eigenbetrieb der wichtigste Grund für die Nutzung von Cloud Services. Die IT-Verantwortlichen, die in den meisten Unternehmen auch für das Thema IT-Sicherheit zuständig sind, sehen in der Nutzung von Cloud Services folglich die Chance, das immer komplexere Thema IT-Sicherheit zumindest für den jeweiligen Service an die Rechenzentrumsbetreiber abzugeben und sich so Ressourcen und Zeit für andere Aufgaben zu schaffen.
Die Gewährleistung der Datensicherheit gehört zum Kerngeschäft der Cloud Services-Anbieter. Sie verfügen über die entsprechenden Ressourcen, Einrichtungen und das Know-how. Kurz gesagt: Sie verlören ihre Geschäftsgrundlage, könnten sie die Datensicherheit nicht garantieren.

Die Business-Entscheider hingegen bewerten diesen Aspekt („höhere Sicherheit als beim Eigenbetrieb“) etwas schlechter, ihnen ist vor allem wichtig, dass ihr Geschäft von der IT schnell, unkompliziert und flexibel unterstützt wird. Die IT-Sicherheit muss dabei natürlich gewährleistet sein, wie diese konkret umgesetzt wird, spielt aber zunächst keine große Rolle. Beim Thema Sicherheit scheiden sich insgesamt die Geister, Sicherheit ist aus Sicht der befragten Gruppen Antriebs- und Hemmfaktor zugleich. Es scheint jedoch, als ob die Sicherheitsbedenken in dem Maße schwänden, in dem sich die Anwender mit dem Thema Cloud Computing befassen.

 

Bildquelle: © James Warren/iStockphoto.com

 

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