BVT vertraut auf Mindjet

Terrorismusprävention

Das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung visualisiert komplexe Sachverhalte mithilfe einer Softwarelösung.

Flagge, Bildquelle: Thinkstock/Wavebreak Media

In Österreich soll das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) die Menschen vor politisch motivierter Kriminalität schützen. Ziel ist durch Beobachtungen und Analysen eine Art Frühwarnsystem, das es erlaubt, gefährdungsrelevante Informationen zu beurteilen und die notwendigen Handlungsstrategien zu entwickeln. Da diese Beobachtungen und Erkenntnisse oft komplex und auch von länderübergreifender Relevanz sind, ist die unmissverständliche Kommunikation derselben an die Verantwortlichen von großer Bedeutung. Seit mehr als fünf Jahren setzt das BVT auf die Mindmapping-Software aus dem Hause Mindjet, um ihre Ermittlungen darzustellen.

Doch die Umstrukturierung einer Behörde und Einführung neuer Software waren nicht ganz einfach, schließlich hatte das BVT bisher fast ausschließlich mit hauseigenen Sonderlösungen gearbeitet, die als Insellösungen auf eigenen Servern liefen. Es kamen also nur Lösungen infrage, die als Desktopversion zur Verfügung standen und nicht mit dem Internet verbunden waren – aus Sicherheitsgründen.

Die Tatsache, dass sich das Produkt „MindManager“ an der Windows-Welt orientiert und als Insellösung zu installieren war, unterstützte die Einführung der Software beim BVT. „Die Lösung wird sehr vielseitig bei uns genutzt“, verrät Alois M., Projektleiter beim österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. „Zum einen werden damit sämtliche Besprechungen vorbereitet und ‚mitgemappt’, so dass in kürzester Zeit auch immer gleich ein Protokoll der Sachlage zur Verfügung steht. Zum anderen werden komplexe Aufgabenstellungen, wie beispielsweise die Durchführung der staatspolizeilichen Aufgaben während der Fußball-Europameisterschaft ,Euro 2008‘ mit dem Werkzeug geplant, strukturiert und umgesetzt.“

Aber auch Projekt-Management-Aufgaben realisieren die Österreicher im Mapformat. Strategische Analysen und die Darstellung von Abhängigkeiten und Verbindungen haben beim Staatschutz eine große Bedeutung. Gerade wenn es darum geht, Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sich externe Stakeholder wie Richter oder Staatsanwälte, aber auch interne Leitungsorgane ein Lagebild machen und Entscheidungen treffen können.

Bei der Erarbeitung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen im Bereich des Staatschutzes wird das Programm genutzt, um etwa operative Falldarstellungen zu besprechen. „Wenn wir unsere Ergebnisse dann der Staatsanwaltschaft präsentieren, kann diese die Zusammenhänge und Risiken schneller einschätzen“, heißt es beim BVT.

 

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismus­bekämpfung
Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ist eine österreichische Polizeiorganisation mit nachrichtendienstlichen Elementen. Das Bundesamt soll die verfassungs­mäßigen Einrichtungen schützen sowie deren Handlungsfähigkeit sichern. Die Behörde ging 2002 aus der Zusammenlegung verschiedener Staatsämter hervor und untersteht unmittelbar dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im österreichischen Bundesinnenministerium.
Internet: www.bmi.gv.at

 

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