30 Prozent Zeiteinsparung

Thyssenkrupp Marine Systems setzt auf Datenqualität

Die Thyssenkrupp Marine Systems GmbH stand vor einer keineswegs trivialen Aufgabenstellung: Als Business Unit der Thyssenkrupp AG muss sie einerseits an den Konzern berichten, andererseits benötigt sie dazu auch die Daten ihrer eigenen Niederlassungen und Tochtergesellschaften. Die spannende Herausforderung: die Datenerfassung und -weiterverarbeitung.

U-Boot auf dem Meer

Hinter der Thyssenkrupp Marine Systems GmbH verbirgt sich ein Anbieter von nichtnuklearen U-Booten und High-End-Marineschiffen mit Hauptsitz in Kiel.

Der maritime Schiffbau ist geprägt von hoch komplexen Prozessen, bedingt durch langlaufende, großvolumige Projekte, die zum Teil in konsortialen Strukturen und mit erheblicher externer Wertschöpfung durchgeführt werden. Die Planung setzt auf Abertausenden von auftragsbezogenen Einzelpositionen auf, die bislang in Excel zusammengefasst und zu einer Unternehmensplanung verdichtet wurden. Genügend gute Gründe, nach einem integrierten Tool für die Unternehmensplanung, das Berichtswesen und die Analyse Ausschau zu halten.

Das tat man mithilfe von Barc, einem Forschungs- und Beratungsinstitut für Unternehmenssoftware. Gemeinsam hat man einen strukturierten Auswahlprozess aufgesetzt, die Anforderungen konkretisiert und zunächst rund zehn Hersteller in die Vorauswahl genommen, die als mögliche zukünftige Geschäftspartner in Betracht kommen und die gestellten Aufgaben bewältigen könnten.

Nach einer jeweils eintägigen Präsentation der potentiellen Kandidaten blieben vier Anbieter übrig, die in einem weiteren eineinhalbtägigen Workshop konkrete Aufgabenstellungen erledigen und umsetzen mussten. Am Ende des insgesamt dreimonatigen Auswahlprozesses fiel die Entscheidung für Unit4 Prevero, Hersteller von Corporate-Performance-Management- (CPM) und Business-Intelligence-Lösungen (BI). Nach dem Anfang des Jahres erfolgten Kick-Off soll im Juni die Phase 1 für die Unternehmens- und die Kostenträgerplanung abgeschlossen sein.

Die Sprache des Anwenders


Jasper Kristensen, Head of Controlling bei Thyssenkrupp Marine Systems: „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung für unseren neuen Geschäftspartner waren gleich mehrere Dinge. Zum einen hat uns u.a. die Umsetzung unseres Planungsszenarios in seine Software beeindruckt.“ Der Anbieter habe in der Präsentation die besten Resultate erzielt; es sei schnell klar geworden, dass er die Anforderungen zu 100 Prozent verstanden habe und die Sprache des Anwenders spreche. „Zum anderen haben wir uns mit einem anderen, sehr namhaften Werftkunden der Münchner ausgetauscht“, ergänzt Kristensen. „Deren Erfahrungen hinsichtlich Zusammenarbeit, Erledigung der gestellten Aufgaben, Beratungsqualität, Branchenkenntnis und Termintreue haben überzeugt.“

Insgesamt erwarte man eine integrierte Planung aller Geschäftsbereiche, eine Beschleunigung bei den Hochrechnungsprozessen um rund 30 Prozent pro Monat und eine hohe Transparenz inklusive Datenkommentierungen in einem integrierten Tool. Kristensen: „Wir freuen uns auf eine erhöhte Datenqualität und -sicherheit, auf unseren Single Point of Truth; Planung, Hochrechnung und Analyse werden aus einem Guss sein. Wir möchten uns zukünftig mit Inhalten auseinandersetzen und nicht mehr mit Excel-Verknüpfungen“. Langfristig soll das neue Tool auch anderweitig eingesetzt werden, beispielsweise für die Investitions- oder Kapazitätsplanung.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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