Telematik von Schmitz Cargobull

Trailer Connect deckt Diebstähle auf

Trailer Connect, die Telematik von Schmitz Cargobull, zeigt den Kunden, wo sich ihre Auflieger befinden, wann sie zur Wartung in die Werkstatt müssen, ob alle Türen ­sachgemäß geschlossen sind oder klärt auf, wenn Waren gestohlen wurden.

Schmitz-Cargobull-Anhänger

Seit fast 125 Jahren produziert Schmitz Cargobull Anhänger und Aufbauten für die Transportbranche – und seit einiger Zeit auch ein eigenes Tele­matiksystem.

Schmitz Cargobull produziert und verkauft seit fast 125 Jahren Anhänger und Aufbauten für die Transportbranche. Mit Erfolg: Der Trailer-Hersteller ist auf diesem Gebiet führend in Europa. Auch, weil das Familienunternehmen aus dem Münsterland sein ursprüngliches Geschäftsmodell durch Services, u.a. mit einem eigenen Telematiksystem, erweiterte – aus einem reinen Hersteller von Anhängern und Aufbauten wurde so ein Anbieter von intelligenten Transportlösungen. „Mit unseren Komplettlösungen können unsere Kunden ihre täglichen Aufgaben wirtschaftlich besser erfüllen“, erklärt Karl-Heinz Neu, Geschäftsführer bei Schmitz Cargobull Telematics.

Denn über eine im Fahrzeug verbaute Elektronik gibt Trailer Connect dem Disponenten ständig Aufschluss über die Position der Fahrzeuge. So lassen sich Anhänger schneller orten und die Ankunftszeit der Ware punktgenau prognostizieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Trailer abgekoppelt auf dem Firmengelände geparkt ist, an einer Zugmaschine hängt und gezogen wird oder auf einem Waggon auf Schienen unterwegs ist. Weitere Sensoren am Trailer überwachen die Temperatur im Laderaum, erkennen, ob die Tür zum Frachtraum geöffnet wurde und messen kontinuierlich den Reifendruck. Auch den Bremsenverschleiß haben Disponenten im Blick und können dadurch besser abschätzen, wann ein Trailer zur Wartung muss.  Ein Koppelsensor ordnet den Anhänger sogar einer bestimmten Zugmaschine zu. So weiß die Disposition immer, welcher LKW mit welchem Trailer einen entsprechenden Auftrag ausführt.

Ständiger Datenaustausch


Ein Vorteil für die Kunden: weniger Kraftstoffverbrauch durch optimalen Reifendruck. „Bis zu fünf Prozent Diesel kann ein Kunde sparen, wenn er mit dem richtigen Reifendruck fährt“, sagt Neu. Hinzu kommt: Das Be- und Entladen kann via Türaktivität überwacht werden, Leerfahrten lassen sich vermeiden und der Laderaum wird aus der Ferne während der Fahrt in Echtzeit überwacht. Kurz: Der ständige Datenaustausch zwischen Fahrzeug, Logistiker und Fuhrparkmanager sorgt für mehr Transparenz in der kompletten Logistikkette.
Vorteile, die nach anfänglicher Skepsis in der Branche immer mehr Kunden überzeugen: Knapp 40.000 Fahrzeuge hat das Unternehmen mittlerweile mit seinem Telematiksystem ausgestattet, Tendenz steigend. Dabei lassen sich Trailer sowohl ab Werk als auch herstellerunabhängig im Nachhi­nein mit dem System ausrüsten.

Machine-to-Machine-Kommunikation


Den Weg der Daten vom Fahrzeug auf den Bildschirm des Spediteurs ebnet die Telekom. Das Steuergerät am Fahrzeug ist mit einer fest verbauten M2M-SIM-Karte ausgestattet. Über sein integriertes GSM-Modul und das Mobilfunknetz der Telekom gelangen die Daten in ein hochsicheres Rechenzentrum. Dort werden sie verarbeitet, visuell aufbereitet und über das Webportal ausgegeben. Der Spediteur greift am PC über eine gesicherte Verbindung auf Trailer Connect zu.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05/2016. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Zu Beginn des Jahres hat Schmitz Cargobull das System überarbeitet. Ein neues Design und Bedienkonzept ermöglichen den Zugriff auf alle Funktionen mit wenigen Mausklicks. „Anwenderfreundlichkeit stellen wir in den Fokus“, sagt Geschäftsführer Neu. Die jüngsten Neuerungen: Nun lässt sich das System auch von unterwegs über eine Smartphone- oder Tablet-App nutzen. Und ein neu entwickelter Tanksensor misst den Füllstand des Kühlgerätetanks. Durch die Überwachung aller Tankvorgänge mit Zeit- und Ortsangaben können Spediteure und Logistiker einen Kraftstoffdiebstahl schnell aufklären. Auch über ein „Pay per use“-Modell denkt Neu nach. Das heißt: „Zusätzlich zu seinem bestehenden Fuhrpark könnten Kunden weitere Anhänger nach Bedarf anmieten – müssten also immer nur dann bezahlen, wenn sie die Fahrzeuge auch tatsächlich nutzen“, sagt Neu. „In  fünf bis sieben Jahren könnte es so weit sein."


Die Schmitz Cargobull AG ...
... produziert und verkauft seit fast 125 Jahren Anhänger Koffer-, Plan- und Kipperaufbauten. Im vergangenen Jahr haben 4.900 Mitarbeiter des Familienunternehmens aus Altenberge in Nordrhein-Westfalen rund 44.000 Fahrzeuge produziert und ausgeliefert. Mit der eigenen Tochter Cargobull Telematics entwickelte der Anhängerproduzent ein eigenes Telematiksystem, mit dem inzwischen knapp 40.000 Trailer ausgestattet sind.


Bildquelle: Schmitz Cargobull

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