Swiss Krono Group mit Add-on

Transportmanagement integrieren

Meist laufen ERP-Systeme wie SAP und spezielle Logistik-Anwendungen getrennt nebeneinander. Nicht bei der Swiss Krono Group: Die beiden Tochtergesellschaften Kronotex und Kronoply am Standort Heilgengrabe integrierten die webbasierte Logistikplattform Transporeon über ein Add-on in ihr SAP-System.

Bereits seit 2005 organisieren Kronotex und Kronoply mit Hilfe der Transpore-on-Plattform den Transport ihrer Produkte – von MDF-/HDF-Platten über Laminatfußboden und OSB-Platten bis hin zu Dämmstoffen. Die gesamte Kommunikation zwischen Disponenten und Speditionen läuft mittlerweile über die internetbasierte Anwendung, so etwa die Ausschreibung und Vergabe von Frachtaufträgen, die Übermittlung der Sendungsinformationen oder die Buchung von Zeitfenstern zur Warenabholung.

Dies bringe eine enorme Zeitersparnis bei der Disposition, geringere Frachtkosten, mehr Transparenz und sinkende Standzeiten der abholenden LKW verzeichnen, so Günther Müller-Schubert, Logistikleiter bei Kronoply. „Mit der Plattform können wir alle unsere Transporte zeitnah und effizient steuern.“

Schlankere Serverstruktur durch SAP-Add-on

Von den Vorteilen sollen künftig auch die Schwesterunternehmen innerhalb der Swiss Krono Group profitieren. Im Rahmen der SCM-Strategie legte der Vorstand fest, die Plattform in Zukunft stärker zu nutzen. Derzeit sind fünf von zehn Standorte an das System angeschlossen. Um die Anbindung weiterer Werke zu vereinfachen, musste jedoch auf IT-Seite noch eine Hürde genommen werden. „Wir hatten für die Lösung bisher einen eigenen Server eingesetzt. Dieser musste nicht nur gewartet werden, sondern war für uns auch eine zusätzliche Fehlerquelle. Gleichzeitig hatten wir einen hochmodernen, schnellen Server für SAP. Daraus entstand der Wunsch, die Anwendung in SAP zu integrieren und alles über einen Server abzuwickeln“, erklärt Steffen Schultz, der in Heiligengrabe für die IT-Logistik verantwortlich ist.

Mit Hilfe des SAP-Add-on, das der Anbieter bereit stellt, ist nun - nach einer Projektphase von sieben Monaten - die Frachtmanagement-Plattform in SAP integriert. Während die Spediteure weiterhin mit der gewohnten Transporeon-Oberfläche arbeiten können, greifen die Kronotex- und Kronoply-Mitarbeiter über ihr vertrautes SAP auf die Funktionen zu.

„Von IT-Seite nutzen wir jetzt unseren SAP-Server optimal. Unser Wartungs- und Pflegeaufwand ist deutlich gesunken, unsere Kosten geringer. Wir haben weniger Schnittstellen. Das ganze System ist schneller, die Fehleranfälligkeit minimiert und unser Berechtigungskonzept lässt sich einfacher umsetzen“, ist Schultz zufrieden. „Insgesamt haben wir jetzt hervorragende Bedingungen für den konzernweiten Roll-out geschaffen.“

Auch auf Seiten der Logistik sieht man das Projekt positiv: „Das Feedback meiner Mitarbeiter ist sehr gut“, erklärt Müller-Schubert. „Zudem können wir die Transportmanagement-Daten jetzt über Business Warehouse von SAP auswerten. Das spart uns Arbeit bei den monatlichen Reports.“

Geplant ist, das SAP-Add-on zunächst zum Jahreswechsel 2013/2014 an allen Standorten einzuführen, die bereits mit Transporeon arbeiten. Den Anfang macht der Standort Depalor im französischen Phalsbourg, der bis Ende 2012 angebunden sein wird. Der Roll-out an den anderen Standorten erfolgt im Anschluss.

www.krono.com
www.transporeon.com

Bildquelle: Sturm / pixelio.de

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