Unified-Communications-Lösungen

UC-Performance stets im Blick

Unified-Communications-Lösungen können die Zusammenarbeit zwischen räumlich voneinander entfernten Mitarbeitern, Kunden und Partnern verbessern – allerdings kann die Performance dabei nicht immer gewährleistet werden. Wie können ­Unternehmen die Leistung der UCC dauerhaft sicherstellen und Fehler bei Bild- oder Audioübertragungen vermeiden?

Fernglas, Bildquelle: Thinkstock/Purestock

Die UC-Performance mit entsprechenden Tools stets im Blick

Ungeachtet ihrer Popularität zählen Unified Communications zu den eher komplexen Diensten der modernen IT-Welt. Sowohl Implementierung als auch Verwaltung können kompliziert und zeitaufwendig sein – schließlich müssen zahlreiche unterschiedliche Komponenten nahtlos miteinander verbunden werden. Gleichzeitig müssen Anwendungen wie Telefon- oder Videokonferenzschaltungen und Collaboration-Tools hohe Anforderungen an Performance und Verfügbarkeit erfüllen, um den Ansprüchen der Anwender gerecht zu werden. Kein Wunder also, dass CIOs unter hohem Druck stehen, wenn es um die erfolgreiche UC-Einführung geht.

Eine der vielleicht größten Herausforderungen sind – insbesondere bei Telefon- und Videoübertragungen – die Erwartungen der Anwender. Beispielsweise wird ein permanent verfügbares Freizeichen beim Abheben eines Telefonhörers heute als selbstverständlich angesehen. Daher erwarten die Anwender auch bei UC-Anwendungen zur Übertragung von Gesprächen und Video, dass diese quasi in Echtzeit funktionieren. Hier darf es keine Verzögerungen geben. Schwache Performance und Abbrüche können zu Produktivitätsverlusten führen und – mindestens ebenso schlimm – Sicherheitsrisiken können den Ruf der Firma schädigen. Was ist zu tun?

Für CIOs und IT-Teams, die für den Support eines UC-Systems verantwortlich sind, kann die Fehlerbehebung und Lösung von Performanceproblemen zur Herausforderung werden. Nicht zuletzt können die Aufrechterhaltung einer hohen Verfügbarkeit und die Kontrolle anderer Anwendungen, die das Netzwerk belasten, zu System­ausfällen und steigenden Betriebskosten führen. 

Sollten Anwendungen ausfallen, ist es zwingend erforderlich, dass IT-Betriebs-, Anwendungs- und Netzwerkteams in der Lage sind, einen Fehler so schnell wie möglich zu beheben. Meist ist es jedoch noch so, dass ein Großteil der Probleme erst erkannt wird, wenn bereits Klagen der Anwender laut werden. Um langfristig eine optimale Performance zu gewährleisten, ist es daher unerlässlich, dass Probleme erkannt und behoben werden, bevor die Anwender betroffen sind.

Bislang haben IT-Teams UC-Systeme entweder über native UC-Verwaltungstools oder eine Vielzahl verschiedener Systeme, einschließlich Netzwerk- und Anwendungs-Performance-Tools, verwaltet. Ein solcher Ansatz bietet jedoch nur eine fragmentierte Ansicht, so dass es schwer wird, die Ursache eines Problems zu erkennen. So kommt es, dass das Netzwerkteam die Schuld auf das Anwendungsteam und das Anwendungsteam auf das IT-Operations-Team schiebt und umgekehrt. Am Ende dauern die Problemerkennung, -diagnose und -lösung aufgrund mangelnder Abstimmung Tage und Wochen anstelle von Minuten. 

Native UC-Verwaltungstools bieten oft auch nicht genug Informationen, um das Ausmaß und die Auslöser einer Serviceunterbrechung zu verstehen. Selbst wenn ein Konfigurationsproblem erkannt wird, haben viele Teams einfach nicht die Zeit oder die Ressourcen, um herauszufinden, wie weit sich ein Problem erstreckt bzw. weiteren Störfällen vorzubeugen. 

„Unternehmen brauchen ein Managementtool, das einen ganzheitlichen Blick auf die IT-Infrastruktur und die Anwendererfahrung bietet“, rät Christian Lorentz, Senior Product Marketing and Alliance Manager bei Riverbed. Er findet: „Es muss möglich sein, Netzwerk, Anwendung und umgebende Infrastruktur gleichzeitig im Hinblick auf gute Performance zu analysieren. Dann lässt sich auch die Ursache eines Problems schnell identifizieren und adressieren.“

Ebenso sollte man seiner Meinung nach unbedingt im Hinterkopf behalten, dass – ebenso wie die Anwender – nicht alle Anwendungen gleich sind. Eine gute Möglichkeit zur Beschleunigung von Unified Communications ist daher die Priorisierung der einzelnen Anwendungen, wenn es um die Verteilung der Bandbreiten geht. E-Mails können beispielsweise große Bandbreiten beanspruchen, so dass Videokonferenzen unter langen Ladezeiten leiden. Organisationen sollten daher die Möglichkeit haben, Videoübertragungen durch die Zuweisung von QoS-Merkmalen (Quality of Service) im Netzwerk zu priorisieren.

Mittels QoS ist es möglich, wichtigen Netzwerkverkehr zu schützen und unerwünschte Anwendungen zu beschränken. QoS-Management sorgt zudem dafür, dass die Bandbreite auf der jeweiligen Anwendungsebene zugewiesen wird und Anwender genau die Ressourcen erhalten, die sie benötigen, um geschäftskritische Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.

Durch die Implementierung eines Tools, das proaktiv und umfassend den Unified-Communications-Lebenszyklus einschließlich neuer Implementierungen, Upgrades und des laufenden Betriebs verwaltet, erhalten Unternehmen Einblick in die Performance ihrer UC-Anwendungen. Die Einführung eines ganzheitlichen Konzepts zur Verbesserung der Endanwendererfahrung bietet die Sicherheit, dass die Anwendungen unabhängig davon, wo und wann auf diese zugegriffen wird, verfügbar sind.

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