Effizientes Energiemanagement: Interview mit Nicolai Henze, Epicor

Überblick über die CO2-Emissionen

Kurzinterview mit Nicolai Henze, Presseverantwortlicher bei dem ERP-Anbieter Epicor, über nützliche Softwarewerkzeuge für die umfassende CO2-Bilanzierung

Nicolai Henze, Epicor

Nicolai Henze, Presseverantwortlicher bei Epicor

IT-DIRECTOR: Worin bestehen die kritischen Herausforderungen im Energie- und Ressourcenmanagement im Hinblick auf CO2-Bilanzierung?
N. Henze: Unternehmen müssen den Energie- und Ressourcenverbrauch in unterschiedlichsten Geschäftsbereichen erfassen und analysieren – vom Gebäudemanagement über Produktionsanlagen und IT-Infrastrukturen bis hin zur Logistik. Aktuell erfassen die meisten Unternehmen, wenn überhaupt, die Daten punktuell über manuelle Verfahren. Einige beginnen, Einzellösungen einzusetzen, die für bestimmte Anwendungen in unterschiedlicher Form und Ausrichtung am Markt angeboten werden. Im Ergebnis ist der Informationsmix aus manueller Erfassung und spezialisierten Einzeltools für eine CO2-Bilanzierung kaum brauchbar – die Datenbeschaffung dauert zu lange, die Daten selbst sind fehlerbehaftet, nicht wirklich nachprüfbar, der Prozess ist insgesamt kostenintensiv und ineffizient.

Ein Überblick zu den tatsächlichen CO2-Emissionen ist so nicht möglich – die Einzelanwendungen lassen sich nicht integrieren und die manuell erfassten Daten einzugeben kann schon aus organisatorischen Gründen nicht zuverlässig und zeitnah funktionieren. Doch ohne einen verlässlichen Überblick zu aktuellen CO2-Bilanzwerten sind auch keine Zusammenhänge erkennbar. Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit in der CO2-Bilanz können nicht sinnvoll angestoßen werden.

IT-DIRECTOR: Welche wirtschaftlichen Entwicklungen erwarten Sie im Lösungsmarkt für CO2-Bilanzierung?
N. Henze: Laut einer Studie von Verdantix ist in den vergangenen zwei Jahren in den USA Venture Capital in Höhe von über 100 Mio. US-Dollar in den Markt für Energy Management Software geflossen. Es wird geschätzt, dass zusätzlich in etwa gleicher Höhe von den großen IT-Konzernen wie CA Technologies, IBM, IHS, Oracle und SAP investiert wurde. Diese Zahlen allein sagen schon viel aus über das erwartete Marktpotential.

IT-DIRECTOR: Wie positioniert sich Ihr Unternehmen in diesem Markt?
N. Henze: ERP-Lösungen wie Epicor sind darauf ausgerichtet, sämtliche operativen Prozesse in einem Unternehmen integriert zu steuern und zu optimieren. Dafür werden zentral alle Daten dieser operativen Prozesse erfasst und konsistent für das Management der unterschiedlichen Geschäftsbereiche zur Verfügung gestellt – dem Finanzwesen ebenso wie der Produktionssteuerung, dem Zulieferer-, Partner- und Logistikmanagement, dem Einkauf oder den Abteilungen für Business Intelligence und Performance Management.

Aufgrund unserer serviceorientierten Softwarearchitektur ist es zudem einfach, über alle Prozesse integriert das Energie- und Ressourcenmanagement einzubinden und daraus automatisiert CO2-Bilanzen zu erstellen, die auch gegenüber Regulierungsbehörden Bestand haben. Dieser konsistente Einblick in das Energie- und Ressourcenmanagement hilft darüber hinaus, mögliche Maßnahmen zu Einsparungen im Kontext analysieren und bewerten zu können – sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch anhand der realen Auswirkungen auf die CO2-Emissionen.

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