VMware vSphere im Einsatz

Universität Bielefeld virtualisiert SAP-Server

An der Universität Bielefeld bilden seit Kurzem hochverfügbare SAP-Cluster die Basis für eine zukunftsfähige und betriebswirtschaftlich sinnvolle Hochschulverwaltung.

Hörsaal, Bildquelle: Pressestelle/Universität Bielefeld

Im Zuge der Umstellung des Rechnungswesens der Universität von der Kameralistik auf die kaufmännische oder auch doppelte Buchführung (Doppik) 2010, hat die Hochschule beschlossen, auch den Ressourceneinsatz effektiver zu steuern und ein hochschulweites SAP-Konzept für Buchhaltung, Rechnungswesen, Beschaffung sowie für Personal- und Drittmittelverwaltung eingeführt. Die Virtualisierung der SAP-Server mit VMware vSphere 4.1 erwies sich dabei als das einfachste Mittel, trotz gewachsener Anforderungen bei der IT-Infrastruktur, im Budget und Zeitplan zu bleiben. Zehn von zwölf SAP-Servern sind bereits virtualisiert, die Fertigstellung ist bis Ende 2011 geplant.

Die Universität Bielefeld hat eine integrierte SAP-Gesamtlösung für das externe kaufmännische und das interne Rechnungswesen, ein zentrales Beschaffungs- und Vergabesystem einschließlich Workflow-Management und Unterstützung personalwirtschaftlicher Prozesse eingeführt. Vor allem das universitätsweite webbasierte Shopsystem SAP-SRM soll dazu beitragen, Beschaffungsvorgänge der Fakultäten und zentraler Einrichtungen zu beschleunigen. Bei der Planung der Systeme stellte sich heraus, dass für die Umsetzung aller Anforderungen mehr SAP-Module benötigt wurden, als anfangs angenommen, wodurch auch die Anzahl der benötigten Server wuchs. „Bei so großen Projekten wie einer universitätsweiten SAP-Einführung ergeben sich oft höhere Anforderungen als ursprünglich geplant. Durch den Einsatz von VMware vSphere für die SAP-Servervirtualisierung war es möglich, flexibel auf die gestiegenen Anforderungen zu reagieren und das Budget für die Hardware im Zaum zu halten“, sagt Lars Köller, Leiter Plattformen und Serverdienste am Hochschulrechenzentrum (HRZ) der Universität Bielefeld.

Bereits seit 2007 betreibt das HRZ mehrere „Stretched Cluster“, die sich auf zwei Rechenzentrumsstandorte verteilen, u.a. für das Hosting der Fakultäten und Einrichtungen sowie den allgemeinen Rechenzentrumsbetrieb. Es lag nahe, diese Erfahrungen zu nutzen, um die Mehrkosten bei der Hardware abzufedern und gleichzeitig die Ausfallsicherheit der Maschinen zu erhöhen. In der ersten Stufe hat das HRZ der Universität Bielefeld zehn der zwölf SAP-Server virtualisiert. Sechs physische Server ließen sich dadurch einsparen. „Es erwies sich als Glücksfall, dass wir auch die SAP-Systeme mit vSphere virtualisieren mussten, denn gerade Disaster Recovery und das System-Backup werden durch virtuelle Server einfacher“, so Köller.

Zu den bereits vorhandenen Clustern haben die IT-Administratoren des HRZ ein weiteres für die SAP-Systeme hinzugefügt. Es besteht aus vier Servern, jeweils zwei in jedem Rechenzentrum. Die Daten liegen dort in jeweils einem über Fibre Channel angebundenen Storagetek 6540 SAN von Sun/Oracle. Den seit 2007 eingesetzten Falconstore-Network-Storage-Server hat das HRZ auch für die SAP-Systeme übernommen. Im Zusammenspiel mit VMware vCenter sorgt diese Appliance dafür, so heißt es, dass bei Problemen mit den Servern an einem Standort oder sogar dem Ausfall des kompletten Rechenzentrums ein automatischer Failover den Weiterbetrieb garantiert, ohne dass dazu ein Administrator eingreifen muss. Außer der Storage-Virtualisierung von Falconstor setzt die Universität Bielefeld noch weitere Produkte von VMware-Software-Solution-Partnern ein, nämlich vRanger von Quest zum Backup sowie VMTurbo Enterprise Operations Manager für das Monitoring und Sizing.

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www.vmware.de

Bildquelle: Pressestelle/Universität Bielefeld

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