Was soll man davon halten?

US-Präsident Trump: Das sagt die IT-Branche

Erste Statements und Einschätzungen zum Wahlsieg Donald Trumps aus der IT-Branche

"Das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl erfüllt uns mit Sorge. Es scheint vor allem auszudrücken, dass eine Mehrheit der Bürger von der bestehenden Politik und den positiven Elementen der Globalisierung nicht mehr erreicht werden und einen Wechsel wollen. Gerade im Hinblick auf die Digitalisierung und die Wichtigkeit der Einigkeit in unserem Europa müssen wir gegen Populismus und Nationalisierung kämpfen und den Menschen die Chancen und Vorteile der Digitalisierung viel deutlicher klar machen, als bisher." Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) des europäischen Mittelstandsverbands European DIGITAL SME Alliance.

Livestream-Tipp: Am 10. November um etwa 22:30 MEZ erklärt Edward Snowden, was man in Sachen Datenschutz künftig von Trump erwarten kann:


Wenn der designierte US-Präsident tatsächlich bestehende Handelsabkommen aufkündigen und neu verhandeln möchte, wäre das ein Problem für die Weltwirtschaft, so der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Gute Handelsbeziehungen sind abhängig von verlässlichen Rahmenbedingungen. Gerade für die Digitale Wirtschaft sei diese Verlässlichkeit besonders wichtig, weil die Wirtschaftsräume der USA und EU in diesem Bereich eng verflochten sind. Wenn die bisherige Rechtssicherheit nicht mehr gegeben ist, schadet das beiden Seiten. Das könne eigentlich nicht im Interesse der neuen US-Regierung sein. 

Für Matthias Wahl, Präsident des BVDW, steht der designierte US-Präsident  deshalb jetzt in der Pflicht: „Nach seinem Wahlsieg muss Donald Trump Farbe bekennen. Die Digitale Wirtschaft in Deutschland und der gesamten EU erwartet verlässliche Rahmenbedingungen für die bewährte transatlantische Zusammenarbeit. Bestehende Freihandelsbeziehungen dürfen von der neuen US-Regierung unter keinen Umständen in Frage gestellt werden – dies wäre Gift für die Weltwirtschaft.“

Zur US-Präsidentschaftswahl sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:Die digitale Wirtschaft steht für Grundwerte wie die freie Meinungsäußerung und Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Der Grundsatz des Respekts gerade gegenüber demokratischen Entscheidungen gilt auch mit Blick auf die aus deutscher Perspektive erstaunlichen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in den USA. Sie sind ein Signal, die digitale Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen und die Inklusion weltweit zu stärken, und eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Die digitale Wirtschaft wird weiterhin für Freiheit und internationale Vernetzung eintreten. Sie wird sich für eine Verbesserung des Bildungswesens und den freien Zugang zu Informationen stark machen. Die besten Mittel gegen diffuse Ängste und Populismus sind eine ausgezeichnete Bildung - und ein eigener klarer Kopf.“

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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