Arbeitszeit statt Reisezeit

Videokonferenz in HD-Qualität

Räumliche Distanzen überwinden die Mitarbeiter der Wellergruppe nicht länger mit Auto und Bahn. Stattdessen besprechen sich die Autohändler standortübergreifend per Videokonferenz in HD-Qualität.

Videokonferenz, Bildquelle: Wellergruppe

Virtuell statt vor Ort: Die Geschäftsführer der Wellergruppe treffen sich regelmäßig zu Videokonferenzen.

Bereits früh am Morgen herrscht Hochbetrieb in den Autohäusern der Wellergruppe. An 33 Standorten in Deutschland nehmen die Mitarbeiter kaputte Fahrzeuge für die Werkstatt an, koordinieren den Hol- und Bringdienst für die Kunden, bestellen Ersatzteile und organisieren Ersatzfahrzeuge. „Autos verkaufen und reparieren – das können unsere Wettbewerber genauso gut wie wir“, sagt Firmengründer Burkhard Weller. „Was uns allerdings von anderen unterscheidet sind unsere Markenvielfalt sowie unser Rundum-Service.“

Markenvielfalt heißt: Die Gruppe ist in drei Markensparten unterteilt. „Autoweller“ verkauft Toyota und Lexus, bei „B&K“ gibt es BMW und Mini und bei „Max Moritz“ warten VW, Audi und Skoda auf die Kunden. Jährlich verkauft das Unternehmen 50.000 Autos und zählt hierzulande damit zu den größten Automobilhandelsgruppen. Auch in punkto Service glänzt der Händler mit Vielfalt. „Unsere Kunden sollen alles rund ums Auto an Ort und Stelle erhalten“, erklärt Weller. In jeder Filiale gibt es die Geschäftsbereiche Neu- und Gebrauchtwagenkauf, Ersatzteile, Zubehör und Werkstatt. Hinzu kommen weitere Dienstleistungen wie Finanzierung, Leasing und Versicherungen. Bereiche, die nicht unmittelbar mit dem Produkt Automobil zu tun haben, wie etwa die Buchhaltung, sind an den Haupt-standorten gebündelt: bei Autoweller in Osnabrück etwa, bei Max Moritz in Hagen und bei B&K in Hamburg. Hier sitzen auch die jeweiligen Geschäftsführer. Die Zentrale der Unternehmensgruppe befindet sich wiederum in Berlin.

Die deutschlandweite Positionierung ist von Vorteil, birgt aber auch Herausforderungen. Burkhard Weller musste seine Mitarbeiter bislang immer auf Reisen schicken, um Geschäftsangelegenheiten zu besprechen. Insbesondere die Filialleiter und Geschäftsführer müssen sich regelmäßig abstimmen. „Wenn wir uns in Berlin verabredet haben, war durch die An- und Abreise der ganze Tag verplant“, erzählt Weller. Zunächst versuchte der Geschäftsführer, die Vor-Ort-Treffen durch Telefonkonferenzen zu ersetzen. Die hatten aber den Nachteil, dass sich die Kollegen nicht sehen. „Außerdem wird bei einer Telefonkonferenz noch Vieles nebenbei erledigt – eben noch eine Mail rausgeschickt oder schon mal die Kundenpräsentation vorbereitet“, weiß der Firmenchef.

Von daher entschied sich Weller für die Nutzung von Videokonferenzen: In den virtuellen Meetings besprechen sich die Teilnehmer von Angesicht zu Angesicht. Auch von unterwegs können sie sich per App ins Meeting einwählen. Die Wellergruppe wählte den Live-Conferencing-Dienst „Telepresence“ von der Deutschen Telekom. An den Standorten Berlin, Hagen, Osnabrück, Leipzig und Hamburg steht das Videokonferenzsystem „MX200“ von Cisco. Bis zu sechs Teilnehmer finden vor dem 42 Zoll großen Bildschirm Platz, um sich in HD-Qualität zu besprechen. Komplettiert wird das System durch HD-Kameras, Mikrofone und Lautsprecher. Die Technik sorgt dafür, dass Gestik, Mimik und Stimmlage der Teilnehmer naturgetreu bei den Gesprächspartnern ankommen. Wichtig für die Gruppe: Zwischen Bild und Ton gibt es keine Verzögerungen. Dafür hat die Telekom eine dedizierte Netzanbindung, die Lösung „Ethernet Connect“, an den Standorten mit den Videokonferenzanlagen installiert. Burkard Weller fasst zusammen: „Besprechungen sind dabei ohne viel Vorlauf möglich. Unsere Entscheidungsfindung haben wir so beschleunigt.“

Zudem können die Filialleiter und Geschäftsführer Dokumente teilen. Dazu ist eine Bild-im-Bild-Content-Sharing-Funktion integriert. Der Autospezialist nutzt die Anlagen intensiv – bei konstanten Kosten, denn gezahlt wird ein Monatsfestpreis pro System. Dafür stellt der IT-Dienstleister die Hardware und die Videoplattform sowie die Netzanbindung zur Verfügung, schließt die Anlage ans Internet an und kümmert sich um den Service.

Weiter zusammen rücken die Mitarbeiter mithilfe eines neuen Firmennetzes. Gebucht hat der Autohändler die Telekom-Lösung „Intraselect“, die alle Standorte miteinander verbindet. So können die Kollegen auf die Firmenanwendungen zentral zugreifen und Daten in Echtzeit abrufen und aktualisieren. Die Lösung verbindet die Filialen auf IP-VPN-Basis. Damit werden die Daten mit bis zu 50 Mbit/s über ein privates, vom öffentlichen Internet getrenntes und somit besonders geschütztes Netz übertragen.

 

Die Wellergruppe …
… ist eine der größten deutschen Automobilhandelsgruppen und verkaufte unter der Leitung von Gründer und Geschäftsführer Burkhard Weller 2013 rund 50.000 Fahrzeuge in Deutschland. Die Gründung von Auto Weller (Toyota, Lexus) gilt als Grundstein, die Übernahme der B&K-Gruppe (BMW, Mini) sowie die Gründung der Max-Moritz-Gruppe (Volkswagen, Audi, Skoda) sind weitere Meilensteine. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin 1.900 Mitarbeiter.
Im Internet: www.wellergruppe.de

 

Bildquelle: Wellergruppe

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