Virtuelle Desktops

Virtualisierung mit Bordmitteln

Windows 8 und Windows Server 2012 zielen auf die Desktop-Virtualisierung. Tools von Drittanbietern sind nur selten notwendig.

Der virtuelle Desktop kommt über das Netz auf den Compter

Ein virtueller Desktop "fühlt" sich im Idealfall für den Anwender nicht anders an, als eine vollkommen normale Windows-Infrastruktur mit vernetzten Desktop-PCs.  Für ein Unternehmen aber kann die Desktop-Virtualisierung extreme Vorteile gegenüber der klassischen Client/Server-Infrastruktur haben.

Die Endgeräte an den Arbeitsplätzen kosten weniger bei der Anschaffung und im Betrieb, der Energieverbrauch sinkt ebenso wie der Aufwand für die Administration. Trotzdem gelten virtuelle Desktops als deutlich sicherer und leichter abzusichern im Vergleich mit den herkömmlichen Einzelplatz-PCs.

Der sehr wichtige Vorteil in Sachen IT-Sicherheit: Die Endanwender haben einen vordefinierten Software-Warenkorb und können nicht in Eigenregie "wilde" Installationen starten. Doch das ist nicht alles. Denn auch IT-gestützte Prozesse profitieren von virtuellen Desktops, vor allem in Kombination mit der Cloud. Wenn sich bereits die Daten in der Wolke befinden, ist es nur ein kleiner Schritt, den gesamten Desktop dort hinein zu verschieben.

Eine Untersuchung von Opens external link in new windowMatrix42 zeigt, dass Desktop-Virtualisierung bereits recht stark etabliert ist und vor allem wegen der Kosteneinsparungen gerne eingesetzt wird. Die Umfrage unter IT-Spezialisten fand heraus, dass mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Unternehmen Desktop-Virtualisierung  bereits umgesetzt oder erste Maßnahmen dafür ergriffen haben. Knapp ein Viertel (23 Prozent) der Befragten gab an, dieses Thema im kommenden Jahr anzugehen. Nur elf Prozent haben in Sachen Desktop-Virtualisierung noch keine Pläne.

Dieser deutlich feststellbare Trend ist auch an den neuen Windows-Versionen für Client und Server zu bemerken. Windows 8 Pro besitzt in der 64-Bit-Version mit Hyper-V eine eigene Virtualisierungslösung, mit der virtuelle Maschinen auch auf einem handelsüblichen Einzelplatz-Rechner  gestartet werden können.

Doch wirklich interessant wird die Sache erst mit Windows Server 2012. Er bietet eine Reihe neuer VDI-Funktionen, in denen Desktop-Virtualisierung auch ohne Rückgriff auf Produkte von Drittanbietern möglich wird. Microsoft hat seine neue Server-Version für eine Kombination aus Private Cloud und Virtualisierung aufgerüstet.

Besonders einfach gelingt die Virtualisierung mit Arbeitsplätzen unter Windows 8. Doch da im Moment noch Windows 7 das mit großem Abstand am meisten verbreitete PC-Betriebssystem ist, hat Microsoft seine Remotedesktopdienste aktualisiert und bietet sie auch für die ältere Betriebssystemversion an.

Bildquelle: Jörg Trampert  / Opens external link in new windowpixelio.de

 

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