Jahreskonferenz Irislink in Brüssel

Vom Input bis zum Output

Anfang Februar fand die Jahreskonferenz „Irislink“ des belgischen Enterprise-Content-Management-Spezialisten Iris in Brüssel statt. Den rund 800 Teilnehmern präsentierte der Anbieter dabei mehrere Neuheiten rund um Cloud Computing, Scanhardware und Texterkennung.

Marktplatz Brüssel, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Anfang Februar öffnete die Fachkonferenz Irislink in Brüssel (Foto: Marktplatz) ihre Tore.

Den Auftakt der Veranstaltung stellte der Eröffnungsvortrag von Präsident und CEO Pierre De Muelenaere dar. Neben Neuheiten im Hardwarebereich (siehe Infokasten) präsentierte er Aktuelles hinsichtlich der Softwarepalette. So wartet etwa Irisxtract, eine Lösung zur automatischen Erfassung und Verarbeitung von Eingangsrechnungen, mit verschiedenen neuen Funktionen auf. Neben der bisherigen Serverkomponente bietet man nun eine webbasierte Version an. Deren Nutzung ist als App möglich und damit auch für mobile Endgeräte wie Smartphone und Tablet verfügbar. In diesem Zusammenhang berichtete De Muelenaere überdies von Erweiterungen der eigenen OCR-Engine (Optical Character Recognition) speziell für die Texterkennung asiatischer Sprachen. Hier hat man die bisherigen Möglichkeiten um das Erkennen zusätzlicher asiatischer Idiome erweitert, darunter etwa für die kantonesische Sprachvariante in Hongkong. Und auch die Features der Scansoftware „Powerscan“ wurden weiter ausgebaut und etwa um einen integrierten Invoice-Service ergänzt. Die Software kommt bereits in zahlreichen Branchen zum Einsatz, darunter im Finanz- und Versicherungswesen, im Gesundheitsbereich sowie bei Behörden. Hier wurde sie beispielsweise 2013 bei Wahlen in Ecuador und Honduras dazu genutzt, sämtliche Wahlzettel zu digitalisieren, um damit die Auszählung zu beschleunigen sowie die Rechtssicherheit des Auswertungsverfahrens zu erhöhen.

Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war überdies die 2013 über die Bühne gegangene Übernahme des OCR-Spezialisten durch das japanische Unternehmen Canon. Ein Vorteil für die Kunden, wie Pierre De Muelenaere betont, denn im Verbund könnten nun sämtliche Stationen des Dokumentenlebenszyklus abgedeckt werden. „Vom Input bis hin zum Output“, wie er betont. Nicht zuletzt sollen Iris-Kunden nun von den weltweit angebotenen Managed Print Services des japanischen Herstellers profitieren können.

Apropos Services: Ein weiteres Standbein des Anbieters sind IT-Outsourcing-Dienstleistungen, die laut De Muelenaere mittlerweile rund 40 Prozent der Einnahmen ausmachen. Speziell hierfür betreibt man aktuell drei eigene Rechenzentren in Belgien und Luxemburg. Für die Zukunft ist der Ausbau neuer Data Center geplant, stets mit Blick auf die gesetzlichen sowie datenschutzrechtlichen Anforderungen der EU. Dabei umfasst das Angebot u.a. das Management von Infrastrukturen. Hierbei handelt es sich um eine „Private Cloud“, in der die Lösungen des Kunden jeweils auf eigenen Servern vorgehalten werden. Neben den Applikationen des Anbieters können dabei auch Drittanwendungen betrieben werden.

 

Mobile Digitalisierung

Auf der Jahreskonferenz stellte das Unternehmen mehrere Produktneuheiten für den Endkundenbereich vor, darunter die „Iriscan Mouse Executive 2“, die nun auch als Mac-Version verfügbar ist. In neuem Design soll sich die Maus mit einer verbesserten Benutzeroberfläche sowie weiteren Funktionen präsentieren. Ab sofort werden QR-Codes sowie Visitenkarten erkannt und können gescannt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit Dokumente direkt über Dropbox oder Weibo zu exportieren. Dabei bleibt die Handhabung des Scanners unverändert: es soll ausreichen, die Scan-Maus über das Dokument zu ziehen – zeitgleich liegt dieses dann in digitaler Form vor.

Desweiteren vermeldete man Neuheiten rund um Irispen 7: Die Software des Stiftscanners erkennt nun eine größere Anzahl von Sprachen und macht es möglich, ein Dokument in 55 Sprachen zu übersetzen. Ein Hilfsmittel ist zudem die „Text-to-Speech“-Funktion, die das Erlernen einer Fremdsprache unterstützt. Mit der neuen Version wurde die Erkennung von Tabellen (mit automatischem Sprung von Zelle zu Zelle) verbessert; überdies ist ab sofort auch die Erkennung von Barcodes möglich.

Im Internet: www.iriscorporate.com

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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