Druckvolumina korrekt kalkulieren

Vorteile von Managed Print Services

Im Interview berichtet Nils Becker-Birck, Sales Manager Printing Solutions bei Dell, über diverse Vorteile von Managed Print Services, die allerdings erst zum Tragen kommen, wenn auch individuelle Anforderungen wie etwa die notwendigen Druckvolumina berücksichtigt werden.

Nils Becker-Birck, Dell

Nils Becker-Birck, Sales Manager Printing Solutions bei Dell

IT-DIRECTOR: Herr Becker-Birck, „Managed Print Services (MPS)“ werden seit längerem angeboten. Wie schätzen Sie aktuell deren Verbreitung bei Großkunden ein?
N. Becker-Birck:
Don‘t believe the hype! Nach unseren Erfahrungen muss man hier nach wie vor unterscheiden zwischen dem Segment der A3-Multifunktionsdrucker, in dem Managed Print Services eine wichtige Rolle spielen, und dem Bereich der A4-Drucker für den Arbeitsplatz bzw. für Arbeitsgruppen, in dem eher selten MPS-fähige Geräte eingesetzt werden. Wir haben unseren Fokus klar im Bereich Drucklösungen für Arbeitsplätze bzw. Arbeitsgruppen, und diese sind in der Regel auch an weitere IT-Infrastrukturen von Dell angebunden.

IT-DIRECTOR: Was veranlasst die Verantwortlichen heutzutage konkret dazu, auf Managed Print Services zu setzen?
N. Becker-Birck:
Aus Endkundensicht gibt es diverse Vorteile von Managed Print Services, die sich aber eben vor allem bei großen A3-Geräten zeigen. Bei kompakten A4-Drucklösungen, ob Single- oder Multifunktionsgerät, überwiegen aus der Sicht vieler unserer Kunden die Nachteile wie zum Beispiel mangelnde Flexibilität oder auch eine falsche bzw. sehr komplizierte Kalkulation der Druckvolumina über die Laufzeit.

IT-DIRECTOR: Welche wirtschaftlichen und technologischen Gründe sprechen vor allem für die Nutzung von Managed Print Services?
N. Becker-Birck:
Ich bin der Auffassung, dass es pauschal keine wirtschaftlichen oder technischen Gründe für MPS gibt. Was die beste Lösung für den Kunden ist, hängt tatsächlich von den individuellen Anforderungen an die Architektur der Output-Lösung ab.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig sind den IT-Verantwortlichen im Rahmen von Output-Projekten generell verschiedene Umweltaspekte, z.B. die Energieeffizienz oder Toner-Emissionen der Geräte?
N. Becker-Birck:
Diese Themen rücken tatsächlich immer weiter in den Vordergrund. Jeder Hersteller hat hier eine Argumentationskette, wieso die eigenen Lösungen die energieeffizientesten sind und die Emissionen reduzieren. Die IT-Verantwortlichen müssen die Sachlage daher sehr genau prüfen, um zwischen Marketingaussagen und belastbaren Daten und Fakten zu unterscheiden.

IT-DIRECTOR: Auf welche Zertifizierungen oder Gütesiegel sollte man in diesem Umfeld besonders achten?
N. Becker-Birck:
Wir empfehlen hier nach wie vor den Blauen Engel und das US-amerikanische Umweltzeichen Energy Star als wichtigste Zertifizierungen, auf die es zu achten gilt.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig ist die Reduzierung von CO2-Emissionen für Sie als Hersteller? Welche Wege haben Sie hier eingeschlagen?
N. Becker-Birck:
Selbstverständlich ist das ein wichtiges Thema für einen globalen IT-Hersteller. 2012 starteten wir die Initiative „2020 Legacy of Good Plan“. Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit in den Bereichen Soziales und Umwelt zu einer treibenden Kraft für Kunden und die Gesellschaft zu machen. Aktuell betreiben wir beispielsweise das umfangreichste Recyclingprogramm der Welt mit Programmen zur Geräterücknahme in 78 Ländern und über 635.000 Tonnen eingesammelter Elektronik. Außerdem haben wir Ende 2014 im polnischen Lodz ein Werk eröffnet, das zu 100 Prozent erneuerbaren Strom nutzt. Mittlerweile betreiben wir 21 Standorte komplett mit erneuerbaren Energiequellen.

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