Kernprozesse mit Automic gesteuert

Warum Manor auf Automatisierung setzt

Die größte Warenhauskette in der Schweiz, Manor, setzt seit 15 Jahren auf Automatisierung. Der Hintergrund >>>

Größte Warenhauskette in der Schweiz setzt seit 15 Jahren auf Automatisierung

Größte Warenhauskette in der Schweiz setzt seit 15 Jahren auf Automatisierung

Manor belebt die Städte der Schweiz – in Zürich an der Bahnhofstrasse, in Genf an der Rue Cornavin, in Baden am Schlossbergplatz und in Locarno bei der Piazza Grande. Als größte Warenhausgruppe der Schweiz heißt das Unternehmen seine Kunden und Mitarbeiter an den attraktivsten Orten des Landes willkommen. Das in allen Landesteilen vertretene Unternehmen beschäftigte 2016 rund 10.200 Mitarbeiter und bildete 450 Lernende aus. Zur Gruppe gehören 63 Warenhäuser, 32 Food-Märkte sowie 45 Restaurants. Der Umsatz verteilt sich auf die Segmente Non-Food (69 Prozent), Food (27 Prozent) und Restaurant (4 Prozent). Insgesamt führt das Unternehmen über eine Million Artikel von rund 6.000 Lieferanten aus der ganzen Welt. Davon sind rund 700 lokale Produzenten, die saisonale und lokale Produkte in die Food-Märkte liefern.

Automatisierungsplattform wächst mit


Im Jahr 2001 hatte das IT-Team den Auftrag erhalten, einen neuen Job-Scheduler zu evaluieren. Die Manor AG war mit ihrem alten Digital-OpenVMS-Tool an Grenzen gestoßen und suchte ein modernes, betriebssystemübergreifendes Produkt, das nicht auf OpenVMS begrenzt war. Damals überzeugte die Workload Automation von Automic mit seiner zukunftsorientierten kooperativen Architektur sowohl technisch als auch im Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine hundertprozentige OpenVMS-Lösung ohne Client/Server-Struktur passte genau in das hochverfügbare und stabile Umfeld.

Inzwischen sind mehr als 15 Jahre vergangen, in denen die AG gemeinsam mit ihrem IT-Partner IC Management AG die Automatisierung der Prozesse immer weiter ausbaute und verfeinerte. Mit der Automic-Lösung steuert sie jetzt alle Kernprozesse inklusive der Warenwirtschaftssysteme, der SAP-Anwendungen HR und Fico, des Datawarehouses, der Business-Intelligence-Prozesse (BI), der Lagerverwaltung, der Backups und User-Verwaltung und stellt darüber hinaus täglich Statistiken und Berichte zur Verfügung.

 

Komplexe Abläufe aufeinander abgestimmt


So werden beispielsweise regelmäßig die Informationen der Kassen an die Zentrale übermittelt, auf deren Basis nachmittags die Lieferungen für den nächsten Tag vorbereitet werden. Die Systeme ermitteln, ob Mindestbestände in den Filialen unterschritten wurden und automatisch nachgeliefert werden muss. Hinzu kommen die Bestellungen der Verkäufer vor Ort. Wenn die Mitarbeiter aus der Logistik am nächsten Morgen um vier Uhr ihre Schicht beginnen, müssen alle Informationen vorliegen, um 63 Warenhäuser und 32 Food-Märkte zu beliefern. Da die Lebensmittel immer frisch sein sollen, darf sich die Datenverarbeitung, die um 8:30 Uhr startet, nicht verzögern.

Was an die Warenhäuser und Märkte ausgeliefert wird, muss auch wieder eingekauft werden. Manor arbeitet mit 6.000 Lieferanten zusammen, fast 700 davon sind regionale Erzeuger. Stündlich werden mehrere 1.000 Transaktionen abgewickelt, um den Warenein- und -ausgang zu koordinieren. Einen längeren IT-Ausfall kann sich das Unternehmen nicht leisten, weswegen es zwei Rechenzentren betreibt, von denen eins das andere exakt abbildet und so im Notfall den Betrieb übernehmen kann. Um beide auf dem aktuellen Stand zu halten, werden täglich mehrere 1.000 Terabyte Daten übertragen. „So wie wir den Betrieb durch eine redundante IT-Landschaft abgesichert haben, trägt auch die Automatisierung dazu bei, Ausfälle zu vermeiden, weil die Fehlerquote gesenkt wird“, erklärt Pascal Hell, Leiter Processing bei der Manor AG.

Tausende Jobs mit hunderten von Abhängigkeiten


„Abgesehen davon würde dieses komplexe System ohne Automatisierung gar nicht funktionieren“, fährt Hell fort. „Tausende Jobs mit hunderten von Abhängigkeiten und unzähligen Ressourcen lassen sich nicht von Hand steuern.“ Deshalb setzte das Unternehmen auch sehr früh auf eine übergreifende Automatisierungsplattform, die viele unterschiedliche Systeme integrieren und den Datentransfer und die Prozesse von Anfang bis Ende steuern kann. Auf diese Weise sei man auch viel schneller, meint Pascal Hell. Denn wenn ein System einige Minuten früher mit der Datenverarbeitung fertig sei, als erwartet, könne der Prozess bei einer automatischen Steuerung sofort weiterlaufen, weil die Verarbeitung event-gesteuert ist. So ließen sich in einer Nacht bis zu zwei Stunden Zeit sparen.

Für vorteilhaft hält er die Tatsache, dass man alles über eine einzige Plattform steuern kann, egal um was für eine Art von Prozess bzw. Automatisierung es sich handelt. Das erleichtere die Arbeit ungemein. Für die Implementierung der neuen Cloud-ERP-Lösung steht die Manor AG jetzt vor der Herausforderung, die Brücke zwischen der Cloud und den übrigen Anwendungen zu schlagen. „Für die Integration nutzen wir Web Services und Automic, um die Prozesse weiterhin von Anfang bis Ende zu steuern“, kommentiert Pascal Hell. „Wir hoffen, das Projekt in einem Jahr abzuschließen.“

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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