Ein Blick in deutsche Unternehmen

Was bremst die Digitalisierung aus?

Riverbed und Crisp Research veröffentlichen eine Studie zum aktuellen Stand der Digitalen Transformation in deutschen Unternehmen. Diese untersucht, wie weit die Digitalisierung in deutschen Firmen fortgeschritten ist, was die Ziele digitaler Initiativen sind, welche Hindernisse es gibt und wie Unternehmen diese überwinden.

Autos werden ausgebremst

Mitunter bremst die Unsicherheit im Umgang mit Cloud Computing, Mobility-Technologien sowie loT- und AI-Services die Digitalisierung in deutschen Unternehmen aus.

Deutsche Firmen müssten am Ball bleiben, um von den neuen Geschäftsmöglichkeiten im internationalen Wettbewerb zu profitieren. Aber nur die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hat bisher eine Digitalstrategie definiert. Weitere 24 Prozent erledigen dies erst in den kommenden zwölf Monaten. Die Ergebnisse sind erstaunlich, denn zugleich sind 92 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass eine Digitalstrategie grundsätzlich nötig wäre.

Welche Ziele verfolgen Unternehmen bei der Digitalen Transformation?

  • die Digitalisierung der Kundenbeziehung (47 Prozent)
  • die Optimierung der Prozess- und Wertschöpfungskette (42 Prozent)
  • die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit (39 Prozent)
  • die Entwicklung neuer digitaler Produkte (39 Prozent)

Bei diesen erhofften Vorteilen verwundert es, dass die Transformation in Deutschland im internationalen Vergleich nur langsam voranschreitet.

Was hindert deutsche Unternehmen daran, ihre Ziele tatsächlich umzusetzen?

  • Unsicherheit im Umgang mit Cloud Computing, Mobility-Technologien sowie loT- und AI-Services (48 Prozent)
  • Management oder der Betriebsrat blockieren das nötige Budget (31 Prozent)
  • Fehlende Tools, um die nötige Performance und User Experience zu liefern (28 Prozent)
  • fehlenden Kenntnisse (17 Prozent)
  • die Identifikation geeigneter Technologien (16 Prozent)

Anhand welcher Metriken messen Unternehmen den Erfolg ihrer Digitalisierungsinitiativen?

  • Zufriedenheit der Anwender (56 Prozent)
  • Performance und Latenz der Anwendungen (55 Prozent)
  • Stabilität und Uptime der Lösungen (41 Prozent)
  • Nutzungsrate und das Engagement der User auf den bereitgestellten Services oder die Performance der Services (26 Prozent)

Welche Tools nutzen Unternehmen, um dies zu messen?

  • Insellösungen für Cloud-Management-Services (49 Prozent)
  • Network Performance Monitoring (38 Prozent)
  • Customer Experience Management (31 Prozent)
  • Application Performance Monitoring (22 Prozent)
  • User Experience Management (21 Prozent)
  • End-User-Experience-Monitoring-Services (16 Prozent)
  • Einheitliche Suite für Monitoring-Services, die alle Tools kombiniert (11 Prozent)

Die Untersuchung zeigt, dass oft das Wissen oder die Tools fehlen, um die nötige Performance liefern zu können. Und auch voneinander isolierte Tools reichen selten aus, um Fehler und Lösung schnell zu finden. Eine neue Generation der Monitoring- und IT-Management-Suites bietet mittlerweile tiefgehende Analysen der IT-Performance, End User bzw. Digital-Experience-Management-Plattformen erweitern das IT- und Anwendungs-Monitoring. Diese Lösungen integrieren die Daten verschiedener ehemaliger Insellösungen für Cloud-, Anwendungs- und Network-Performance-Management. Darüber hinaus geben sie Auskunft über die Interdependenzen einer Anwendung oder mobilen App mit anderen Services innerhalb der Architektur und können anhand der umgebenden Rahmenbedingungen Informationen liefern. Allerdings nutzen derzeit nur neun Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland diese Lösungen. 29 Prozent der Teilnehmer haben noch nicht einmal von ihnen gehört.

Crisp hat für die Studie insgesamt 170 Entscheider aus den Bereichen Business und IT/Technologie in deutschen Unternehmen befragt. Die Teilnehmer stammen aus den Branchen IT, Telekommunikation/Medien, professionelle Dienstleistungen, Banken/Versicherungen, Logistik/Verkehr, öffentlicher Sektor, Bildungswesen, Konsumgüter/Handel, Pharmaindustrie/Gesundheitswesen, Automobilzulieferer sowie aus Versorger/Energiewirtschaft.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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